Nordsee bereit für Karnevalsmuffel

Raus aus dem Konfetti-Regen und rein in ein unbeschwertes Naturerlebnis: Die niedersächsische Nordseeküste rüstet sich in diesen Tagen wieder für zahllose Karnevalsmuffel aus den Hochburgen an Rhein, Main und Neckar. Denn die Auszeit vom jecken Trubel lockt seit Jahren immer mehr Naturliebhaber und Ruhesuchende an Ostfrieslands Deiche und Strände. Im Nordseeheilbad Norden-Norddeich haben Einheimische dazu ein Pappnasen-freies Veranstaltungsprogramm auf die Beine gestellt.

Bereits zum vierten Mal bietet der ostfriesische Küstenort damit eine originelle Alternative zu Polonaise und unliebsamer Katerstimmung. Schließlich liegt die Auszeit vom lauten Dauertrara voll im Trend: Rund die Hälfte der Bundesbürger gibt in Umfragen der großen Meinungsforschungsinstitute regelmäßig an, die Nase voll zu haben vom karnevalistischen Treiben in den deutschen Großstädten. „Natürlich steht für unsere Gäste in dieser besonderen Zeit das Naturerlebnis in Ostfrieslands rauer Winterlandschaft an erster Stelle: Durchatmen im vitalisierenden Reizklima, am Meeresstrand spazieren gehen, das Auge ins weite Land schweifen lassen und auch den Ohren eine Auszeit gönnen“, weiß der Norddeicher Tourismus-Chef Armin Korok.

Dennoch: ganz ohne kulturelle Angebote soll der Ausflug an die Küste für die meisten Karnevalsmuffel dann doch nicht vorübergehen. „Nach einem langen Deichspaziergang in die ganz eigene ostfriesische Kultur abtauchen – das ist schließlich auch zu Karneval ein wichtiges Urlaubsmotiv unserer Gäste“, so der Reisefachmann. Das für die kommenden Tage mit viel Liebe zum Detail zusammengestellte Veranstaltungsprogramm versteht sich denn auch als Beiwerk zum Naturerlebnis, das vor allem die Lust auf die unverstellte ostfriesische Lebensart befriedigen soll. „Auszeit liegt uns Ostfriesen schließlich ein Stück weit im Blut“, erklärt Jens Albowitz vom Marketingteam des ostfriesischen Küstenorts.

Typisch ostfriesisch – drinnen und draußen

Da geben echte friesische Fischer einen seltenen Einblick in die Kunst des Netze-Knüpfens, erzählen (und übersetzen) regionale Autoren unterhaltsame Geschichten „up Platt“, begeben sich Gästeführer „immer der Nase nach“ auf die Spur der berühmten ostfriesischen Teemischung.

Zur „Rauszeit“ gerät die Auszeit von Kamelle und Co. dagegen spätestens dann, wenn leidenschaftliche Boßler aus dem Norderland Urlauber auf eine flotte Kugel einladen oder Wattführer und Nationalpark-Ranger in die geheimnisvolle Welt des Weltnaturerbes Wattenmeer entführen. Und da zur dunklen Jahreszeit in Ostfriesland längst auch ein guter Ostfriesenkrimi dazugehört wie der berühmte Kandis zum Tee, dreht sich in der Krimihochburg Norden auch an Karneval eine ganze Reihe von Veranstaltungen rund um den kleinen Nervenkitzel zwischen Deich und Düne.

Norden und Norddeich in neuem Gewand

Ostfriesisch, erlebnisreich, naturnah: so definierte im Frühjahr eine neue Tourismusstrategie den Charakter der zukünftigen Marke Norden-Norddeich. Akribisch wurde nach erfolgter Ausschreibung und Vergabe seither an einem frischen Corporate Design und einem zukunftsweisenden Kommunikationskonzept für die ostfriesische Küstenkommune gearbeitet. Am Mittwoch stellten Vertreter von Stadt und Tourismus-Service nun erstmals Details des neuen Marktauftrittes für Norden und Norddeich vor.

Verspielt wie das Flatterband an einem Drachen windet sich der markante bunte Farbstreifen von links nach rechts und formt, während er von einem sanften Wiesengrün zum klaren Blau von Himmel und Meer wechselt, ein großes „N“. Rechts daneben, mal groß, mal klein, flankiert von zwei stilisierten blauen Möwen: der Schriftzug „Norden Norddeich“. „Diese je nach Kontext unterschiedliche Betonung der beiden Ortsnamen ist eines der wesentlichen Elemente des neuen grafischen Konzeptes“, betont Norddeichs Kurdirektor Armin Korok.

