Herbsturlaub zwischen Meer und Moor

Viel Platz zum Durchatmen, keine Wartezeiten auf Termine für Thalasso und Co., Natur pur und trotz Nachsaison ein rundes Veranstaltungsprogramm für die ganze Familie – das erwartet Urlauber im Herbst an der Küste Niedersachsens. Neben Strand und See hat vor allem das Dornumerland, vis-a-vis zu den ostfriesischen Inseln, jetzt eine Menge zu bieten.

Verwöhnen und genießen

Das Nordseebad Dornumersiel ist als geprüfter Thalasso-Standort zertifiziert. Hier wird die heilsame Wirkung von Salz und Meer gezielt für die Gesundheit der Gäste eingesetzt, bei Packungen, Peelings und Massagen. Im Therapie- und Wohlfühlzentrum kann man einzelne Bausteine buchen oder gleich eine ganz Woche Wellnessurlaub. Mehr dazu unter www.dornumerland.de. Wer tief durchatmen möchte, macht einen Besuch im Inhalationshaus. Die Sole darin hat eine beruhigende Wirkung auf gereizte Atemwege. Natürlich ist auch ein langer Spaziergang am Meer und Deich entlang eine Wohltat für Körper und Geist. Im Rhythmus der Wellen, mit Rückenwind und den Rufen der Möwen. Zur Stärkung zwischendurch gibt es ein Fischbrötchen am Hafen oder eine echt ostfriesische Teezeremonie.

Entdecken und erleben

Im Binnenland entpuppt sich das Dornumerland als Paradies für Radler und Wanderer. Hier liegt das „Ewige Meer“, Deutschlands größter Hochmoorsee. Um ihn herum führt ein Holzbohlenweg, der gleichzeitig Lehrpfad ist. Schautafeln erklären genau, welche seltenen Tier- und Pflanzenarten sich dort entdecken lassen. Das gut ausgebaute Radwegenetz verläuft durch malerische Dörfer mit Bauernhöfen, vorbei an Wiesen und Feldern. Vom 14. bis 22. Oktober 2017 dreht sich an der niedersächsischen Nordseeküste bei den Zugvogeltagen alles um die fliegenden Gäste. Tausende machen hier im Wattenmeer Station, darunter Pfuhlschnepfen, Alpenstrandläufer und andere Watvögel.

Spaß für Groß und Klein

Kinder kommen im Doroness-Kids-Klub auf ihre Kosten, etwa bei den Motto-Tagen wie Eisköniginnentag, Piraten- oder Minions-Tag. Zu den Highlights gehört außerdem das Laternenbasteln für den großen Umzug beim Herbst- und Lichterfest am 25. Oktober. Nicht nur die Kleinen haben ihren Spaß auf den Drachenwiesen von Neßmersiel und Dornumersiel – dort ist viel Platz, um die Lenkdrachen durch den frischen Seewind sausen zu lassen. Tipp: Unbedingt einen Abstecher ins Nationalpark-Haus einplanen und an einer der zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen, zum Beispiel an einer Wanderung entlang der Wattkante. Weitere Tipps und Termine unter www.nationalparkhaus-wattenmeer.de/nationalpark-haus-dornumersiel

Familienferien an der Nordsee im Dornumerland

Seit einigen Jahren gibt es den Trend: Urlaub im eigenen Land wird bei den Bundesbürgern immer beliebter. Eine besonders schöne Ecke ist die niedersächsische Nordseeküste. Dort hat sich die kleine Urlaubsregion Dornumerland ganz auf entspannte Familienferien eingestellt. Wer jetzt bucht, hat noch die Chance, sein Lieblingsquartier zu ergattern und kann sogar ein paar Euro sparen.

