Ostfriesische Krimitage

Zum Jubiläum etwas ganz Besonders bieten – das war die Absicht des Krimitage-Organisationsteams unter Leitung des Leeraner Autors Peter Gerdes. Das ist voll und ganz gelungen. Und zwar gleich dreifach. Die 10. Ostfriesischen Krimitage, das größte Literaturfestival der gesamten Nordwest-Region (27.10. bis 20.11.2017), präsentieren den 1. Ostfriesischen Krimipreis, den 1. Ostfriesischen Krimi-Slam – und erstmals Lesungen des internationalen Thriller-Stars Simon Beckett (Sheffield/England).

„Auf diesen Coup sind wir besonders stolz!“, freut sich Gerdes, der zusammen mit seinem Autoren-Kolleginnen und -Kollegen Birgit Rutenberg, Volker Feldkamp und Wolfgang Santjer das Programm mit insgesamt 37 einzelnen Events erarbeitet hat. Einfach war es nicht, Bestseller-Autor Beckett, dessen Bücher bisher in 29 Sprachen übersetzt und über sieben Millionen Mal verkauft wurden, nach Ostfriesland zu lotsen. „Veranstalter im ganzen deutschsprachigen Raum bis hin nach Österreich rissen sich um die Termine seiner Tournee“, so Gerdes: „Zwischenzeitlich schien kaum noch Hoffnung zu bestehen. Dann aber hat sich Beckett entschlossen, eigens für uns ein zweites Mal nach Deutschland zu fliegen.“

Die Beckett-Lesungen bilden den Abschluss der Krimitage und finden am 19.11. (Aurich, Stadthalle) und 20.11. (Leer, Kulturspeicher) statt. Moderation, Simultanübersetzung und deutschsprachige Lesung übernimmt Margarete von Schwarzkopf, die sich als Literaturspezialistin des NDR einen Namen gemacht hat.

Gegründet wurden die Krimitage 1999, also vor 18 Jahren; seither finden sie alle zwei Jahre statt. Anfangs waren es sechs Veranstaltungen an einem verlängerten Wochenende in Leer. Von Mal zu Mal aber wurde das Festival ausgeweitet, räumlich über ganz Ostfriesland, zeitlich über mehr als zwei Wochen. Trotzdem kam es aufgrund der Fülle der Veranstaltungen immer zu Überschneidungen; bis zu sechs Lesungen mussten am selben Abend stattfinden. „Um das zu vermeiden, haben wir den Festival-Zeitraum noch einmal verlängert. Jetzt sind es dreieinhalb Wochen“, so Gerdes. Parallelveranstaltungen sind trotzdem nicht zu vermeiden: „Aber nicht mehr als drei pro Abend.“

Wichtigste Motivation, das Festival zu begründen und über all die Jahre so viel Organisationsarbeit zu investieren, war, die ostfriesische Kriminalliteratur zu fördern und Ostfriesland als spannende Krimi-Region deutschlandweit ins Bewusstsein zu rücken. „Dieser Plan ist vollständig aufgegangen“, kann Gerdes feststellen: „Fast schon zu gut, wenn man sich anschaut, welche Schwemme an Ostfriesland-Krimis es gerade in den letzten Jahren gegeben hat.“ Mission erfüllt also – aber kein Grund, jetzt aufzuhören: „In Zukunft werden wir unser Augenmerk noch stärker als bisher auf die Qualität richten.“

Diesem Ziel dient auch der 1. Ostfriesische Krimipreis, an dem sich 78 Profi- und Amateur-Autoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum beteiligt haben. Die drei besten Stories wurden von einer Jury ausgesucht; am Freitag, 10. November, trägt Tatort-Schauspieler Joe Bausch diese Texte, die außer den Juroren und Lektoren noch niemand kennt, in der Emder Nordseehalle live vor. Das Publikum entscheidet dann, wer den Krimipreis bekommt. Sandra Lüpkes moderiert, interviewt und präsentiert den Sammelband „Feinste Friesenmorde“ mit den 22 besten Texten des Wettbewerbs, die „Söhne des Nordens“ sorgen für den musikalischen Rahmen.

