Infos

Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Museen - Kultur.

Calendar
Februar 2012
M D M D F S S
« Jan    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  

Archiv der Kategorie Museen - Kultur

Kunsthalle Emden 11. Februar bis 17. Juni 2012. Karl Hofer: von Lebensspuk und stiller Schönheit

Wohl kaum ein deutscher Künstler war so produktiv wie Karl Hofer (Karlsruhe 1878 – 1955 Berlin). Sein Œuvre umfasste annähernd 3.000 Gemälde und unzählige Zeichnungen. Von diesem enormen Werkbestand gingen durch die Beschlagnahme der Nationalsozialisten und durch die Zerstörung seines Berliner Ateliers während eines Bombenangriffs 1943 mehrere hundert Arbeiten verloren.
Hofer zählt – ähnlich wie Max Beckmann oder Oskar Kokoschka – zu den großen Einzelgängern des 20. Jahrhunderts, wohl auch deshalb, weil seine Malerei stilistisch schwer zu fassen ist und sich einer Zuordnung widersetzt. Während das Frühwerk noch durch Vorbilder wie Hans von Marées und Paul Cézanne geprägt ist, findet er um 1920 in Berlin zu seiner eigenen unverwechselbaren künstlerischen Bildsprache. Seine schlichten Kompositionen mit klaren Formen und ruhigen Farben stießen in der Kunstwelt auf große Resonanz und verschafften ihm insbesondere in den 1920er und 1930er Jahren große Ausstellungserfolge. Erst mit dem nach 1945 einsetzenden Spätwerk veränderte Hofer seinen Stil und seine Palette erheblich, die Farben wurden nun kräftiger und hart neben einander gesetzt.
Die Ausstellung zeigt frühe Gemälde mit biografischem Bezug, richtet den Fokus aber vor allem auf die Themen, die den Künstler Zeit seines Lebens immer wieder beschäftigten. Zu diesem Motivrepertoire zählen die so genannten Mädchen mit Blumen und Jungen mit Ball, Frauenakte, Lesende, Schreibende und Musizierende, Maskeraden und Zirkusdarstellungen und zuletzt Tischgesellschaften. Hofers besonderes Interesse galt stets der Darstellung des Menschen. Seine Figuren, die oftmals still verharrend, in sich gekehrt ihren Gedanken nachzuhängen scheinen, zeugen von einer für Hofer typischen Schönheit. Höchst subtil und gänzlich anders als die Künstler der Neuen Sachlichkeit, verarbeitete auch er in seinen Bildern die Schrecken der beiden Weltkriege und thematisierte als deren Folge die Vereinsamung des verängstigten und innerlich ruhelosen Menschen, aber auch die Gleichgültigkeit gegenüber gesellschaftlicher und politischer Veränderung.
Für das Schaffen des Künstlers ist charakteristisch, dass er einmal gefundene Bild-kompositionen über Jahre und sogar Jahrzehnte hinweg immer wieder aufgriff und variierte. Innerhalb der verschiedenen Themen sind deshalb beispielhaft Werkgrup-pen zusammen gestellt, die unterschiedliche Versionen eines Motivs zeigen. Über den Vergleich dieser Arbeiten wird zum einen die stilistische Veränderung nachvoll-ziehbar. Eindrucksvoll ist zum anderen die Entdeckung, dass sich manche Werke – einem Suchbild vergleichbar – in Aufbau und Ausführung erstaunlich ähneln, während andere Beispiele sich in der Komposition zwar gleichen, stilistisch und farblich aber vollkommen anderer Ausprägung sind. Das zeitliche Spektrum umfasst fünf schaffensreiche Lebensjahrzehnte, mit dem Schwerpunkt auf den 1920er und 1930er Jahren.

Die Ausstellung vereint 75 Gemälde aus Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie etliche selten und noch nie gezeigte Werke aus privaten Sammlungen. Ausgewählte Zeichnungen sowie ein Skizzenbuch mit Karikaturen und ein von Hofer skizziertes Verzeichnis seiner Werke runden die Schau ab.

Auf den Spuren von Heckel, Radziwill & Co.

Auf den Spuren von Heckel, Radziwill & Co.

In ihrem neuen Kulturarrangement verbindet die Ostfriesland Tourismus GmbH das „Abenteuer Wirklichkeit“ mit den Augen des Expressionismus: Dabei wandeln Besucher auf den Spuren der farbbegeisterten Maler in Emden und Dangast.

In der Kunsthalle Emden erwartet Kunstinteressierte die Ausstellung „Erich Heckel. Vom Aquarell zum Gemälde“, die im September eröffnet wurde. Erstmals wird die künstlerische Arbeitsweise Heckels in einer Ausstellung dargestellt, ein Aspekt, der bisher kaum in wissenschaftlich untersucht wurde. Rund 70 Aquarelle und 25 Gemälde werden gezeigt.