Ferienaktionen für kleine Strandpiraten

Kinder erleben in den beschaulichen Hafenorten Dornumersiel und Neßmersiel die ganz große Freiheit. Kaum Verkehr, dafür weite Wiesen und grüne Deiche – ideal für ausgedehnte Entdeckertouren. Meistens sind Mama und Papa schon am zweiten Tag ziemlich abgemeldet, die „Lütten“ ab vier Jahren treffen sich im DoroKidsClub oder machen den Spielpark „Sturmfrei“ unsicher. Dort gibt es die ganze Saison über unterschiedliche Ferienaktionen für kleine Strandpiraten.

Spannend für die ganze Familie sind geführte Wattwanderungen hinüber zur Insel Baltrum, Ausflüge mit dem Krabbenkutter oder eine Radtour ins „Ewige Meer“, Deutschlands größter Hochmoorsee. Das Naturparadies lässt sich am besten über den Rundwanderweg aus Holzbohlen erkunden, auf dem sich gern Kreuzottern und kleine Eidechsen sonnen. Die 90 Hektar große Moorfläche lässt sich darauf trockenen Fußes durchwandern. Quiztafeln und Mitmachaktionen am Rand bringen auch den Erwachsenen Spaß.

Mittelalterlicher Häuptlingssitz

Damit auch die Großen einen Gang zurückschalten können, haben sich die Dornumer etwas Besonderes einfallen lassen, das „Freilenzen“. Eine Mischung aus Freizeit und Faulenzen. Die Mitarbeiter der Tourist-Informationen machen auf Wunsch entspannte Vorschläge für kleine Auszeiten, bei denen man den Alltag vergisst. Zum Beispiel beim Picknick auf einer Glückskleewiese oder bei der ostfriesischen Teezeremonie. Empfehlenswert ist auch eine Inliner-Tour über die schnurgeraden, asphaltierten Wege, die parallel zum Deich verlaufen. Auch beim Bummel durch die „Hauptstadt“ des Dornumerlandes, die „Herrlichkeit Dornum“, sind Stress und Hektik weit entfernt. Der mittelalterliche Häuptlingssitz mit seinem Wasserschloss und der Beningaburg atmet den Geist vergangener Zeiten. Mehr zum Dornumerland gibt es im Übrigen auch unter Ratgeberzentrale.de.

In Dornumersiel finden Nordseefans Ferienunterkünfte mit Meerblick

Eine kurze Auszeit zu zweit, mitten im Grünen, ganz dicht an der Nordsee und ohne viel Gepäck – wer bei diesem Gedanken in Ferienlaune gerät, ist an der Küste Ostfrieslands goldrichtig. Denn dort, im Dornumerland, warten auf Campingfans ganz besondere Unterkünfte: gemütlich-nostalgische Wagen aus Holz, wie sie früher Schäfern als Schlafstatt dienten. Außerdem urige Zirkuswagen, die genug Komfort bieten, um dem Alltag für ein paar Tage ganz entspannt zu entfliehen.

Camping in der ersten Reihe

Der „Campingplatz am Nordseestrand“ in Dornumersiel gehört zu den schönsten an der Küste, denn er liegt direkt am Meer, eingebettet zwischen Deich und Wiesen. Neben großzügigen Flächen für Wohnwagen und Zelte stehen dort seit kurzem mehrere Schäfer- und Pipo-Wagen als Mietunterkünfte bereit. „Wir sind ganz überrascht, dass die Wagen so gut ankommen“, sagt Marlene Heyken vom Tourismuszentrum der Gemeinde Dornum. „Die Gäste sind hin und weg von den nostalgischen Schlafplätzen mitten in der Natur.“ In den kleineren Schäferwagen werden Sitzbänke und Tisch am Abend zum Bett umgebaut, es gibt eine kleine Teeküche, einen Kleiderschrank und eine eigene Terrasse. Die Pipo-Wagen sind größer und komfortabler mit Doppelbett und separatem WC. Durch eine Doppelflügeltür gelangt man in den großzügigen Wohnraum mit Sofa, Tisch und Stühlen. Auch Küchenblock, Spüle und Kochfelder sind vorhanden. „Gerade bei gutem Wetter lohnt es sich, den Grill einzupacken und auf der Terrasse zu brutzeln“, weiß Marlene Heyken. Wer mehr Platz zum Kochen möchte, nutzt einfach die moderne Küche in den Gemeinschafträumen des Campingplatzes. Weitere Informationen rund um die besonderen Unterkünfte gibt es unter www.campingplatz-am-nordseestrand.de