In der Marketing-Sprache ist ein solcher aufeinander abgestimmter Auftritt mit wechselnder Hervorhebung als „Hybridmarke“ bekannt. „Er bietet die Möglichkeit, die unterschiedlichen und für verschiedene Zielgruppen relevanten thematischen Schwerpunkte des Tourismus in Norden-Norddeich gleich auf den ersten Blick auch optisch greifbar zu machen – etwa wenn es um Tagesausflüge nach Norden oder Familienangebote in Norddeich geht“, erklärt Marketingleiter Jens Albowitz.

Entwickelt wurde das neue grafische Konzept für den ostfriesischen Küstenort in der Region: Im Sommer hatten Stadt und Tourismus-Service auf Basis der gemeinsam mit örtlichen Leistungsträgern erarbeiteten Tourismusstrategie dazu ein neues Logo sowie eine einheitliche Gesamtgestaltung ausgeschrieben. Insgesamt sieben
Marketingagenturen aus ganz Deutschland folgten dem Aufruf aus Ostfriesland, Vorschläge für ein passendes grafisches Konzept, eine einheitliche Bildsprache sowie ein eigenständiges Wording für die zukünftige Marktansprache einzureichen.

„Mitte September haben dann vier Agenturen ihre Wettbewerbsbeiträge vor dem mit regionalen Akteuren besetzten Tourismusbeirat präsentiert. Dabei zeichnete sich schnell eine große Mehrheit für den optisch ansprechenden und inhaltlich überzeugenden Beitrag der Emder Agentur Von der See ab“, freut sich Kurdirektor Armin Korok. Auch der Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe habe dieses Votum noch am gleichen Tag bestätigt.

Der ausgewählte Entwurf sieht neben dem in frischen Farben gestalteten Logo mit „Hier beginnt Meer“ bzw. „(Viel) Meer als Du denkst“ jeweils auch einen neuen einheitlichen Kernslogan für das touristische Marketing und das Standort-Marketing der Stadt Norden vor. Letzteres soll vor allem Entscheidungen von Unternehmen und
Fachkräften für eine Ansiedlung in der Region positiv beeinflussen. „Die Bedeutung Nordens als Wirtschaftsstandort und Lebensmittelpunkt mit prädestinierter Küstenlage lässt sich zukünftig mithilfe der neuen Ansprache textlich wie bildlich überregional ausspielen“, so Kerstin Krüger vom Fachdienst Wirtschaftsförderung
und Stadtmarketing.

In enger Absprache zwischen Stadt und Tourismus-Service wird nun in Emden, Norden und Norddeich intensiv an den Details des neuen Kommunikationskonzeptes gearbeitet. „Unser Ziel ist es, das heute vorgestellte Grundkonstrukt für ein neues Corporate Design möglichst zeitnah zu verfeinern und auf die verschiedenen relevanten Kommunikationskanäle zu übertragen“, betont Kurdirektor Armin Korok. Es gehe darum, dem Auftritt Norden-Norddeichs insgesamt mehr Kontur und Schärfe zu verleihen und die Wahrnehmung als moderner Urlaubsort und lebenswerte Stadt nachhaltig zu steigern.

„Gleichzeitig werden wir umgehend die Mammutaufgabe angehen, das inzwischen über 10 Jahre alte Norden-Norddeich- bzw. Norden-Nordsee-Logo möglichst kurzfristig auf allen Trägern und in allen Medien zu ersetzen – vom Briefpapier bis hin zum Strandkorb“, so die Norddeicher Touristiker, die deutlich machten, dass die neuen grafischen Elemente bei weitem nicht nur zur Verwendung für eigene
Zwecke gedacht sind.

„Die Wahrnehmung als attraktives Urlaubsziel hängt schließlich auch davon ab, dass sich möglichst viele Anbieter den Gästen von morgen mit einer stimmigen und harmonischen Ansprache präsentieren. Gerne stellen wir deshalb allen touristischen Leistungsträgern die neuen grafischen Elemente auf Anfrage kostenlos zur Verfügung – etwa, wenn Vermieter sie im Rahmen einer eigenen Anzeige oder Webpräsenz verwenden möchten“, so Armin Korok.