Wo und wie der Künstler seine Motive fand, erfahren die Besucher in Dangast: Zwischen 1907 bis 1912 lebte Heckel mit seinem Malerkollegen Karl Schmitt-Rottluff in dem Nordseebad, wo sie sich beide von der malerischen Landschaft inspirieren ließen. Eine eineinhalbstündige Führung führt Gäste zu den Standorten, an denen die Künstler ihre Motive fanden.

In Dangast entwickelte sich der junge Franz Radziwill vom Expressionisten zum Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Ein Besuch in seinem ehemaligen Wohnhaus und der Ausstellung „Franz Radziwill in der Künstlergruppe Die Sieben“ rundet das Kunstwochenende in Ostfriesland ab.

Landesmuseum Emden: Schein oder Wirklichkeit? Realismus in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts

Das Ostfriesische Landesmuseum Emden präsentiert im Frühjahr und Sommer 2010 eine im Nordwesten einmalige Sonderausstellung mit Werken aus dem „Goldenen Zeitalter“ der niederländischen Malerei.
„Schein oder Wirklichkeit? Realismus in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts“ ist eine der drei Hauptausstellungen der kulturellen Veranstaltungsreihe „Abenteuer Wirklichkeit“, die in diesem Jahr Ostfriesland beherrscht. Nach der Trompe l’oeil-Ausstellung der Kunsthalle Wilhelmshaven und der Realismus-Ausstellung der Kunsthalle Emden rückt nun das Ostfriesische Landesmuseum Emden ins Zentrum des ostfriesischen Kulturangebots.
Auf rund 500 Quadratmetern werden mehr als 80 Gemälde so bedeutender Maler wie Jan Steen, Willem Kalf oder Samuel van Hoogstraten ausgestellt. Die niederländischen Meister setzten mit ihren technisch und ästhetisch meisterhaften Werken neue Maßstäbe in der Kunst und gelten als Wegbereiter des modernen Realismus.
Präsentiert werden unter anderem namhafte Leihgaben aus großen öffentlichen Sammlungen wie zum Beispiel in Hamburg, Schwerin, Berlin, Karlsruhe, Bonn oder Groningen. Darunter sind Meisterwerke, die erstmals seit Jahren ausgestellt werden. Hinzu kommen Kunstwerke aus zwei privaten Sammlungen – Werke also, die nur ausnahmsweise der Öffentlichkeit zugänglich sind. In ihrer Breite, ihrem Facettenreichtum und ihrer Qualität ist diese Zusammenstellung niederländischer Meisterwerke in Ostfriesland einmalig. Auch für Kenner der niederländischen Kunst gibt es viel Neues zu entdecken.
Die Werke zeigen Alltagsdarstellungen, Landschaften, Tierbilder, Interieurs und Stillleben und beeindrucken durch eine wirklichkeitsnahe Schilderung. Der Betrachter sieht perspektivisch hoch komplizierte Räume, fotografisch genau wiedergegebene Materialien, täuschend echt wirkende Spiegelungen, Lichter und Schatten, Illusionen von Nah und Fern. Höhepunkte sind illusionistische Kunststücke, die mit der wiedergegebenen und künstlerischen Realität spielen. Gemälde dieser Art lassen fast vergessen, dass alles nur Farbe und Bindemittel auf Holz oder Leinwand ist.

Bei näherem Hinsehen offenbart sich eine weitere Realität jenseits der Bildebene. Alltagszenen und Naturabbildungen werden durch optische oder inhaltliche Widersprüche neu interpretiert. Viele der vordergründig eindeutigen Alltagsszenen enthalten in einer symbolischen Bildersprache „versteckte“ Botschaften zu Themen wie Tugend und Laster. So warnt die auf den ersten Blick fröhliche Wirtshausszene von Hendrick Martensz. Sorgh vor der Verschwendung von Lebenszeit. Die „schlafende Frau“ von Jacob Duck ist nicht von der Arbeit müde; die Kinder sind sich selbst überlassen. Der harmlos anmutende „Besuch des Arztes“ von Hoogstraten stellt bei näherem Hinsehen eine Szene aus einer zeittypischen Burleske dar. Und was sagt uns Petrus Staverenus’ junge Frau mit den Schellfischen wirklich?
Mit Schein oder Wirklichkeit? thematisiert das Ostfriesische Landesmuseum Emden die seit dem 16. Jahrhundert bestehende enge geschichtliche und kulturelle Verbindung zwischen Nordwestdeutschland und den Niederlanden. Dieser Blick über die Landesgrenzen hinaus ist charakteristisch für das kunst- und kulturgeschichtliche Angebot des Hauses. In einer umfassenden Sammlung von Zeitzeugnissen werden hier die Geschichte und die Identität der gesamten Ostfriesischen Halbinsel lebendig. Dies umfasst neben der bekannten Emder Rüstkammer mit seinem beeindruckenden Bestand niederländischer Radschlosspistolen die Moorleiche „Mann von Bernuthsfeld“, das Emder Silberkabinett sowie eine bedeutende Sammlung von Gemälden, die ebenfalls zum Teil in der Ausstellung Schein oder Wirklichkeit? zu sehen sind.
Wesentlich bei der Ausgestaltung von Schein oder Wirklichkeit? war die Prämisse, dass Kunst auch Spaß machen darf. So wurde die Abteilung Museumspädagogik von Anfang an mit einbezogen. Im Ergebnis bieten verschiedene interaktive Elemente und begleitende Veranstaltungen die Möglichkeit, sich das Thema in Teilen spielerisch zu erschließen. Unter anderem können Stillleben nachgestellt, Anamorphosen gebaut sowie eine Camera obscura von innen besichtigt werden. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben kostenlosen Eintritt.
Die Ausstellung Schein oder Wirklichkeit? wird großzügig von der BARD-Gruppe sowie vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Stadt Emden gefördert. Sie ist Teil des von der Ostfriesischen Landschaft organisierten Kulturthemenjahres „Abenteuer Wirklichkeit“ und steht unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff.
Es erscheinen ein Begleitband zur Ausstellung und ein Kunstbuch für Kinder und Familien.