Die Region entspannt erkunden

Der Strand liegt zwar buchstäblich vor der Haustür, es lohnt sich aber auch, den Kurzurlaub für einen Ausflug ins Binnenland zu nutzen, etwa in die mittelalterliche Stadt Dornum, in das Naturschutzgebiet „Ewiges Meer“ oder zu einer der Mühlen der Region. Wer vom Meer nicht genug bekommen kann, setzt für einen Tagestrip über auf die Inseln Baltrum oder Langeoog, macht eine Wattwanderung oder geht auf Watt’n-Safari mit dem Kutter. Weitere Tipps zu Ausflügen und Unterkünften hat das Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de unter www.rgz24.de/Camping-Nordsee zusammengefasst.

Herbst an der Nordsee

Nachsaison an der Nordsee – das bedeutet noch mehr Platz zum Durchatmen, freie Terminwahl bei erholsamen Wellness-Angeboten und beste Bedingungen für eine entspannte Auszeit. Vor allem die kleinen Küstenorte Neßmersiel und Dornumersiel – nur einen Katzensprung von den ostfriesischen Inseln entfernt – haben sich dem Thema Entschleunigung verschrieben. Dort gehen die Uhren einen Tick langsamer, damit mehr Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens bleibt. Fünf Herbsttipps für Nordsee-Fans:

– Die Kraft des Meeres: Der Herbst ist die richtige Zeit, um dem Immunsystem noch einmal unter die Arme zu greifen, bevor der Winter kommt. Das heilsame Nordseeklima hilft dabei. „Das maritime Aerosol enthält kleinste Salzwassertröpfchen, die die Atemwege befreien“, weiß der Dornumersieler Kurarzt Dr. Enno Wilters. In dem geprüften Thalassobad sorgen außerdem Anwendungen wie Packungen oder Bäder mit Norderneyer Schlick, Algen, Meersalz und Sole für Wohlbefinden. Mehr zum Thema gibt es unter www.dornumerland.de oder unter www.ratgeberzentrale.de.

– Frei wie ein Vogel: Vom 8. bis 16. Oktober 2016 dreht sich an der niedersächsischen Nordseeküste alles um die Zugvögel, die im Herbst zu Tausenden aus dem hohen Norden ins Wattenmeer kommen, um sich vor ihrer Weiterreise in den Süden zu stärken. Das Nationalparkhaus Dornumersiel bietet dann viele Exkursionen, Deich- und Wattwanderungen, Vorträge und Mitmachaktionen zum Thema Vogelzug an. Weitere Informationen gibt es unter www.zugvogeltage.de/veranstaltungen

– Wind um die Nase: Aufs Rad steigen und die weite Landschaft aus Feldern, Wiesen und Moor genießen – auch dafür ist der Herbst an der Küste wie gemacht. Lohnendes Ausflugsziel ist das „Ewige Meer“ im Binnenland, Deutschlands größter Hochmoorsee. Wer schwindelfrei ist, steuert Westerholt an und klettert die 297 Stufen der begehbaren Windkraftanlage hinauf. Von dort oben bietet sich ein einmaliger Blick über Ostfriesland.

– Ostfriesland hat auch kulturell einiges zu bieten. Das Städtchen Dornum etwa war im Mittelalter Häuptlingssitz. Noch heute zeugen viele historische Sehenswürdigkeiten wie das Wasserschloss und die Beningaburg von der glorreichen Vergangenheit. Auch Ostfrieslands einzige erhaltene Synagoge, die Bockwindmühle und die Kirche St. Bartholomäus mit der ältesten Häuptlingsgruft der Region lassen sich dort entdecken.