Mit dem „Krimi-Slam“, einem absoluten Novum, beginnen die Krimitage am Freitag, 27. Oktober. Auch hier wird auf offener Bühne ein Wettstreit um einen Preis ausgetragen – allerdings von den Verfassern selbst. Jeweils etwa die Hälfte der Teilnehmer kommt aus dem Lager der Autoren, die andere aus dem der Slammer. Das Publikum entscheidet, wer am Ende die Nase vorn hat. Moderation und Showteil besorgen die Impro-Schauspieler Jürgen Boese und Jan Mattenheimer.

Dass auch Deutschlands erfolgreichster Krimi-Autor, Klaus-Peter Wolf aus Norden, mit von der Partie ist, versteht sich von selbst. Gleich dreimal präsentiert er seine neuesten Werke, jeweils musikalisch unterstützt von Bettina Göschl und „Komplizen“: in Leer, Aurich und Wittmund, jeweils in den Räumen der örtlichen Sparkasse. Die Ostfriesischen Sparkassen sind auch Hauptsponsor der Krimitage. „Ohne ihre Unterstützung hätten wir das alles nicht geschafft“, betont Gerdes.

Welche weiteren Highlights das Programm bietet, kann unter www.krimitage.de, www.leda-verlag.de oder auf Facebook unter „Ostfriesische Krimitage“ nachgeschaut werden. Dort finden sich auch Hinweise zu Preisen und Kartenvorverkauf. Außerdem wird in den kommenden Wochen wieder ein Krimitage-Flyer mit allen Detailinformationen verteilt.

„Kriminelle Hafenrund-fahrten“ in Leer und Emden

Hochspannung auf dem Wasser: Auch in diesem Sommer bietet Krimi-Autor Peter Gerdes wieder seine „Kriminellen Hafenrundfahrten“ in Leer und Emden an. Acht Touren sind es insgesamt; fünfmal geht es am Sonnabend mit der „Koralle“ durch den Leeraner Hafen, dreimal legt die „Schreyershoek“ freitags im Emder Ratsdelft zur „Kriminellen Hafen- und Grachten-Tour“ ab.

Die Termine in Leer: 15. Juli, 29. Juli, 12. August, 26. August und 9. September. Abfahrt ist jeweils um 17.15 Uhr an der Leeraner Rathausbrücke. Karten gibt es für 16,- Euro (incl. 2 Euro Verzehrgutschein für das Restaurant „Tatort Taraxacum“) unter Tel. 0491 / 912 262 86, unter E-Mail buchhandlung@tatort-taraxacum.de oder direkt in der Krimibuchhandlung in der Altstadt von Leer (Rathausstraße 23).

Die Termine in Emden: 14. Juli, 11. August und 08. September. Abfahrt ist jeweils um 16.30 Uhr im Ratsdelft. Karten gibt es für 15,- Euro entweder bei der AG „EMS“, Tel. 01805 / 180 182, E-Mail info@ag-ems.de, oder bei der Tourist-Information Emden, Tel. 04921 / 97400, E-Mail info@emden-touristik.de

Unterwegs gibt es nicht nur eine Menge zu sehen, sondern auch viel Spannendes zu hören. Peter Gerdes, ein geübter und versierter Vorleser und Unterhalter, trägt während der Fahrt Kurzkrimis und Romanauszüge vor, die einen direkten Bezug zwischen der unmittelbaren Umgebung und der Handlung seiner Texte herstellen. Dabei kommt der Humor nicht zu kurz; bei den bisherigen Touren gab es immer eine Menge zu lachen.

Natürlich hat Gerdes auch Neues zu bieten. So sind in diesem Jahr bereits zwei neue Bücher von ihm erschienen: Zum einen „Ostfriesen morden anders“, eine Sammlung von Kurzkrimis, die für den Einsatz bei solchen Events wie maßgeschneidert erscheint – was sie natürlich auch ist. Und zum anderen „Friesisches Inferno“, Roman Nummer 15 des gebürtigen Emders, der seit 25 Jahren in Leer lebt und arbeitet. Dieses Werk ist das bisher actionreichste des Autors und enthält u.a. Szenen, die am (und im) Emder wie auch Leeraner Hafen spielen.