Der ausgewählte Entwurf sei so überzeugend, dass auch die Stadtwerke Norden aktuell eine Umstellung auf das neue Erscheinungsbild in Erwägung ziehen würden. „Tourismus-Service, Stadtwerke und Stadt in einem Design – damit wären wir in der
Außendarstellung des „Konzerns Stadt Norden“ einen riesigen Schritt weiter“, freut sich Kerstin Krüger.

Norden-Norddeich erweitert sein Angebot für Krimifans

Dünen, Deiche, dunkle Geheimnisse: mit dem bereits zehnten Fall für Kommissarin Ann Kathrin Klaasen beweist Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf auch 2016 wieder vor allem eines: nirgendwo liegen außergewöhnliche Natur- und Kulturerlebnisse und ein prickelnd-spannendes Lesevergnügen näher beisammen als an Ostfrieslands Küste. Mit neuen Krimibustouren und einem erweiterten Führungsangebot verspricht der bevorstehende Sommer im Nordseeheilbad Norden-Norddeich spannende Aussichten für Freunde von Wellengang und Gänsehaut.

Während das Phänomen Regionalkrimi bundesweit bunte Blüten treibt, geht es in der Kleinstadt im äußersten Nordwesten Deutschlands trotz Ausnahmestatus – keine andere Buchreihe verkauft sich derzeit besser – betont entspannt zu: „Das Abtauchen in diese ganz eigentümliche Welt Ostfrieslands, in der die aus den Geschichten vertrauten Orte, Figuren und Lebenseinstellungen an jeder Ecke lebendig werden können, ist schließlich auch eine Form von Auszeit vom Alltag“, erklärt Kurdirektor Armin Korok. Und dieses – in solch besonderer Umgebung nicht selten auch mal ganz wörtlich gemeinte – Abtauchen vom Alltagsstress hat sich das Nordseeheilbad Norden-Norddeich groß auf die grün-blauen Fahnen geschrieben.

Für Leseratten und zukünftige „Wolfianer“ heißt das vor allem: Spüren, wie die Figuren aus der Feder ihres Lieblingsautors in Führungen, Lesungen und weiteren Angeboten zwischen Marzipanseehund und Matjeshappen lebendig werden. Bereits seit vier Jahren wird da im Rahmen einer interaktiven Rätseltour mit Kripochef Ubbo Heide geschmunzelt, erfährt man in der unverblümten Art von Serien-Ekel Rupert mehr über die Heimatstadt seiner ungeliebten Vorgesetzten. „Am Anfang wagten wir uns sehr vorsichtig und natürlich in enger Abstimmung mit Klaus-Peter Wolf an das Thema Küste und Krimi heran, konnten die Nachfrage noch nicht genau einschätzen“, erinnert sich Jens Albowitz vom Norddeicher Tourismus Service. Heute sind die zwischen März und Oktober regelmäßig stattfindenden Führungen durch die Heimatstadt der streitbaren Kommissarin oftmals bereits Wochen im Voraus ausgebucht.

Auch deshalb will man mit den neuen, vorerst an sechs Terminen in 2016 geplanten Bustouren (Start: 15.04.) in Norddeich nun den nächsten Schritt wagen. „Bei unseren Krimiführungen bringen wir mit den Worten Ann Kathrin Klaasens und ihrer Kollegen die Reize der Stadt näher – unsere Bustouren spannen den Bogen weiter, entführen zu den bekannten, aber nicht immer leicht zu findenden Originalschauplätzen ihres ersten Falls OstfriesenKiller“, erklärt Jens Albowitz. Da versteht es sich fast von selbst, dass für Wolf-Fans auch der kulinarische Höhepunkt dieses spannenden Tagesausflugs, ein original ostfriesisches Deichlamm-Essen, nicht unvertraut ist: „In Norddeich gehen der eigentümliche Charme der ostfriesischen Küstenlandschaft, der hohe Unterhaltungswert der Krimis und die vielen in der Realität tatsächlich existierenden Bezugspunkte aus den Büchern eine besonders reizvolle Symbiose ein“, weiß auch Armin Korok.