– Spaß hinterm Deich: Einheimische wie Urlauber fiebern Jahr für Jahr den Dornumersieler Strohballen-Rollmeisterschaften entgegen, in diesem Jahr finden sie am 9. Oktober statt. Im Team geht es darum, die riesigen Ballen durch drei unterschiedliche Parcours zu bugsieren. Große und kleine Zuschauer kommen beim bunten Rahmenprogramm auf ihre Kosten. Oder beim Kuhfladen-Bingo, bei dem getippt wird, auf welche Felder zwei echt ostfriesische Kuh-Damen ihre Fladen abladen werden.

Im Dornumerland liegen die kleinsten Urlaubsorte der niedersächsischen Nordseeküste

Darauf ist man hier mächtig stolz. Weil die Zeit dadurch einfach einen Tick langsamer vergeht und genug Muße bleibt, um die schönste Zeit des Jahres ganz entspannt zu genießen. Darum lohnt es sich, die kleinen Hafendörfer wie Neßmersiel und Dornumersiel anzusteuern:

– Camping direkt am Meer. Vom Geräusch der Nordseewellen geweckt werden, frische Meeresluft einatmen und Salz auf den Lippen schmecken – der Campingplatz in Dornumersiel liegt unmittelbar am Strand, umgeben von Deichen, Wiesen und dem Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer. Trotzdem ist man dort nicht weit ab vom Schuss: Hafen, die Tourist-Information im „Reethaus am Meer“ und der Ortskern mit Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants befinden sich ganz in der Nähe. Die Ausstattung ist modern, morgens gibt es auf Wunsch frische Brötchen – und gratis dazu den Blick aufs Meer. Informationen dazu findet man auf www.dornumerland.de.

– Nostalgie im Schäferwagen: Kurzentschlossene können auf dem Campingplatz in Dornumersiel eine ganz besondere Nacht verbringen – im Schäferwagen. Früher dienten die Gefährte aus Holz tatsächlich Schäfern als mobile Schlafstatt. Zwei der nostalgischen Wagen wurden originalgetreu nachgebaut und bieten Platz für drei Personen. Die Einrichtung ist komfortabel: eine Sitzbank mit absenkbarem Tisch, Betten, Schrank, kleine Teeküche und Außenterrasse – mehr braucht man nicht für ein paar entspannte Tage an der See. Ganz neu sind außerdem sogenannte Pipo-Wagen, die an alte Zirkuswagen erinnern.

– Stellplatz in der ersten Reihe: eingebettet zwischen Drachenwiese und Seedeich liegt der neue Wohnmobilplatz „Nordseeblick“ in Dornumersiel. 38 Wohnmobile haben auf den gut ausgestatteten Stellflächen Platz. Getrennt sind sie durch kunstvoll verzierte Holzpfähle, sogenannte Dalben, die maritime Motive zeigen. Gut zu wissen: Wer hier Urlaub macht, hat kostenlosen Eintritt in das beheizte Meerwasserfreibad nebenan.

– Entspannt unterwegs sein: Auch wenn es am Meer noch so schön ist – das Dornumerland hat sehenswerte andere Seiten. Entdecken lassen die sich unter anderem bei einer Segway-Tour, mit dem Elektroauto „Nordseeflitzer“ – oder mit dem Fahrrad. Besonders lohnend ist eine Tour ins „Ewige Meer“ im Binnenland. Hinter dem geheimnisvollen Namen verbirgt sich Deutschlands größter Hochmoorsee. Ein Holzbohlenweg schlängelt sich durch die Moorlandschaft mit vielen Stationen und Quiztafeln. So erfährt man ganz nebenbei, welche Tiere sich hier heimisch fühlen.

Dornumersiel: Freilenzen – Urlaub genießen ohne Handy

Ohne Zweifel zählt Petra Camann aus Stemwede zu den Fans des Sockenstrickens. Wie sonst ließe sich erklären, dass sie ohne zu Zögern den – zugegeben etwas kuriosen – Auftrag der Tourismus GmbH Gemeinde Dornum angenommen hat, 100 Paar himmelblaue Socken zu stricken. Doch damit nicht genug, die Socken müssen zusätzlich mit Watte gefüllt werden, mit einem Paar Augen, einem Mund und zwei, hinterm Kopf verschränkten Armen versehen werden. Im letzten Arbeitsschritt muss die nun schon recht pfiffig aussehende Socke in Babyfußgröße hübsch in einen Mini-Deko-Liegestuhl drapiert werden.