Gezeitenkonzerte in Ostfriesland 2017

Unter dem Motto „Sturm und Klang“ gehen die Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft 2017 in ihre sechste Saison. Für diesen Sommer hat der künstlerische Leiter, Prof. Matthias Kirschnereit, wieder ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das die Besucher vom 23. Juni bis zum 13. August zu musikalischem Hochgenuss an außergewöhnliche Orte einlädt.

Das Auftaktkonzert findet vor der altehrwürdigen Kulisse der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden statt. Hier bringen am 23. Juni Solisten der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ergänzt um Violinistin Tanja Becker-Bender und Pianist Matthias Kirschnereit das Dvorák- sowie das Schubert-Oktett zu Gehör. Stürmisch und klangvoll geht es bei den jungen, aufstrebenden Gipfelstürmern zu, die zahlreich bei den Langen Nächten in Aurich vertreten sind, aber auch sonst immer wieder das Programm durchziehen. Mit Blick auf den Jadebusen kann den Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbs, dem qunst.quintett im Alten Kurhaus in Dangast gelauscht werden. Für seine besondere Sogwirkung ist auch das 120-köpfige Junge Philharmonische Orchester Niedersachsen (JPON) bekannt. Es gastiert am 13. August auf dem Polderhof – Friesenpferdegestüt Brümmer in Bunderhee.

Neben aufstrebenden Talenten bereichern Weltklassekünstler die Gezeitenkonzerte. So wird beispielsweise die lebende Klavierlegende Grigory Sokolov im Theater an der Blinke in Leer zu erleben sein. Erstmalig bei den Gezeitenkonzerten zu hören sind die fantastische junge Pianistin Alice Sara Ott in Reepsholt, sowie der norwegische Pianist Leif Ove Andsnes, der zusammen mit dem Violinisten Christian Tetzlaff, dem Gezeiten-Publikum wohl bekannt, in Emden gastiert.

Für frischen Wind sorgt die Klarinettistin Sabine Meyer zusammen mit dem Alliage Quintett in Münkeboe, ebenso wie die Klarinettistin Nicola Jürgensen mit dem Klenke Quartett im Gut Horn Gristede und das zwölfköpfige Bläserensemble 10forBrass Open-Air in Wiesmoor. Spanische und deutsche Klänge bringen die katalanische Sängerin Nuria Rial und Gitarrist Heiko Ossig in den hübschen Fischerort Ditzum. Ebenfalls spanisch daher kommt das Programm „Ich brenne für das Leben“ im Heimathaus Aschendorf mit Texten von Federico García Lorca, kurzweilig vorgetragen vom bekannten Schauspieler Stefan Kurt, musikalisch ergänzt durch Violinist Ulf Schneider und Pianist Stephan Imorde.

Erfahrungsgemäß stürmisch geht es bei den Gezeiten-Classixx zu, wenn das Noord Nederlands Orkest zusammen mit der ausdrucksstarken Sängerin Fay Claassen ein populäres Programm aus Werken der Klassik, garniert mit Filmmusik, auf die Bühne im Volkswagen Werk Emden bringt.

Auf einen Hauch Norwegen dürfen sich Jazz-Liebhaber freuen, wenn Ausnahme-Trompeter und Multiinstrumentalist Mathias Eick mit seinem Quintett im Emder van-Ameren-Bad wunderschöne Klangwelten freisetzt. Weltmusik zwischen östlichen und westlichen Winden weht mit dem umfangreichen Instrumentarium von Quadro Nuevo durchs Energie-, Bildungs- und Erlebniszentrum (EEZ) in Aurich.

Gleich fünf Orchesterkonzerte bereichern in diesem Jahr das Kammermusikfestival in Ostfriesland. Mit dem Auftritt der Deutschen Kammerakademie Neuss unter der Leitung von Frank Beermann zusammen mit Fagottistin Rie Koyama und Matthias Kirschnereit in Emden sei nur ein Beispiel genannt.