Da stolpert ein echter Norder Lokalreporter schon einmal im Moor über eine Leiche – und treffen Krimi-Jünger beim Urlaubsbummel durch die idyllische Fußgängerzone unverhofft auf das Traditionscafé ten Cate, Wiege der von Hauptkommissar Ubbo Heide so heißgeliebten Deichgraf-Pralinés. „Bei uns bedeutet ein Urlaub für Eingeweihte deshalb immer auch: Krimi zum Anfassen!“, betonen die Norddeicher Reiseexperten. Unter www.krimikueste.de und www.norddeich.de erfahren Leseratten alles über die neuen Angebote und das ostfriesische Nordseeheilbad.

In der fünften Jahreszeit gilt Norden-Norddeich als Geheimtipp

Als Katerfrühstück ist er ein altes Hausrezept: frischer Fisch von der See kommt gewöhnlich immer dann besonders gut an, wenn es gilt, die Sünden der vergangenen Faschingsnächte vergessen zu machen. Wer mit der vielerorts derzeit lautstark verkündeten fünften Jahreszeit besser erst gar nichts zu tun haben möchte, zieht dagegen spätestens dieser Tage entnervt die Reißleine – und dabei immer öfter gleich ganz in die Heimat von Hering, Lachs und Nordseekrabbe. Kein Wunder: unter dem Motto „Klasse Küste statt olle Kamelle!“ präsentiert sich das Nordseeheilbad Norden-Norddeich als ideales Hausmittel für schunkelgeplagte Karnevalsmuffel.

Die Auszeit vom lauten Dauertrara liegt nicht nur zwischen Main und Rhein voll im Trend: rund die Hälfte der Bundesbürger gibt schließlich regelmäßig in Umfragen der großen Meinungsforschungsinstitute an, die Pappnase voll zu haben vom jecken Treiben in den deutschen Großstädten. Eine Entwicklung, die auch Norddeichs Kurdirektor Armin Korok beobachtet: „Gerade in diesen sehr speziellen Tagen des Jahres stehen für unsere Gäste dabei Erholung, Ruhe und absolute Entspannung ganz oben auf dem Urlaubswunschzettel“, verrät der Tourismusexperte.

Dabei seien längst nicht allein das vitalisierende Reizklima der rauen Nordseeluft und die Weite der Landschaft am Rande des Weltnaturerbes Wattenmeer ausschlaggebend für den hohen Erholungswert eines Abstechers in Ostfrieslands jüngstes Nordseeheilbad: „Der Ostfriese an sich geht ausgesprochen geerdet mit den tollen Tagen um – diese bodenständige Entspanntheit überträgt sich in der Karnevalszeit natürlich schnell auch auf unsere Urlaubsgäste“, weiß Armin Korok.

Seit Jahren verzeichnet Norden-Norddeich mit seiner attraktiven Kombination aus maritimem Nordseeerlebnis und lebendiger Küstenkleinstadt deshalb steigende Buchungszahlen während der Faschingstage. Dass Karnevalsmuffel bei aller Entspannung dabei nicht auf die aus der Hauptsaison bekannten Angebote und Annehmlichkeiten verzichten müssen, erklärt Jens Albowitz vom Norddeicher Tourismus-Service: „Viele Vermieter, Gastronomen und Dienstleister haben sich inzwischen auf die erhöhte Nachfrage rund um Karneval eingestellt“, so der Reisefachmann.

Damit die Auszeit vom wilden Konfettiregen auch abseits von langen Strandspaziergängen gelingen kann, haben die Norddeicher Touristiker zusammen mit regionalen Partnern ein umfangreiches Kontrastprogramm zusammengestellt. „Ob kulinarische Ausflüge in die Welt des Tees und anderer regionaler Spezialitäten oder der einmalige Einblick in die Arbeit eines Nationalparkrangers: bei uns werden das Typische und die Besonderheiten Norden-Norddeichs dabei klar im Vordergrund stehen“, betont Jens Albowitz.