Dass die Socken nicht als Allzweckwaffe gegen kalte Füße gedacht sind, sollte dem Leser spätestens hier klar sein. Was in aufwendiger Handarbeit produziert wird, hat einen Namen und heißt „Lenzi, die faule Socke aus dem Dornumerland“.

Es ist das Maskottchen der Freilenzer-Region Dornumerland. Seit gut einem Jahr werben die Gemeinde Dornum und die Samtgemeinde Holtriem unter dem Begriff „Freilenzen“ für eine besonders entspannende Art des Urlaubens. „Anfangs hatten wir nur eine begrenzte Anzahl Lenzi’s. Aber schnell merkten wir, dass unser Maskottchen bei den Urlaubsgästen heiß begehrt war,“ erinnert sich Andrea Hillerts, Touristbüroleiterin in Dornumersiel.

Doch der sympathische Faulpelz sollte nicht einfach käuflich zu erwerben sein. Getreu dem Freilenz-Gedanken wurde die Aktion „Tausche Handy gegen Lenzi“ ins Leben gerufen. Urlaubsgäste konnten ihr Handy für die Dauer ihres Urlaubs in der Touristinformation Dornumersiel in Verwahrung geben. In dem Selbsttest konnten die Gäste erfahren, wie viel entspannter ein Urlaub ohne Handy und damit ohne ständige Verfügbarkeit verliefe. Am Ende des Urlaubs gab’s das Handy wohlbehalten zurück und als Belohnung einen Lenzi im Liegestuhl. „Wir hatten die Aktion anfangs mehr als Gag verstanden und glaubten nicht wirklich an den Erfolg,“ gesteht Sandra Buss, Mitarbeiterin der Touristinformation. Doch bereits in kürzester Zeit stapelten sich die Handys im Tresor und viel zu früh waren alle Lenzi‘s unters handymüde Gästevolk verteilt.

Selbst junge Urlaubsgäste, wie die 14jährige Melina Schmitz aus Scheinbeck waren von der Aktion begeistert: „Anfangs fand ich es relativ schwer ohne Handy, da mir die Beschäftigung und irgendwie auch die Sicherheit fehlte. Aber insgesamt konnte ich endlich mal abschalten und loslassen vom verursachten Stress durchs Handy. Ich fand die Freilenz-Aktion sehr gut und kann sie nur weiterempfehlen“, resümierte sie.

Selbstverständlich wird die erfolgreiche Aktion auch in diesem Jahr rechtzeitig mit Beginn der Saison fortgesetzt. Und mit den 100 in Auftrag gegebenen Socken hofft man in Dornumersiel bis zum Ende der Saison auszukommen.

Nordsee pur im Dornumerland

Mit Mann und Maus den Strand erobern, Burgen bauen, das Watt erforschen. Oder lieber aufs Rad steigen und mit Rückenwind die Region erkunden. Oder zum Freizeitmatrosen werden und die Seehunde vor den Ostfriesischen Inseln besuchen. Egal was man macht, eines ist klar: Das Dornumerland im Nordwesten Niedersachsens hat Familien jede Menge zu bieten. Das hat sich herumgesprochen, deshalb lohnt es sich, schon jetzt zu buchen.

Hier sind die Kleinen die Größten

Auf die kleinen Feriengäste freut man sich in den beschaulichen Küstenorten des Dornumerlandes besonders. Denn die „Lütten“ gehören hierher wie die Schafe auf den Deich. Gut möglich, dass der Nachwuchs schon am zweiten Tag nur noch sporadisch am elterlichen Strandkorb vorbeischaut und ansonsten die große Freiheit genießt. Es gibt einfach zu viel zu entdecken. Zum Beispiel im „Doroness-KidsKlub“, wo Kinder zwischen vier und 14 Jahren ein spannendes Ferienprogramm erwartet: Von der Wattexpedition bis zur Abenteuertour für Junior-Ranger, von der Fledermauswanderung bis zum Piratentag.