Das Reformationsjubiläum wird mit zwei speziellen Gezeitenkonzerten gewürdigt, mit dem Knabenchor Hannover in der Ludgerikirche Norden sowie Concerto Foscari in dem schönen Ort Neustadtgödens, in dem es gleich fünf Gotteshäuser gibt, von denen zumindest drei bespielt werden. Auch die kulturtouristischen Streifzüge greifen das Thema bei Stadtrundgängen und Kirchenführungen wieder auf.

Für das leibliche Wohl bei den Konzerten sorgt das sturmerprobte Catering Team der AG Ems.

Auch das Titelmotiv steht 2017 eindeutig unter dem Motto „Sturm und Klang“. Es zeigt die Gipfelstürmer Raphael Paratore, Philipp Wollheim und Verena Metzger, die mit ihren Instrumentenkoffern im vergangenen Jahr bei widrigen Witterungsverhältnissen dafür ins Watt vor Dangast gestiefelt sind.

Die Schirmherrschaft für die Gezeitenkonzerte hat erneut Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil übernommen.

Karten und Informationen gibt es ab dem 27. Februar im Forum der Ostfriesischen Landschaft sowie telefonisch unter 04941 1799-67, im Internet www.ostfriesischelandschaft.de/gezeitenkonzerte sowie beim Ticketpartner www.reservix.de.

Illumina Schlosspark Lütetsburg

Der größte englische Landschaftsgarten Norddeutschlands mit seinen historischen Bauwerken und über 150 exotischen und
heimischen Baum- und Straucharten sowie das von Tido Graf zu Inn- und Knyphausen bewohnte Schloss Lütetsburg sind ein Besuchermagnet. Vom
23. September bis 3. Oktober 2016 setzt Regisseur Wolfram Lenssen den Park mit imposanten Lichtstimmungen, mystischen Sprachkollagen und
virtuosen musikalischen Akzenten während der Illumina unter dem Motto „Wasserfantasien“ kunstvoll in Szene.

Nach der Premiere im vergangenen Jahr, zu der über 10.000 Besucher kamen, lädt die Illumina Schlosspark Lütetsburg in diesem Jahr erneut zum nächtlichen Besuch des Parks unter dem Motto „Wasserfantasien“ ein. Wasser ist das Lebenselixier des Parks mit seinen Gräften, Kanälen, Teichen und Seen. Wasser wird in diesem Jahr in all seinen Erscheinungsformen thematisiert. Im Schlosspark sprudelt, spritzt und spricht das Wasser. Sei es als Strahlenbögen, romantische Spiegelungen oder spektakuläre Fontänen, die im Rhythmus von Licht und Musik tanzen. Es prasselt im exotischen Regenwald oder lässt in eine surreale Unterwasserwelt eintauchen. „Wasserfantasien“ möchte die verschiedenen Formen des Wassers sinnlich erlebbar machen. Bizarre Sirenenklänge locken in eine mystische Nebel-landschaft. Musik und Lyrik enthüllen die poetische Seele des Elements. Texte aus der Weltliteratur tauchen in den „Wasserdialogen“ in die Tiefe zum Thema – amüsant, sachlich physikalisch und nachdenklich philosophisch. Ein „Wasserzirkus“ für die Kleinen stellt große Fragen. Welche Farbe hat das Wasser? Warum weint die kleine Meerjungfrau? Ob es auf die Frage nach der Stimme des Wassers eine Antwort gibt? Es wird gerätselt, geblubbert gesungen und gerappt – und den Besuchern wird es sicherlich noch besser gefallen als im Vorfahr. Der Eintritt kostet von Montag bis Donnerstag jeweils 6 und Freitag bis Sonntag jeweils 9 Euro an der Tageskasse. Bei Online-Tickets kosten im VVK jeweils 5 und 8 Euro. Kinder bis 16 Jahre sind in Begleitung Erwachsener frei. Alle Informationen und Online-Tickets unter
www.schlosspark-luetetsburg.de.