Entsprechend abwechslungsreich gestaltet sich das Norddeicher Rahmenprogramm rund um das in diesem Jahr bereits früh bevorstehende Karnevalswochenende (05.-08.02.). Von Kunst und Klanginstallationen im sonst verschlossenen Norder Wasserturm bis zur spannenden Fährtensuche auf den Spuren von Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf mit anschließendem Krimi-Menü reicht das Repertoire. Im Norder Romantik-Hotel Reichshof serviert man im Rahmen eines langen kulinarischen Abends Ausgefallenes wie Teeparfait und Hirschbraten aus der Region, während nebenan mit dem historischen Dachstuhl der imposanten Ludgeri-Kirche und dem Studio von Radio Nordseewelle sonst nur schwer zugängliche Kleinode ihre Pforten für Führungen öffnen. Einen weiteren sympathischen Gegenpol in puncto Fastnachtsstress setzt auch die in Würde gealterte Norder Museumseisenbahn, die an vier Terminen zu entspannten Ausflügen in die nahe Umgebung einlädt. Eine vollständige Übersicht über die verschiedenen Angebote verschafft ein Blick ins Internet – unter www.karnevalsmuffel.de haben die Norddeicher Touristiker alle wichtigen Informationen zusammengetragen.

Das sich Karnevalsmuffel bereits bei der Buchung ganz entspannt zurücklehnen können, betont Armin Korok: „Die Auszeit von der Hektik der tollen Tage soll schließlich schon zu Hause beginnen – deshalb unterstützen die Mitarbeiter unserer Unterkunftsvermittlung gerne bei der Suche nach der passenden Bleibe für eine garantiert pappnasenfreie Karnevalswoche.“ Ob unter der Servicenummer 04931 986-220 oder bequem über die Online-Buchungsplattform auf www.norddeich.de: „Wir sind bestens auf alle Anfragen vorbereitet und geben selbstverständlich gerne weiterführende Tipps für eine abwechslungsreiche Urlaubsgestaltung“, so der Norddeicher Kurdirektor.

Frühling in Norddeich

Den Strand nur mit wenigen teilen – und bei langen Spaziergängen die wärmenden Sonnenstrahlen und die noch immer frische Nordseebrise ganz ohne Trubel genießen: die Zeit vor der großen Urlaubswelle hat im Nordseeheilbad Norden-Norddeich ihre ganz eigenen Reize und Gesetze. Während die Natur in Wallung gerät, kann man sie zum Beispiel bei einer Radtour mit Blick auf das Weltnaturerbe Wattenmeer nun völlig ungestört bestaunen – und danach bei einem Bummel durch Nordens malerische Altstadt ostfriesische Gemütlichkeit entdecken.

Dass hierbei keineswegs auf die vielen Annehmlichkeiten der Hauptsaison verzichtet werden muss, betont Jens Albowitz vom Tourismus Service Norddeich: „In den ruhigeren Monaten zwischen Ostern und dem oftmals bereits sehr warmen Juni sind bei uns bereits alle touristischen Einrichtungen in Betrieb, auch die aus der Hauptsaison bekannten Führungen und Touren werden angeboten – aber überall geht es jetzt noch deutlich ruhiger zu“, erklärt der Reiseexperte. Attraktiv sind diese Wochen nicht zuletzt für Eltern mit kleinen Kindern, die noch nicht an Ferienzeiten in der Schule gebunden sind – oder für den entspannten Urlaub zu Zweit abseits der oftmals trubeligen Ferienwochen.

Den Schlosspark Lütetsburg in der Blütezeit genießen

Dass sich gerade jetzt die Natur von ihrer besten Seite zeigt, beweist etwa der unweit von Norddeich gelegene Schlosspark Lütetsburg: Die Ende April beginnende Rhododendron- und Azaleenblüte zählt hier zu den Höhepunkten einer an Ereignissen reichen Gartensaison. Der Park, entstanden vor über 200 Jahren im frühromantischen Stil, gehört zu den wenigen erhaltenen Beispielen dieses Typs auf dem europäischen Kontinent. Nur acht Kilometer südlich der Wattenmeerküste gelegen, dürfte er mit seiner Fläche von etwa 30 Hektar der größte Englische Landschaftsgarten Norddeutschlands sein. Nicht nur Naturliebhabern eröffnet der Schlosspark dabei zauberhafte An- und Einsichten: Historische Bauwerke, Staffagen und mit Inschriften verzierte Parkbänke gewähren authentische Einblicke in die Familiengeschichte der stolzen Schlossbesitzer.

Im Schlossparkcafé lässt es sich auf der großen Sonnenterrasse oder im alten Gewächshaus hierbei auch im Mai und Juni bereits bestens entspannen. Wer danach lieber in ganz eigenen Gartenträumen schwelgt, nutzt nach dem Besuch des Schlossparks auf dem historischen Norder Markt – dem größten baumbestandenen Marktplatz Norddeutschlands – gerne die Gelegenheit, sich mit Osterglocken und Scilla für daheim einzudecken.

