Die Nordsee bietet hervorragende Segel-, Wind- und Kitesurf-Reviere

Segelsportler, Wind- und Kitesurfer finden an der niedersächsischen Nordseeküste und auf den Ostfriesischen Inseln abwechslungsreiche Reviere für Einsteiger und Profis. Der Wassersport im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer unterliegt besonderen Anforderungen an die Sportler. Wind und Wellen sorgen jedoch für unvergessliche Erlebnisse.

Windsurfen: Im Rausch der Geschwindigkeit
Seit dem 15. August organisiert der örtliche Windsurfing-Club-Wesermünde e.V. die 5. Wurster Speedmeile. Jeder Windsufer mit zugelassenem GPS-Gerät kann seine Geschwindigkeit in den Surfrevieren vor Dorum und Wremen messen und unter www.GPS-Speedsurfing.com einstellen. Die Seite bietet auch eine Aufstellung der aktuellen TOP-10-Geschwindigkeiten. Wer sich traut, kann sich noch bis 31. Juli 2014 anmelden, um seinen ganz eigenen Rekord auf der Wurster Speedmeile aufzustellen.

Der Januskopf am Norderneyer Nordstrand zählt zu den bekanntesten Surfrevieren der Nordsee. Seit fast drei Jahrzehnten trifft sich hier, was in der Windsurf-Szene Rang und Namen hat: Alljährlich zu Pfingsten wird am Nordstrand der Deutsche Windsurf-Cup ausgetragen. Ein Heimspiel für den Windsurf-Profil Bernd Flessner, denn der mehrmalige Deutsche Meister wurde auf Norderney geboren.

Kitesurfen: Drachensport im Nationalpark
Die niedersächsische Nordseeküste und die Ostfriesischen Inseln befinden sich am bzw. im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. In dieser geschützten Naturlandschaft unterliegen Drachensportarten besonderen Regeln. Kitesurfer sollten sich im Vorfeld unbedingt über die ausgewiesenen Kitespots informieren. Auf der Internetseite der Nationalparkverwaltung steht ein allgemeines Informationsblatt zum Herunterladen bereit.

Der Kitespot am Badestrand von Baltrum ist seit Jahren ein beliebtes Ziel. Bei Niedrigwasser finden die Kitesurfer ruhige Flachwasserzonen, gut geeignet für Anfänger. Bei Hochwasser bietet sich den Profis eine Brandungszone, die keine Wünsche offen lässt. Kite-Kurse sowie die Möglichkeit Material auszuleihen bietet beispielsweise die VDWS Kite- und Surfschule direkt am Badestrand. Absolutes Highlight in der Drachenreiter-Szene: der 6. Aloha KiteCup vom 12. bis 15. September – für alle Könnerklassen.

In Cuxhaven finden sich gute Spots für fortgeschrittene Kitesurfer. An speziell dafür vorgesehenen und vom Badebetrieb abgegrenzten Strandabschnitten in Sahlenburg und im Bereich der Kugelbake kann der sportliche Höhenflug gestartet werden.
Neu auf Norderney: Von April bis Oktober darf auf der Seeseite zwischen den Strandaufgängen „Nordbad“ und „Weiße Düne“ gekitet werden. Bereits seit dem vergangenen Jahr hat der Küstenort Dornumersiel eine neue Kitesurf-Zone – ebenfalls für die Zeit von April bis Oktober. Der Kitespot ist 80 Hektar groß und mit Bojen gut sichtbar gekennzeichnet.

Auch am Strand wird der frische Wind zum treuen Sportskameraden
Die Insel Borkum bietet einen der schönsten Kitebuggy-Plätze in Deutschland. Getrieben von Naturkräften sausen die Buggys mit ihren bunten Drachen über den Strand. Der Sand knirscht unter den Rädern und der Wind zieht an den Leinen. Wenn dann noch der Rausch der Geschwindigkeit dazu kommt, ist man den Reizen des Kitebuggy-Sports endgültig erlegen. Wer es selbst ausprobieren möchte, kann alle wichtigen Informationen unter www.windsurfing-borkum.de einsehen.
Und noch ein besonderer Tipp: Vom 10. bis 14. September 2013 findet die European Kitebuggy Championship 2013 auf Borkum statt.