Tage der Region auf der MEYER WERFT

Auch zwischen den Jahren öffnet die Papenburger MEYER WERFT ihr Besucherzentrum für die Bevölkerung Papenburgs und der Regionen Emsland und Ostfriesland ihre Tore. Die Bevölkerung aus der Region und Heimaturlauber sind zu spontanen Besichtigungen der neuen und imposanten Erlebniswelt im Besucherzentrum der Meyer Werft und den anspruchsvollen Kreuzfahrtschiffen eingeladen.

Vom 27. Bis 29. Dezember veranstaltet die Papenburg Marketing GmbH (PMG) bereits zum 13. Mal die „Tage der Region“. Dabei können alle interessierten Bürgerinnen, Bürger und Heimaturlauber, Groß und Klein die neuen Erlebniswelten im Besucherzentrum der MEYER WERFT zu besonders günstigen Eintrittspreisen besichtigen.

Ob der Fokus des Interesses in diesem Jahr auf den neuen Kreuzfahrtschiffen „Ovation of the Seas“ und „Genting Dream“ liegt, oder die beeindruckende Geschichte der MEYER WERFT in Bild und Ton überzeugt – die Erlebniswelt hat für jeden etwas zu bieten.

Faszination wird das neue Kreuzfahrtschiff „Ovation of the Seas“ für die Reederei Royal Caribbean International auslösen! Dieses Luxusschiff bietet vom Autoscooter und Surfsimulator bis zu der Aussichtsgondel „North Star“, die 90 Meter über das Schiff hinausragt, zahlreiche spannende Attraktionen an Bord. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt! Im großen beheizten Zelt, in der Nähe des neuen Besucherturmes können sich die Gäste wie immer bei wärmenden Getränken sowie Mittagessen und Kuchen stärken. Hier befindet sich auch ein kleiner Shop mit maritimen Souvenirs, sowie die Kasse, an der die reservierten Karten abgeholt werden können.

Ausgangspunkt aller Führungen auf der MEYER WERFT, zu denen sich die Gäste telefonisch oder im Internet bei der PMG voranmelden sollten, ist das „Tor 2“. Die Gäste werden gebeten der Ausschilderung vor Ort zu folgen. Von hier aus starten – soweit genügend Anmeldungen vorliegen – alle 20 Minuten die Besichtigungstouren. Kostenlose Parkmöglichkeiten an der Werft sind entsprechend ausgeschildert. Nach der Führung auf der MEYER WERFT lädt der „Papenburger Zeitspeicher“ ein: Mit dem Stadtgründer „Dietrich von Velen“ geht es virtuell auf eine Zeitreise durch die Entstehungsgeschichte der Stadt.

Weitere Informationen und Ticketbestellungen unter 04961 83960 und www.papenburg-marketing.de

Kunstbühne: 2500 Jahre alte Tragödie „Antigone“

Schuld, Hass und Liebe blockieren Friedensprozess – im Großen wie im Kleinen Landesbühne inszeniert 2500 Jahre alte Tragödie „Antigone“ im Hier und Jetzt.

Wie sagt man so schön? Politik beginnt im Kleinen.Und so ist ANTIGONE eine Familientragödie und ein Stück über Krieg und Frieden gleichermaßen. Am Sonnabend, 21. November, 20 Uhr, feiert die Landesbühne mit der 2.500 Jahre alten Tragödie des Sophokles im Stadttheater Wilhelmshaven Premiere.

Antigones Brüder, Eteokles und Polyneikes, fallen im Krieg um die Macht in Theben. Damit Ruhe einkehrt, verfügt ihr Onkel Kreon, der neue König, dass nur Eteokles beerdigt werden soll. Polyneikes, der Angreifer, soll auf dem Schlachtfeld liegenbleiben. Ein Verstoß gegen die göttlichen, die ewigen Gesetze, meint Antigone, widersetzt sich dem Willen Kreons und beerdigt ihren toten Bruder. Sie kann nicht anders. Sie fühlt sich Polyneikes verpflichtet.