Bei Schietwetter wird gebastelt, gekocht, geschminkt. Langeweile ist auch dann Fehlanzeige. Ebenso viele Urlaubstipps gibt es für die ganze Familie: Bei Ebbe geht es in das beheizte Meerwasserfreibad direkt am Strand von Dornumersiel. Oder ab Neßmersiel zu einer Wanderung durch das Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer mit Kurs auf Baltrum oder Norderney. Für Familien mit Kindern unter acht Jahren werden spezielle Touren in Küstennähe angeboten, auf denen altersgerecht erklärt wird, was auf dem trockengelegten Meeresboden alles kriecht und krabbelt. Um Meer und Watt geht es auch im Nationalparkhaus in Dornumersiel. Hier können Kinder mit allen Sinnen und trockenen Füßen erleben, was das Wattenmeer so außergewöhnlich macht. Weitere Urlaubsinformationen gibt es unter www.dornumerland.de oder beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Touren zwischen Meer und Moor

Eine Schifffahrt gehört im Dornumerland fast schon zum Pflichtprogramm. Am reizvollsten ist ein Ausflug zu den Seehundbänken. Unterwegs gibt der Käpt’n allerlei Seemannsgarn zum Besten und wirft auch mal die Netze aus, damit Landratten einen Blick auf die Meeresbewohner wie Seestern und Krabbe werfen können. Anschließend taucht der Fang wieder unversehrt in die Wellen ab.

Mindestens ebenso spannend ist eine Fahrradtour in die andere Richtung, ins Hinterland. Dort wartet das „Ewige Meer“, der größte Hochmoorsee Deutschlands. Ein Holzbohlenweg schlängelt sich durch die Moorlandschaft mit vielen Stationen und Quiztafeln. So erfährt man ganz nebenbei, welche Tiere sich hier heimisch fühlen. Ein Höhepunkt im wahrsten Sinne ist außerdem ein Ausflug nach Westerholt. Wer genug Puste hat, klettert die 297 Stufen der begehbaren Windkraftanlage hinauf – und genießt den Blick über ganz Ostfriesland. Aus der Vogelperspektive lässt sich dann auch schon das Ausflugsziel für den nächsten Tag erspähen.

Das Dornumerland: Nordseeferien für Familien

Heute an den Strand, morgen ins Moor und übermorgen vielleicht mit Inlineskates den Deich entlang oder zu Fuß das Mittelalter entdecken? Im Dornumerland finden Familien so viele Ausflugsziele und spannende Events, dass ein Urlaub allein vermutlich gar nicht reicht, um alles zu erleben. Das Motto hier oben in Ostfriesland lautet: Bloß kein Stress! Lieber schön entspannt Spaß haben und die langen Strände, die gemütlichen Hafendörfer und das Hochmoor im Hinterland in aller Ruhe entdecken. Wir geben zehn Urlaubstipps für Seeräuber und Strandpiraten.

Ordentlich „watt“ erleben

Das Dornumerland liegt an der Küste Niedersachsens, direkt gegenüber von den ostfriesischen Inseln. Baltrum kann man sogar zu Fuß erreichen, bei einer geführten Wattwanderung. Am besten gleich zu Urlaubsbeginn einen Platz reservieren, denn die Führungen sind immer schnell ausgebucht. Erwachsene sind in Dornum und Umgebung ziemlich schnell abgemeldet. Auf Kinder wartet in dem Feriengebiet nämlich die ganz große Freiheit. Meistens sind die „Lütten“ schon am zweiten Tag allein unterwegs, treffen sich im DoroKidsClub (ab vier Jahren) oder machen den Spielpark „Sturmfrei“ unsicher. Dort gibt es die ganze Saison über unterschiedliche Urlaubsaktionen für wilde Strandpiraten.