Wer auf der Nordsee segeln kann, …
… kann auf der ganzen Welt segeln“, so lautet eine bekannte Redewendung unter Skippern. Die kleinen Häfen der Küstenorte und Inseln sind ideale Ausgangspunkte für Segeltörns in die Deutsche Bucht. Das Revier gilt als anspruchsvoll und einzigartig. Wer die notwenigen Segelkenntnisse ganz in Ruhe erlangen möchte, ist auf dem wangerländer Hooksmeer, einem tideunabhängigen Binnenmeer, gut aufgehoben. Die dort ansässige „Nordsee Segelschule“ bietet Kurse und Abschlussprüfungen für alle gängigen Segelscheine an. Die idyllisch gelegene Marina im Hooksmeer bietet Gästen bis zu 400 Liegeplätze für alle gängigen Schiffsgrößen.

Segeltörns und Kurse bietet auch die Segelschule „Wilhelmshaven maritim“ in der Stadt am Jadebusen an. Wer mal „Seeluft schnuppern“ möchte, findet bei der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH das passende Angebot: einen zweistündigen Segeltörn in den Sonnenuntergang inkl. Abendessen im Restaurant „Seglerheim“.

Und wenn der Wind mal Pause macht, …
… dann bietet sich das Stand-Up Paddling an. Auch dafür werden an der niedersächsischen Nordsee Kurse angeboten. Für große Gruppen eignet sich beispielsweise das Angebot des DJH-Resorts in Neuharlingersiel. Die professionelle Einweisung über 1,5 Stunden direkt auf dem Gelände des DJH-Resorts kostet 29 Euro pro Person. Übernachtungsmöglichkeiten und Materialverleih können nach Wunsch hinzugebucht werden. Alle notwendigen Informationen gibt es auf www.djh-resort.de

Barrierefrei reisen: Grenzenloses Urlaubsgefühl an der niedersächsischen Nordsee

Sieben Inseln, 15 Küstenorte und ein umfassendes Angebot für jedermann: Die niedersächsische Nordsee versteht sich als Urlaubsregion für alle Gäste − ob mit oder ohne Handicap. Die barrierefreien und zum Teil speziell ausgebauten Maßnahmen reichen von der Anreise über die Unterkunft bis hin zu den Veranstaltungsangeboten. Mobilitätseingeschränkte Urlauber können hier einen unbeschwerten Aufenthalt genießen.

Endlich angekommen…
Die Anreise zum Urlaubsort ist für Menschen mit Handicap oftmals eine Herausforderung. An der niedersächsischen Nordsee ist der Reiseweg behindertenfreundlich ausgelegt. So startet ein Inselurlaub auf Borkum mit einer entspannten Fährüberfahrt mit der Reederei AG „EMS“: Ebenerdig gelegene Einrichtungen, stufenlose Gangways und der Gepäckservice der Reederei erleichtern den Urlaubsstart.

… und dann Koffer auspacken
Die barrierefreien Beherbergungsbetriebe bieten Reisenden mit Handicap unbeschwerte Zugänge und einen behindertengerechten Service. Unmittelbare Natur erleben Urlauber auf dem Strand- und Familiencampingplatz im Nordseeheilbad Bensersiel. Die Stellplätze des Vier-Sterne-Platzes liegen teilweise direkt am Wasser und bieten mit den nahegelegenen Sanitärgebäuden einen optimalen Zugang für Mobilitätseingeschränkte. Wer nicht auf Luxus verzichten möchte, quartiert sich in das komfortable Vier-Sterne-Hotel COLUMBIA in Wilhelmshaven ein. Die speziell auf Rollstuhlfahrer ausgerichteten Zimmer mit Ausblick auf den Banter See sind ganz auf die Bedürfnisse gehandicapter Gäste angepasst. Die Einrichtung der Badezimmer ist barrierefrei angelegt und kann bequem auf individuelle Wünsche angepasst werden. Eine Verbindungstür zum nebengelegenen Zimmer bietet sich ideal für Begleitpersonen an.