Das Stück ist heute so aktuell wie vor 2500 Jahren, weil es zeigt, dass sich verletzte Gefühle, Liebe, Hass, Schuld und Gewalt über Generationen weiter tragen. Es weckt im Zuschauer Assoziationen zu scheinbar nie enden wollenden Konfl ikten, wie wir sie täglich in den Nachrichten sehen – etwa zwischen Türken und Kurden, im Nahen Osten, Afghanistan, Irak oder in der Ukraine.

„Man kann es politisch lesen, muss es aber nicht“, sagt Landesbühnen-Oberspielleiterin Eva Lange. Der Tisch, der das Bühnenbild prägt, ist Familien-, Verhandlungs- und Opfertisch zugleich. „Wer prägt unseren Glauben, unsere Überzeugungen? Woher nehmen wir unseren Mut? Und wofür sind wir bereit, bis zum Äußersten zu gehen?“, fragt die Regisseurin.
Immerhin ist Kreon Antigones Onkel. Er hat sie nach dem Tod der Eltern erzogen. Und dennoch folgen sie unterschiedlichen Gesetzen.
Nach dem Tod der beiden Brüder sind Antigone und ihre Schwester Ismene die letzten Hinterbliebenen der Familie des alten Königs Ödipus. „Am Totenbett werden andere Gespräche geführt“, ist die Regisseurin überzeugt.
Darf man überhaupt einem Toten die letzte Ruhe verweigern, wie Kreon es befiehlt? Zu welchen Opfern sind wir bereit, um Frieden zu erreichen?

In der Inszenierung der Landesbühne geht es um Tod und die letzte Ehre und um die Familie als Keimzelle unserer heftigsten Gefühle von tiefer Liebe bis zu kaltem Hass.

Termine im Stadttheater Wilhelmshaven:
Sa, 28.11.2015 / 20.00 Uhr
So, 06.12.2015 / 15.30 Uhr
Mi, 16.12.2015 / 20.00 Uhr
Di, 22.12.2015 / 20.00 Uhr
Di, 26.01.2016 / 20.00 Uhr

Termine im Spielgebiet:
Mo, 23.11.2015 / 20.00 Uhr / Vechta, Metropoltheater
Mi, 25.11.2015 / 20.00 Uhr / Emden, Neues Theater
Mo, 30.11.2015 / 20.00 Uhr / Hameln, Theater
Fr, 04.12.2015 / 19.30 Uhr / Norderney, Kurtheater
Di, 08.12.2015 / 19.30 Uhr / Leer, Theater an der Blinke
Mi, 09.12.2015 / 19.30 Uhr / Aurich, Stadthalle
Do, 10.12.2015 / 20.00 Uhr / Wittmund, Aula Brandenburger Straße
Fr, 11.12.2015 / 20.00 Uhr / Jever, Theater am Dannhalm
Di, 15.12.2015 / 19.30 Uhr / Papenburg, Stadthalle
Do, 17.12.2015 / 20.00 Uhr / Norden, Oberschule Norden

9. Ostfriesische Krimitage

Mit einem eindrucksvollen Programm wurden die 9. Ostfriesischen Krimitage am Freitag, 6. November, im Leeraner Kulturspeicher eröffnet. Die Thriller-Autoren Lukas Erler und Arno Strobel lasen Hochkarätiges, Pianist Thomas „Boogieman“ Strobel spielte und sang Fetziges und Einfühlsames. 70 Zuschauer fühlten sich bestens angeregt und unterhalten.