Sich so richtig verwöhnen lassen

Die Kinder sind beschäftigt – da können Mama und Papa ganz locker einen Gang zurückschalten. Das Therapie- und Wohlfühlzentrum von Dornumersiel ist dafür die richtige Anlaufstelle. Massagen, Sauna, Kosmetik – die Fachleute wissen, was gestresste Eltern glücklich macht. Die Kutterflotte von Dornumersiel und Neßmersiel gehört zu den größten an Niedersachsens Westküste. Von der Kaimauer aus starten die urigen Pötte regelmäßig ihre Fangfahrten. Und auch zu den Seehundbänken wird von hier aus abgelegt. Wieder an Land lohnt sich ein kleiner Hafenbummel – und ein Fischbrötchen auf die Hand.

Das Mittelalter entdecken

Geschichtsunterricht in den Ferien? Unbedingt! Wissen wird in Dornum nämlich im Vorbeigehen vermittelt. Das Städtchen (www.dornumerland.de) war im Mittelalter Sitz der Häuptlinge. Sie residierten in prächtigen Gebäuden, darunter die Beningaburg und das barocke Wasserschloss. Ein Bummel auf den Spuren der Macht ist für jedes Alter dringend zu empfehlen. Extra-Tipp: Jedes Jahr im Sommer wird die glorreiche Vergangenheit bei den großen Ritterspielen wieder lebendig, zu denen Besucher aus ganz Deutschland anreisen.

Zum Naturforscher werden

Eimer und Schaufel – mehr brauchen Kinder an den langen Stränden im Dornumerland nicht an Entertainment. Die Großen machen es sich derweil im Strandkorb bequem und haben den Nachwuchs beim Burgenbauen und Muschelsuchen bestens im Blick. Die Küste ist nur die eine Seite der Urlaubsregion. Im Hinterland wartet ein Naturparadies auf Entdecker: das Hochmoor „Ewiges Meer“ mit seinem verwunschenen See. Durch die Landschaft führt ein Rundwanderweg aus Holzbohlen, auf dem sich gern Kreuzottern und kleine Eidechsen sonnen. Trockenen Fußes durchquert man so die 90 Hektar große Moorfläche und kann an vielen Quiztafeln und Mitmachaktionen sein Wissen prüfen. Wer gern radelt, findet hier auch tolle Strecken für ausgedehnte Touren, zum Beispiel die 45 Kilometer lange Route „Vom Moor zum Meer“.

Den Überblick behalten

Ostfriesland ist bekanntlich „platt“. Kein Berg, kein Hügel schränkt die freie Sicht ein. Trotzdem lohnt es sich, einmal „in die erste Etage“ zu klettern, auf die 65 Meter hohe begehbare Windkraftanlage von Westerholt. Wer die 297 Stufen gemeistert hat, ist vermutlich auch platt – aber die Aussicht ist es wert. „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung.“ Dieser Satz gehört an der Küste zum Standardrepertoire. Wer bei Regen trotzdem nicht im „Friesennerz“ an den Strand möchte, kann sich im Nationalparkhaus die Zeit vertreiben. Dort wird unter anderem das Geheimnis von Ebbe und Flut gelüftet.

Ganz entspannt wohnen

Im kleinen Appartement oder im großen Ferienhaus, auf dem Campingplatz oder auf dem Bauernhof – familientaugliche Unterkünfte gibt es im Dornumerland reichlich. Gut zu wissen: Viele Gastgeber sind auch auf vierbeinige Besucher eingestellt. Für Hunde gibt es außerdem einen speziellen Strand und sogar einen Fun-Agility-Park. Da bleiben wirklich keine Urlaubswünsche offen.

2. Strohballen Rollmeisterschaft in Dornumersiel

Am 14.10.2012 ab 11 Uhr finden zum zweiten Mal die ostfriesischen Strohballen-Rollmeisterschaften im Nordseebad Dornumersiel statt.