Der Garten der Skulpturen

Inmitten des Harlingerlandes liegt in Ruhe und Beschaulichkeit das Warfendorf Funnix mit seiner 800 Jahre alten Backsteinkirche. Direkt gegenüber befindet sich als Gesamtkunstwerk der Skulpturengarten des Stahlplastikers Leo Wübbena.

Der Garten präsentiert während der Sommermonate neben dem Bestand der Sammlung namhafter Stahlbildhauer der zeitgenössischen Szene eine KUNSTAUSSTELLUNG mit jährlich wechselnden internationalen Künstlern.

Die Johannes-a-Lasco-Bibliothek in Emden

Die Johannes-a-Lasco-Bibliothek (JALB) ist eine öffentlich zugängliche geisteswissenschaftlich und theologisch ausgerichtete Spezialbibliothek in Emden. Namensgebend ist der aus Polen stammende Reformator Johannes a Lasco, der zwischen 1540 und 1555 in Emden wirkte. Besondere Sammelgebiete sind die Geschichte und Theologie des reformierten Protestantismus, die Konfessionsgeschichte der Frühen Neuzeit und die Landesgeschichte Ostfrieslands.

In den Ruinen der 1943 bei einem Luftangriff zerstörten Großen Kirche wurde die Bibliothek 1995 nach dreijähriger (Um-)Bauzeit eröffnet. Sie geht auf das Archiv und die seit 1559 bestehende Büchersammlung der reformierten Gemeinde Emden zurück und dient als öffentliche Bibliothek mit dem Schwerpunkt reformierter Protestantismus. In dieser Funktion ist sie eine wichtige Forschungsstätte – auch im europäischen Rahmen.

Die Bibliothek, in Form einer Stiftung betrieben, wurde 2001 vom Deutschen Bibliotheksverband und der Zeit-Stiftung zur Bibliothek des Jahres gewählt. Die JALB wird seit 1995 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in ihrem Erwerbungsprogramm unterstützt.

Die JALB besitzt unter anderem Bücher aus den Bibliotheken von Erasmus von Rotterdam, Johannes a Lasco, Albert Ritzaeus Hardenberg und Petrus Medmann. Besonders wertvoll ist auch die erst 1993 übernommene bibliophile Sammlung des Kaufmanns Johann Philipp Janssen, die rund 2.000 Titel umfasst, darunter 20 Inkunabeln und mehrere wertvolle Drucke des 16. Jahrhunderts.

In der Bibliothek finden auch Konzerte, Vorträge, Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Neben der wissenschaftlichen Bedeutung ist auch die Architektur des Gebäudes hervorzuheben. In die im 15. Jahrhundert errichtete und 1943 bei einem Luftangriff zum Teil zerstörte Kirche wurden Elemente moderner Industriearchitektur eingebaut.

Quelle: Wikipedia

Nachtorgel im Kerzenschein in der St. Bartholomäus-Kirche zu Dornum

Die St. Bartholomäus-Kirche zu Dornum (Ostfriesland) freut sich, Ihnen auch in diesem Jahr wieder ein besonders attraktives Konzertprogramm präsentieren zu dürfen. An unserer wertvollen Gerhard-von-Holy-Orgel von 1710/ 11 werden wie gewohnt hochkarätige, internationale Solisten und Konzertorganisten Platz nehmen.