… und das breite Freizeitangebot nutzen
Zahlreiche Kulturangebote finden in barrierefreien Veranstaltungsherbergen statt: Zahlreiche Museen in Cuxhaven, die Kulturinsel auf Borkum und das Deutsche Luftschiff- und Marinefliegermuseum „Aeronauticum“ in Nordholz sind nur einige Beispiele für rücksichtsvoll aufgebaute und leicht zugängliche Lokalitäten. Letzteres bietet zudem ein Audio-Guide-System, um auch Hörgeschädigten Museumsführungen anzubieten. Erholungssuchende sind in den modernen Thermen genau richtig: Im Freizeitbad „Gezeitenland“ auf Borkum sind Sauna- und Wellnessdeck problemlos über Rampen erreichbar.Die Nordseetherme Bensersiel verfügt über einen mobilen Lift, mit dem Rollstuhlfahrer in jedes Becken gelangen.

… und jetzt ab zum Strand
Der einmalige Ausblick auf das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer befreit und verleiht neue Kraft für den Alltag − mit den „Wattmobilen“ ist dies auch für gehbehinderte Urlauber möglich. Diese speziellen Wagen mit drei breiten Rädern ermöglichen denjenigen, die nicht so gut zu Fuß sind, das Watt zu erkunden. Schlickige Erkundungswanderungen sind so etwa an der Wurster Nordseeküste, in Butjadingen und im Wangerland kein Problem mehr. Ein niedrig angebrachter Sitz ermöglicht mit den Händen den Wattboden zu berühren und Muscheln zu sammeln. Während die „Wattmobile“ geschoben werden, gibt es auf Spiekeroog die „Inselmobis“ mit Elektroantrieb. Bis zu drei Personen gelangen auf der autofreien Insel von A nach B. Auf Norderney wird Rollstuhlfahrern Abwechslung pur geboten: Das Baden im Meer stellt mit dem kostenfreien „Ballonrollstuhl“ kein Problem mehr dar, denn das Mobil kann direkt vom Strand ins Wasser gefahren werden. Noch mehr Mobilität erlaubt das „cad.weazle“: Das aufladbare Gefährt speist seine Energie durch eine Batterie, die an ein Solarsonnendach gekoppelt ist, und bietet gleichzeitig Schutz vor Sonne und Regen.

… und genau informiert sein
Für eine gezielte Reiseplanung bietet die Datenbank unter www.barrierefreie-nordsee.de einen guten Überblick. Die Eingruppierung unter verschiedenen Kriterien hilft Gästen, die für unterschiedliche Behinderungsarten relevanten Informationen zu Anreise, Unterkunft, Gastronomie oder Kultur zu filtern. Zudem stellen viele Orte Flyer und Broschüren online zum Download bereit, in denen Hinweise und Tipps rund um einen barrierefreien Urlaub zusammengetragen sind.

„Unser Wunsch ist es, den Urlaub in unserer Region für jeden angenehm und hürdenlos zu gestalten“, erklärt Oliver Melchert, Pressesprecher der Nordsee GmbH. „Mit den barrierefreien Einrichtungen und Angeboten an Niedersachsens Nordsee ermöglichen wir eine nahezu uneingeschränkte Zugänglichkeit.“

Maritime Veranstaltungen an Niedersachsens Nordsee

Fangfrische Krabben vom Kutter zum Selbstpulen und Genießen, traditionelle Musik zum Lauschen und Schunkeln oder sportliche Aktivitäten zum Mitmachen und Mitfiebern − die niedersächsische Nordsee präsentiert ihre Veranstaltungs-Highlights für den Sommer 2013. Ob Regatten, Musik-Festivals oder Strandfeste für Groß und Klein: Mit bunten Rahmenprogrammen rund um alles Maritime haben sich die sieben Inseln und 15 Küstenorte etwas Besonderes für ihre Gäste ausgedacht.

Sport im Watt − ob Segelboot, Krabbenkutter oder Schlickschlitten

Außergewöhnliche Veranstaltungen finden sich rund um das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer immer wieder − aber das Schlickschlittenrennen am 18. August ist ein besonderer Höhepunkt. Die „größte Schlammschlacht“ im Uplewarder Watt ist in der Sport-Szene bereits Kult und zieht jedes Jahr tausende Besucher an. Mit Schnelligkeit, farbenprächtigen Kostümen und − neu in diesem Jahr − ausgefallenen, selbst gebastelten Schlickschlitten kann der begehrte Schlickschlittenpokal ergattert werden. Wer lieber vom trockenen Boden aus zuschaut, fiebert bei der Borkum-Helgoland-Regatta mit. Vom 6. bis 8. Juni suchen deutsche und niederländische Segler die sportliche Herausforderung. Bereits zum zwölften Mal erleben interessierte Besucher den JadeWeserPort-CUP in Wilhelmshaven vom 16. bis 18. August. Die Regatta der Traditionssegler lockt mit einem großen Schlemmermarkt am Bontekai, maritimen Accessoires für zu Hause, Hafenrundfahrten und vielem mehr, bevor das Fest um 20 Uhr mit einem eindrucksvollen Feuerwerk und musikalischer Unterstützung feierlich endet.