Hier stehen wie auch im letzten Jahr max. 20 Teams in Konkurrenz zueinander in einer sicherlich nicht gerade weltweit bekannten sportlichen Disziplin; was ja nicht ist kann ja noch werden.
Das Vorjahressieger „Keep on Rolling“ wie auch das Team des Tourismuschefs Rolf Kopper „die Rollatoren“ sind als „Wiederholungstäter“ wieder dabei.

Die jeweils aus 4 Personen bestehenden Teams treten in vier Disziplinen an:

In der ersten Disziplin „Gerade Strecke“ besteht der Wettkampf darin einen ca. 300kg schweren Strohballen in möglichst kurzer Zeit ins Ziel zu rollen.

In der zweiten Disziplin gilt es den Rundballen durch einen Slalomparcours zu manövrieren ohne die Hütchen umzuwerfen und dafür mit Strafpunkten belegt zu werden.

Die energiereichste Disziplin ist das den Deich heraufrollen des Ballens bis zur Deichkrone.

In der vierten Runde werden die Teilnehmer mit Bestnoten belegt die einen Quaderballen am Weitesten werfen können.

Die musikalische Unterhaltung wird von der Band Pegasus eingebracht und zur Unterhaltung werden Blümchen und Bertha mit dem „Kuhfladenbingo“ beitragen.

Damit auch die Kleinen einen erlebnisreichen Nachmittag haben stehen sie beim Bambini-Strohballenrennen und Kuhmelken im Wettstreit.

Aktiv und fit in die kommende Saison

Die Animationsabteilung der Tourismus GmbH Gemeinde Dornum startet mit neuem Aktivprogramm in die Saison.

„Aktiv und fit“ – unter diesem Motto steht das neue Aktiv-Programm für Erwachsene, dass gleichermaßen für Einheimische und Urlaubsgäste konzipiert wurde. Ob sportlich, kreativ oder gesellig – das Angebot besticht besonders durch seine Vielfältigkeit. „Die Kurse sind das ganze Jahr buchbar, somit können wir auch den Urlaubsgästen, die jetzt in den Wintermonaten hier ihren Urlaub verbringen, ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm anbieten, “ erläutert Christina Hartung, Animationsleiterin der Tourismus GmbH. Viele Kurse sind mit der Nordsee-ServiceCard ermäßigt, Einheimische können für einige Kurse eine rabattierte Zehnerkarte erwerben.
Für Sportbegeisterte kann zwischen FlexiBar-Gymnastik oder Thalasso-Bewegungstherapie und Qigong gewählt werden. Besondere Vorkenntnisse für die einzelnen Sportkurse sind nicht erforderlich. „Wenn die Bühne am Seepark-West fertiggestellt ist und es langsam wärmer wird, werden wir mit den Teilnehmern der FlexiBar-Gymnastik und Yoga nach draußen gehen und dort das Sportprogramm durchführen“, freut sich Christina Hartung. Auch das Kreativprogramm wurde komplett neu entwickelt und steht von nun an unter dem Motto „Natur“. Hier kann gefilzt werden oder Tischgestecke und Muschelkästchen aus Naturmaterialien gestaltet werden. Entspannung und Natur pur erleben die Teilnehmer bei einem Thalasso-Spaziergang am Meer. Für diejenigen, die in den Wintermonaten ein Indoor-Programm bevorzugen, hält die Tourismus GmbH Gemeinde Dornum auch hier das passende Angebot bereit. Beim gemütlichen Spielenachmittag im Kaminzimmer, dem Rommétreff mit typisch ostfriesischer Teezeremonie oder beim plattdeutschen Feriensprachkurs können die Teilnehmer gesellige Stunden verbringen und die Zeit nutzen, neue Kontakte im Urlaub zu knüpfen.
Das komplette Kursprogramm finden Interessierte zur Zeit auf der Webseite der Tourismus GmbH Dornum unter www.dornum.de. Die Anmeldungen sollten bis einen Tag vor der Veranstaltung in der Tourist-Info in Dornumersiel erfolgen.