Gastgeber und Initiator Peter Gerdes, Autor aus Leer, wurde zur Begrüßung deutlich, als er das Event Krimitage in eine aktuelle gesellschaftliche Realität einordnete, in der Gewalt zunimmt und Brutalität ansteigt: „Erst in Worten, dann in Taten. Beschimpfungen und Drohungen gibt es längst nicht mehr nur bei Pegida und längst nicht nur in Dresden.“

Gerdes weiter: „Auch bei uns quillt etwas hervor, das durch Verdrängung nicht zu beseitigen war und ist, nicht nur an den Rändern der Gesellschaft, sondern auch in deren Mitte.“ Als Beispiel nannte er Einträge auf der Homepage der AWG: „,Hängt Merkel und Gabriel im Heseler Wald an den Füßen auf!‘, stand dort kürzlich. Prompt folgte der Gegenvorschlag: ,Warum nicht gleich richtig herum?‘ Auch das sind ostfriesische Verhältnisse. Denen müssen wir uns stellen!“

Gerdes‘ Fazit: „Genau in diesen Zeiten machen wir Krimitage. Nicht, um Gewalt und Verbrechen zu verherrlichen, sondern um sie zu problematisieren, ihren Motiven und Ursachen literarisch auf den Grund zu gehen. Nicht, um Voyeuren etwas fürs kranke Kopfkino zu geben, sondern um auf gefährliche Tendenzen und Missstände hinzuweisen, um den Finger in die Wunde zu legen. Darum. Und natürlich auch, um unseren gepflegten Spaß an der guten Literatur zu haben und an der guten Musik. Denn das ist das genaue Gegenteil dieser schimmeligen Dumpfköpfigkeit.“

Lukas Erler trug aus seinem Roman „Brennendes Wasser“ vor, der die Gasförderung durch „Fracking“ und die dadurch verursachten Schäden an Umwelt und Gesundheit problematisiert. Erlers jugendliche Helden geraten ins Visier eines Auftragskillers, nachdem sie diese Auswirkung zufällig auf Video aufgenommen haben. Derweil schreitet ein Farmerssohn in den USA zur persönlichen Revanche an den Verursachern, nachdem sein Vater ums Leben gekommen ist. Die Zuhörer im Speicher lauschten gebannt.

Im zweiten Teil las Arno Strobel aus seinem neuen Thriller „Das Dorf“, in dem der Protagonist in einem abgelegenen Nest in Mecklenburg-Vorpommern die Fänge einer ebenso geheimnisvollen wie brutalen Gemeinschaft gerät, ohne die Möglichkeit, zu fliehen oder Hilfe zu holen. Beklemmende Gänsehaut-Spannung war mit den Händen zu greifen. Strobel jedoch, der eine lebendige Bühnenshow bot, lockerte die Stimmung am Ende mit einem bissigen Weihnachtsgedicht und einer bösen Kurzgeschichte wieder auf.

Wie begeistert das Publikum war, zeigte auch der Andrang am umlagerten Büchertisch. Beide Autoren erfüllten zahlreiche Signierwünsche.

Das weitere Programm der Krimitage steht unter www.krimitage.de oder unter www.leda-verlag.de

„Shamrock-Klaver-Band“ sorgt im „Tatort Taraxacum“ für Stimmung

Wenn die Shamrock-Klaver-Band im „Tatort Taraxacum“ spielt, dann sorgt sie jedes Mal für beste Stimmung. Am Freitag, 25. September (20 Uhr), lädt die Band erneut zu einer musikalischen Reise durch Irland ein. Dabei verwandelt sie die Krimi-Buchhandlung in der Rathausstraße 23 in Leer für einen Abend in einen typischen irischen Pub.

Die Shamrock-Klaver-Band ist seit nunmehr vierzehn Jahren auf den Bühnen Norddeutschlands unterwegs. Sie hat bereits zwei CDs produziert, war mehrfach im Radio zu hören, hat an einer Fernsehproduktion mitgewirkt und bereichert mit ihrer Musik die DVD über die Boßel-Europameisterschaft 2008 in Irland.

Mit gefühlvollen Balladen und langsamen, schwungvollen oder auch derben Liedern versetzt die Band ihre Zuhörer auf die zauberhafte grüne Insel. Da gibt es Lieder über die Geschichte, über die schöne Landschaft, über Schicksale der Menschen. Auch die typischen Sauf- und Rauflieder kommen selbstverständlich nicht zu kurz.