Genüssliche Feste − für Gaumen, Augen und Ohren

Mit einer Vielzahl von maritimen Events lädt die niedersächsische Nordsee ihre Urlauber ein, die Region mit all ihren Facetten kennenzulernen − von Kulinarik über Hafenfeste bis hin zu Musik-Festivals. Am 18. und 19. Mai essen sich Fischliebhaber beim traditionellen Cuxhavener Fischerfest an den Schätzen aus Neptuns Reich satt. Das bunte Treiben bietet ein riesiges Büfett mit zahlreichen Meeresspezialitäten und musikalische Umrahmung zum Schunkeln. Bei der ersten Krabbenwoche in Greetsiel tischen viele gastronomische Betriebe vom 1. bis 10. August außergewöhnliche Krabbengerichte auf. Abwechslungsreiche Gaumenfreuden finden Gourmets auch auf dem 5. Dwarsloeper-Festival vom 15. bis 30. Juni. Der gemütliche kulinarische Marktplatz eröffnet das Fest der Leckerbissen. Von hausgemachten Fischgerichten bis hin zu „freilaufenden Mettwürsten“ − lokale Produzenten, Gastronomen und Köche haben sich unter dem Motto „regional und saisonal“ zusammengetan, um Köstlichkeiten aus der Region zu präsentieren. Wer schon immer mal typische Nordseekost probieren wollte, ist am 20. Juli in Wilhelmshaven auf dem größten Labskausessen der Welt genau richtig. Zum 13. Mal steht die Seemannskost im Vordergrund: Hier wird geschlemmt, was das Zeug hält. Das „Wochenende an der Jade“, das größte Stadt- und Hafenfest im Nordwesten, findet vom 4. bis 7. Juli statt. Seefahrtbegeisterte erkunden beim Open Ship deutsche und ausländische Marineeinheiten, Dampf-, Museums- und Arbeitsschiffe von innen und stechen mit Großseglern in See. Mit Open-Air-Bühnen, fantasievollen Kinderprogrammen und buntem Höhenfeuerwerk ist für jeden etwas dabei. Musikalisch wird es in Bremerhaven, wenn beim Deichspektakel vom 18. bis 20. Mai Stars der Popmusik und Klassik auftreten und Comedians das große Beach-Picknick zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Auf der Nordseeinsel Norderney feiern Topacts wie Unheilig und Nena beim Summertime@Norderney-Festival vom 14. bis 18. August in der großen Arena direkt am Meer und sorgen für ausgelassene Stimmung.

Familienabenteuer − im Watt, auf dem Wasser und in der Luft

Das Lüttje Strandfest in Esens-Bensersiel bietet viel Unterhaltung am Pfingstwochenende vom 18. bis 20. Mai: Mitmachlieder für die ganze Familie, eine lange Bastelstraße für alle Kinder und ein Kabarett-Programm für Erwachsene sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung. Auf der Nordseeinsel Spiekeroog tauchen die Kleinen in die Welt der Seeräuber ein, wenn es auf den Piratenfahrten ab dem 2. Juli wieder „Aye, aye, Kapitän“ heißt. Mit waschechter Piratenausstattung und etwas Schminke für den richtigen Look singt die Crew lustige Piratenlieder und erzählt spannende Geschichten rund um den verlorenen Schatz. Bei der 8. Spiekerooger Papierboot-Regatta treten kleine und große Matrosen am 20. August gegeneinander an. Mit selbst gebastelten Booten aus Papier, Pappe und Kleister gilt es, anspruchsvolle Parcours mit Stechpaddel zu meistern − bis zum Untergang.

„Ein Urlaub in unserer Region bedeutet Augen-, Gaumen- und Ohrenschmaus für jedermann“, erklärt Oliver Melchert, Pressesprecher der Nordsee GmbH. „Mit zahlreichen maritimen Sommerveranstaltungen dreht sich auch in diesem Jahr wieder alles um Niedersachsens Nordsee.“