365 Tage im Jahr Wellentauchen

Das Meer ist im Mai manchmal noch zu kalt zum Baden – dafür kann man im Erlebnisbad „Ocean Wave“ das ganze Jahr über in 30 Grad warmes Nordseewasser eintauchen. Entspannung und Regeneration bieten hier Aqua-Floating, Wassergymnastik und andere gesundheitsfördernde Anwendungen. Wohltuend warm wird es auf dem 750 Quadratmeter großen Saunadeck, das die maritime Atmosphäre eines Luxusliners verströmt.

Alle Informationen und weitere Anregungen zur Auszeit abseits der Hauptsaison im Nordseeheilbad Norden-Norddeich finden Nordseeentdecker unter www.norddeich.de.

Norden-Norddeich: Pollenallergiker und Ruhesuchende erholen sich im Nordseeklima

Wenn die Temperaturen fallen und die Tage kürzer werden, können Pollenallergiker noch längst nicht aufatmen. Zwar neigt sich die intensive Blüteperiode in der Natur dem Ende zu, doch auch im Herbst fliegen die Pollen. Das gilt vor allem für Kräuter wie Beifuß und das Traubenkraut, auch Ambrosia genannt. Ihnen kann man beispielsweise im Meeresklima des Nordsee-Heilbades Norden-Norddeich mit seinem nachweislich geringen Pollen- und Allergenaufkommen entkommen: eine willkommene Verschnaufpause für alle, die unter Herbst-Heuschnupfen leiden.

Durchatmen und entspannen

Die besonderen heilklimatischen Bedingungen am Rande des Weltnaturerbes Wattenmeer sind dabei nicht nur eine Entlastung für Nase, Augen, Schleimhäute und Atemwege – hinzu kommen vielfältige gesundheitsfördernde Auswirkungen eines Aufenthalts im gesunden Reizklima der Nordsee und ein wachsendes Repertoire an Gesundheitsangeboten. Zweimal wöchentlich gibt es in Norden-Norddeich beispielsweise auch im Oktober wieder Gesundheitskurse, in denen unter fachkundiger Anleitung Walking, Strandgymnastik oder Tai-Chi betrieben wird.

Mit der „Nordsee-ServiceCard“, der gemeinsamen Vorteilskarte der ostfriesischen Küstenorte, ist die Teilnahme an diesen und vielen weiteren Angeboten kostenlos oder vergünstigt möglich. Auf Thalasso- und Terrainkurwegen mit entsprechender Ausschilderung kann man sich ganzjährig bewegen und tief durchatmen – Wellness bieten zudem der Klimapavillon im Kurpark sowie die zertifizierte Wellness-Stars Therme „Ocean Wave“. Dort baden die Gäste an nahezu 365 Tagen im Jahr in 30 Grad warmem Nordseewasser und entspannen sich beim Aqua-Floating, auf dem großen Saunadeck oder werden etwa bei der wöchentlichen Wassergymnastik sportlich aktiv.

Die Ruhe am Strand genießen

Aber nicht nur der Gesundheit wegen lohnt sich ein Besuch in Ostfrieslands ältester Stadt, in der sich Kultur, Tradition und modernes Badeleben harmonisch ergänzen. Hier erlebt man besonders im Herbst außerhalb des Trubels der Hauptsaison hautnah die raue Schale und den weiten Kern der See bei einem ausgedehnten Spaziergang, einer Wattwanderung, beim Surfen oder Relaxen. Nach dem Strandspaziergang kann man sich dann in einer urigen Teestube in Nordens malerischen Altstadt wieder aufwärmen.

Wellness mit Zertifikat

Gleich drei niedersächsische Wellness-Einrichtungen wurden jetzt erneut vom Heilbäderverband Niedersachsen mit den „Wellness Stars“ ausgezeichnet: die Bentheimer Mineral Therme, Bad Bentheim, das Ocean Wave in Norden-Norddeich und Wellness am Meer in Bad Zwischenahn. Der Bentheimer Mineral-Therme und dem Ocean Wave gelang sogar der Aufstieg in die höhere Sternekategorie. Die „Wellness Stars“ sind ein geprüftes Qualitäts-Gütesiegel, das Auskunft über die fachliche und gesundheitstouristische Kompetenz der mit den Sternen ausgezeichneten Einrichtungen gibt. Seit vier Jahren vergibt der Heilbäderverband
Niedersachsen diese Auszeichnung. Inhalt dieser Zertifizierung mit bis zu fünf Sternen ist die Angebots- und Servicequalität in den jeweiligen Gesundheits- und Wohlfühleinrichtungen. Hierzu gehören beispielsweise Ausstattung und Angebot an Saunen, Wasserbecken und Anwendungen. Insgesamt unterstreicht Niedersachsen mit seinen zertifizierten Betrieben das hohe Niveau der Angebotsqualität.