Irische Tin-Whistles verbreiten das Flair der grünen Insel, Bodhrans sorgen für den nötigen Drive, Gitarren werden mal lyrisch gezupft, mal kräftig geschlagen. Auch die Löffel und das Ei werden vorgestellt. Ergänzt wird alles durch den Gesang: mal solo, mal dreistimmiger Satzgesang, drei unterschiedliche, nuancenreiche Stimmen.

Karten gibt es für 12 Euro in der Krimi-Buchhandlung Tatort Taraxacum, unter Telefon 0491 / 912 262 86 oder per E-Mail unter buchhandlung@tatort-taraxacum.de

Shantybilly-Konzert am 12. Juni in Leer

Ein außergewöhnliches Konzert steht im „Tatort Taraxacum“ bevor: „The Sailin‘ Bahlikolaf“ treten auf der Bühne im Leeraner Krimibuchladen auf. Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 12. Juni, um 20 Uhr.

Der einzigartige Musikstil der Gruppe nennt sich „Shantybilly“, und die Texte stammen zum Teil aus der Feder des niederdeutschen Lyrikers Oswald Andrae. In ihren Songs und Geschichten nehmen „The Sailin´ Bahlikolaf“ ihre Zuhörer mit auf die Wellen des Atlantischen Ozeans. Sie verzaubern mit eigenen Andrae-Vertonungen und machen ordentlich Dampf mit ihrem ureigenen Stil.

Der Drummer Bahli Bahlmann, der Sänger und Gitarrist Iko Andrae, ein Sohn von Oswald Andrae, und der Bassist Olaf Liebert standen schon in verschiedenen Formationen auf der Bühne, so mit der „Reise in einem Cocktailshaker“ und zuletzt in der Band von Helmut Debus.

Was die Fans handgemachter Livemusik im Tatort Taraxacum erwartet, ist die Essenz aus Rockabilly und Folk, Shanty-Anleihen, neuer Singer-Songwriter-Musik und erdigem Blues. Das alles serviert mit gesalzenen Ukulele-Klängen und vielem mehr – was einem auf langen Seereisen eben so in die Hand und in den Kopf kommt. The Sailin´ Bahlikolaf sind erfrischend anders als die Mehrzahl dessen, was täglich aus dem Radio quillt.

Der Eintritt kostet 12,- Euro. Karten gibt es in der Krimibuchhandlung Tatort Taraxacum, Rathausstraße 23 in Leer, unter Tel. 0491 / 912 262 86 oder unter buchhandlung@tatort-taraxacum.de

Tatort Taraxacum: Dinner-Lesung mit Peter Gerdes am 14. Februar

Wegen der großen Nachfrage hat das „Tatort Taraxacum“ in Leer sein Angebot an Dinner-Lesungen erweitert. Neu im Programm ist auch das „Mörderische Menü“ am Valentinstag (Sonnabend, 14. Februar). Passend zum „Tag der Verliebten“ geht es dabei nicht nur spannend, sondern auch ein wenig romantisch zu.

Peter Gerdes, Krimiautor aus Leer, stellt zu diesem Anlass u.a. seinen brandneuen Text „Wenn die Gondeln Schätze tragen“ vor, in dem ein verliebter Venezianer die Hauptrolle spielt. Der schüchterne Fabio ist verzweifelt; wie nur soll er die ambitionierte Flaviana für sich gewinnen? Onkel Francesco gibt ihm den entscheidenden Tipp. Der aber führt den grundehrlichen Fabio unweigerlich auf Abwege …
Gerdes liest seine Texte zwischen den drei Gängen des Menüs, die – neben dem obligatorischen „Gruß aus der Küche“ – vom Restaurant-Team des „Tatort Taraxacum“ zubereitet und kredenzt werden. Anschließend steht der Autor für Fragen und Signaturen zur Verfügung.

Karten zum Preis von 33,- Euro (incl. Lesung und Drei-Gang-Menü) gibt es in der Krimibuchhandlung „Tatort Taraxacum“ in Leer, Rathausstraße 23, unter Tel. 0491 /912 262 86 oder unter buchhandlung@tatort-taraxacum.de