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Archiv der Kategorie Norden Ostfriesland

Ludgeri-Kirche in Norden

Die heute größte mittelalterliche Kirche Ostfrieslands - Ludgeri-Kirche - steht im Zentrum des Norder Marktplatzes. Der älteste Teil dieser Kirche ist das niedrigere Langhaus, das - höchstwahrscheinlich als Nachfolgerin einer Holzkirche - im frühen 13. Jahrhundert als romanische Einraumkirche erbaut wurde. Diese schloß im Osten mit einer halbrunden Apsis (Altarraum) ab und hatte zwei Eingänge an der Nord- und Südseite, kleine Rundbogenfenster und eine flache Holzbalkendecke.

Geweiht war sie dem heiligen Ludger, dem in Westfriesland geborenen Apostel der Friesen und ersten Bischof von Münster (gestorben 809). Die Kirche hatte den Rang einer Sendkirche für das Norderland, d.h. in ihr wurde in kirchlichen, aber auch in weltlichen Angelegenheiten Recht gesprochen.

Fahrten mit der Museumseisenbahn Küstenbahn Ostfriesland von Norden nach Dornum

Die Strecke der Museumseisenbahn Küstenbahn Ostfriesland
ist das westliche Teilstück der ehemaligen Bahnlinie „Emden - Norden- Jever- Wilhelmshaven“ und liegt auf der ostfriesischen Halbinsel im äußersten Nordwesten der Bundesrepublik Deutschland.

Es erwartet Sie eine 17 km lange beschauliche Fahrt durch eine abwechslungsreiche Landschaft: Im Bummelzugtempo geht es aus dem Norder Bahnhof heraus entlang des südöstlichen Stadtrandes. Der mitten im Lütetsburger Nordholz gelegene Haltepunkt Lütetsburg ist die erste Zwischenstation. Von hier ist es nur ein kurzer Fußweg bis zum Lütetsburger Schloßpark. Nur einige Bahnkilometer weiter ist man im historischen Marktflecken Hage, von wo es nach einem kurzen Zwischenhalt durch den Berumer Wald hinaus in die weite Marschenlandschaft geht. Nach dem Halt am Haltepunkt Westerende ist dann einige Kilometer weiter die alte „Herrlichkeit“ Dornum erreicht.

Der Verein Museumseisenbahn Küstenbahn Ostfriesland e.V. betreibt die Museumsbahn auf ausschließlich ehrenamtlicher Basis. Eisenbahnverkehrsunternehmer (EVU) und Eisenbahninfrastrukturunternehmer (EIU) im eisenbahnrechtlichen Sinne ist die Gemeinde Dornum, ohne selbst dabei aktiv in Erscheinung zu treten. Mit der Betriebsführung ist der MKO e.V. beauftragt. Eigentümer der 17 km langen Strecke sind die Anliegergemeinden, von denen die MKO e.V. die Bahnanlagen zur Durchführung des Betriebes gepachtet hat.

Neben der Organisation und Durchführung des Eisenbahnbetriebes warten die Mitglieder den Fuhrpark, restaurieren weitere Fahrzeuge für einen späteren Einsatz und bauen die eisenbahntechnische Sammlung des Museums weiter aus. Der Verein ist auch für die Instandhaltung der Gleisanlagen, sämtlicher dazugehörigen technischen Einrichtungen und die angemieteten Baulichkeiten, also der so genannten Infrastruktur verantwortlich.

Mehr Infos bei Museumseisenbahn Küstenbahn Ostfriesland e.V.

Kleine Teekunde vom Teemuseum Norden

Schwarzer und grüner Tee wurden ursprünglich von der chinesischen oder der indischen Teepflanze gewonnen, heute ausschließlich aus Kreuzungen beider Grundsorten. Der Teestrauch kann je nach Sorte zwei bis zwanzig Meter hoch werden, in den Teegärten wird er aber für die handlichere Ernte stets auf ca. 1,20 m Höhe gehalten. Geerntet wird von den jungen Trieben jeweils die Spitze, die aus der Blattknospe und den beiden darunter befindlichen noch hellgrünen Blättern besteht. Die Blätter werden noch auf der Plantage weiterverarbeitet: Die Blätter müssen anwelken und werden dann sanft zerstoßen, rollen nennt das der Fachmann. Dabei wird die Blattstruktur aufgebrochen, die blatteigenen Enzyme verbinden sich mit dem Sauerstoff der Luft und es setzt ein Oxydationsprozeß ein. Bei dieser sogenannten Fermentation entstehen die Aromen, die später den Geschmack des Tassenaufgusses beeinflussen. Nach wenigen Stunden wird die Fermentation durch Hitzezufuhr abgebrochen, der Tee wird ein letztes Mal getrocknet und ist nun fertig zum Versand. Die Blätter, die grünen Tee ergeben sollen, werden sofort stark erhitzt und anschließend gerollt und getrocknet. So unterbleibt der Vorgang der Fermentation, der die Blätter schwarz einfärben würde. Der zerkleinerte und getrocknete Tee wird nun noch nach Blattgröße sortiert, verpackt und auf Teeauktionen verkauft. Im Bestimmungsland wird der Tee je nach Landesgeschmack noch aromatisiert oder es werden unterschiedliche Sorten zusammengemischt. Hierbei haben sich inzwischen lange Traditionen herausgebildet, die fest in den jeweiligen Teetrinkerregionen verwurzelt sind. Die Zusammenstellung von Tees unterschiedlicher Anbaugebiete zu einer ganz eigenen Geschmacksrichtung richtet sich heute nach den Vorlieben der Verbraucher. Dabei ist das Mischen eine Kunst für sich: Tee ist niemals gleich Tee und je nach Witterungseinfluß wird die Ernte vom gleichen Teestrauch jedes Jahr anders ausfallen. Damit der Teegenießer einen immer gleichen Geschmack in seiner Tasse vorfindet, muß ein hoher Aufwand betrieben werden: Aus vielen ähnlich schmeckenden Sorten muß ein Teetester jedes Jahr nach der neuen Ernte den für die Mischung typischen Geschmack neu zusammenstellen, eine Arbeit, die langjährige Erfahrung und höchste Konzentration erfordert. Ein angenehmer Nebeneffekt des Teemischens ist dabei, daß eine stets gleich bleibend hohe Qualität der verwendeten Teesorten garantiert ist. Guter Tee ist die Grundlage jeder Teekultur, die sich in Europa seit dem frühen 18. Jahrhundert herausgebildet hat. Bei einem Gang durch das Museum werden Sie ihre ganze Vielfalt kennenlernen.

Text: Teemuseum Norden

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