Weitere Informationen gibt es beim Heilbäderverband Niedersachsen unter der Tel.: (04403) 611 63.

Erlebnisse in Norden-Norddeich und Umgebung auf einen Blick

Zum ersten Mal bieten die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden eine sogenannte Erlebniskarte für Busreiseveranstalter. Sie wurde mit den interessantesten Sehenswürdigkeiten in Norden-Norddeich gestaltet und gibt zudem einen Gesamtüberblick über Ausflugsmöglichkeiten in die Umgebung.

Die Karte ist übersichtlich und bildlich gestaltet und gibt sofort einen Überblick über die Ausflugsmöglichkeiten und deren Entfernungen von Norden-Norddeich aus. Die Region setzt weiter auf den Gruppentourismus und hat mit dieser Erlebniskarte ein weiteres Element geschaffen, um den Ausbau dieser Zielgruppe noch mehr voranzutreiben.
„Norden-Norddeich bietet einen ausgezeichneten Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung und wir möchten mit dieser Erlebniskarte die Busreiseveranstalter bei ihrer Touren-Planung weiter unterstützen“, erklärt Kai Hillmann von den Wirtschaftsbetrieben Norden-Norddeich. Erst kürzlich entstand die neue Internetseite www.busreisen-norddeich.de, die ebenso speziell für die Gruppen- und Bustouristik entwickelt wurde. Hier erfährt der Touristiker alles Notwendige, was er für seine Tourenplanung benötigt.

Ganz nach dem Motto „Bei uns hat der Urlaub Meer zu bieten“, haben viele der Ausflugsvorschläge mit dem maritimen Thema zu tun. Touren zu den Ostfriesischen Inseln, nach Wilhelmshaven ins Marinemuseum oder nach Pilsum zu Otto Walkes Leuchtturm, sind nur einige Beispiele, die auf der Karte verzeichnet sind. Aber auch das Nordseeheilbad Norden-Norddeich selbst hält neben dem Meer eine Menge an Sehenswürdigkeiten, Museen und Einkaufsmöglichkeiten bereit.

Die Erlebniskarte sowie Themenvorschläge und ausgearbeitete Gruppen -Arrangements können im Internet auf www.busreisen-norddeich.de direkt abgerufen werden. Weitere Informationen gibt es bei der Kurverwaltung Norden-Norddeich auf www.norddeich.de, Ansprechpartner Kai Hillmann, per E-Mail Gruppen@norddeich.de oder unter Telefon 04931-986255.

Salzwassernebel: Gesundheit pur – rund um die Uhr

Dünen, Strand und Wellenspiel an der Nordsee in Norddeich

„Jetzt kommen die Kenner“, meinen die Küstenostfriesen, denn die Zeit der Badehosen geht langsam vorbei. Das Nordseewasser ist noch ungewöhnlich warm – es hält die angenehmen Temperaturen wie in einer Wärmflasche.

Der Herbst beschert der ostfriesischen Küste häufig noch Sonne pur, aber ihre Strahlen sind längst nicht mehr so intensiv. Rauhe Winde kommen von der See, und wenn sich Turmwolken am Horizont aufbauschen, sind schon bald stürmische Zeiten angesagt. Ab Windstärke sechs zeigt die Nordsee ihre wahre Kraft, wenn die Brecher bei Flut an den Strand klatschen, so dass Salzwassernebel entstehen. Beste Zeit zum Wandern an Norddeichs Strand, am Brandungssaum immer nur der Deichlinie nach – nord- oder südwärts. Auch beim Deichwandern kann man das Nordseeklima mit allen Sinnen genießen. Man schmeckt die salzige, würzige, reine Luft und es riecht nach See, Tang und Watt.

Ein Phänomen erleben gestresste Binnenländer immer wieder, wenn sie an die Nordsee kommen: Vom ersten Augenblick an fühlen sie sich pudelwohl, alle Probleme sind wie weggepustet. Die Luft ist glasklar, jodhaltig und viel leichter als im Binnenland. Besonders wohltuend ist das Seeklima in der Brandungszone, wo sich die Wellen am Grünstrand brechen. Wenn sie auf den Brandungssaum treffen, bilden sich feinste jodhaltige Nebel, Aerosole genannt. Sie wirken wie ein natürlicher Inhalator, wenn sie in die Atemwege eindringen. Die größeren Aerosol-Tröpfchen schlagen sich in Nase, Rachen, Kehlkopf und in der Luftröhre nieder, die kleineren Tröpfchen dringen tief in die Atemwege ein. Die Aerosole treten nur bei Seewind auf, aber Seewind ist zu dieser Jahreszeit fast immer zu haben, und das rund um die Uhr. Die Intensität ist von den Windstärken abhängig, am höchsten also, wenn Sturm die Nordseeküste peitscht und um die Norddeich-Mole fegt.

Der Wind hat übrigens einen angenehmen Zusatzeffekt: Er massiert die Haut und sorgt für eine angenehme, prickelnde Durchblutung. Herbstzeit in Norddeich direkt an der Küste, wo die Nordsee beginnt und das sattgrüne Marschland endet. Das pulsierende Leben ist längst vorbei, Ruhe ist eingekehrt. Genau die richtige Zeit zum Auftanken für den langen Winter.

Ein Schiff wird kommen: Von Norddeich auf die Inselwelt

Vom Binnenland zur Waterkant: Wer durch Norden, die älteste Stadt Ostfrieslands, Richtung Westen fährt, biegt in die Norddeicher Straße ein und erkennt ihn dann schon von weitem: Den mächtigen Seedeich, mit immerhin fast neun Metern über NN die höchste Erhebung weit und breit. Man überquert die Deichkrone und fährt auf die Norddeich-Mole. Rechts der Osthafen mit der Krabbenkutterflotte und der Norddeicher Schiffswerft, links der Westhafen mit den Yachten und den Rettungsbooten der DLRG.

„Bilong, bilong, bilong“ tönt es, und langsam senken sich die weiß-roten Bahn-Schranken. Ein Zug kommt von irgendwo und hält genau auf der Norddeich-Mole, weiter geht es nicht! Wer hier aussteigt, „landet“ direkt am Meer und am Kai der weißen Frisia-Fähren: Vom Westhafen aus fahren allesamt nach Norderney, vom Osthafen schlängeln sie sich durch das Fahrwasser des Wattenmeeres bis nach Juist. Wer zum ersten Mal an die Nordsee kommt, sollte unbedingt im „Priggenkieker“ an der Spitze von Norddeich-Mole das ostfriesische Nationalgetränk zur Einstimmung genießen – und das geht so: Erst die Kluntjes in die Tasse, dann den Tee darübergießen und zum Schluss einige Dröppke Sahne an den Rand der Tasse träufeln, so dass die Sahne Wolken bildet. Der Himmel ist blau, und Schäfchenwolken segeln um die Wette.

Möwen hocken auf den Duckdalben und lauern auf Essbares. Auf einem Monitor am Treppenaufgang blinkt es abwechselnd: + 20° C und 250 cm, das erste steht für die angenehme Luftwärme , das zweite für die Wassertiefe im Hafen. Ein durchdringendes Signal verkündet, dass eine der Frisia-Fähren gleich ablegen wird. Entweder zur Fahrt nach Juist, der Natürlichen, oder nach Norderney, der Königlichen, die schon das welfische Königshaus vorzeiten zu seiner Sommerresidenz erkor. Welche der Fähren wohin fährt, kann man ganz einfach am „Gepäck“ sehen: Die Fähre nach Norderney transportiert auch Autos, die nach Juist nur Urlauber, Gepäck und massenweise Container, denn die Insel ist autofrei. Norderney ist übrigens tideunabhängig zu erreichen – das macht Lust auf einen Tagesausflug!

Nordseeurlaub an den Gestaden von Norddeich. Schönster Sand- und Grünstrand; sattgrüne Seedeiche, auf denen die Deichschafe grasen, und unendliche Ruhe. Geschäftiges Treiben dagegen am Hafen – Schiffe kommen, Schiffe gehen…