Gerhard-von-Holy-Orgel von 1710/ 11 Virtuose Blockflötenklange zum Auftakt und europäische Orgelmusik zum Abschluss, dazwischen Stars der Alten-Musik-Szene wie Dorothee Mields, Ludger Rémy, José Luis Gonzales Uriol und Claudio Astronio, sowie abwechslungsreiche Solistenkonzerte mit der jungen Weimaraner Gambenprofessorin Imke David und Christoph Bossert, der uns in ungeahnte Klangwelten entführt, und mit der beim Musikalischen Sommer letzten Jahres mit stehenden Ovationen gefeierten jungen hochbegabten Sopranistin Gudrun Sidonie Otto. Im Jubiläumsjahr wird sie Schumanns Liederzyklus Myrten und Lieder von dessen großem Vorbild Bach anrührend zu Gehör bringen, begleitet von Wolfgang Brunner am Hammerflügel und Andreas Liebig an unserer historischen Holy-Orgel von 1710/11. In diesem Jahr steht die Nachtorgel zudem ganz im Zeichen des Vaters der europäischen Orgelmusik, Antonio de Cabezón (1510-1566): Klangmystik aus dem Goldenen Zeitalter Spanischer Orgelkunst.

Freuen Sie sich auch auf ein Wiederhören mit Publikumslieblingen wie Andreas Böhlen, Bas de Vroome und Aart Bergwerff. Erleben Sie Meisterwerke europäischer Orgelkunst in unserer mit Kerzen stimmungsvoll erleuchteten mittelalterlichen St. Bartholomäuskirche! Herzlich willkommen!!

Das Turm-Museum in St. Magnus in Esens

Auf fünf Etagen des 1845 errichteten Turms der St.-Magnus-Kirche dokumentiert das Museum die Baugeschichte der größten Kirche Ostfrieslands (1848 bis 1854) sowie ihr Inventar. 113 Stufen führen zur Aussichtsebene bei den Glocken vorbei am mechanischen Kirchturmuhrwerk von 1873, hölzernem Kutschen-Leichenwagen (1930) und riesigen Orgelpfeifen.
Der weite Ausblick bei den Glocken bis zu den ostfriesischen Inseln ist faszinierend.

Holarium - 3 D Museum in Esens

Historische Wurzel des 3D Museum Esens ist die Holografie. In einer ständigen Ausstellung werden hier die schönsten Hologramme aus der Sammlung “Holarium” ausgestellt. Mit mehr als 1000 Bildern und Holo-Design Objekten aus mehr als 45 Jahren Holografie Geschichte, ist die “Sammlung Holarium” eine der umfangreichsten und bedeutendsten Holografie Sammlungen der Welt.

Meisterwerke in 3D sind ein Klassiker in den Ausstellungen. Wichtige Ölbilder Alter Meister wurden zu 3D Bildern konvertiert und erheben den Anspruch, Besucher durch die Augen der Maler schauen zu lassen. Entschlüsselt werden die in den Werken Alter Meister - durch Licht und Perspektive kodiert - enthaltenen räumlichen Erinnerungen.

Schlossmuseum Jever

Schlossmuseum Jever
Bildrechte: Schlossmuseum Jever

Ein altes, ehrwürdiges Gebäude wie das Schloss zu Jever bietet für alle Besucher Chancen und Möglichkeiten, Kultur und Kunst, Geschichte und historische Dimensionen zu erleben. Hier werden Türen weit geöffnet, Barrieren abgebaut und ein vielfältiges Angebot präsentiert.

Der Reiz des Originalen, die besondere Atmosphäre eines geschichtlichen Ortes, der alle Sinne anspricht, macht den Besuch für alle zu einem besonderen Erlebnis: Der Keller riecht feucht, die dicken Mauern sind kühl, die Stimme hallt im Turm, die Gobelins sind farbenfroh und die Masken der Renaissancedecke wirken befremdlich. Der sinnliche Zugang öffnet für alle, auch für Menschen mit Handicaps eine ganz neue Ebene. Egal mit welchen besonderen Kompetenzen, Stärken oder Schwächen die Menschen in dieses Museum kommen, die Türen sind weit geöffnet und es erwartet sie ein vielfältiges Angebot, um das Schloss mit allen Sinnen zu erleben.

Deutsches Sielhafenmuseum Carolinensiel

Die Sielhäfen der deutschen Nordseeküste waren in der Vergangenheit wichtige Handels- und Schifffahrtsorte.

Das Deutsche Sielhafenmuseum (DSHM) zeigt Leben, Arbeit und Handel rund um einen typischen Sielhafen an der deutschen Wattenmeerküste in Vergangenheit und Gegenwart. Dies geschieht in vier historischen Gebäuden (Groot Hus, Kapitänshaus, Alte Pastorei, Rettungsstation) und dem wieder hergestellten historischen Hafen Carolinensiel von 1729 mit seinen alten Frachtseglern, Fischereifahrzeugen und typgerechten Nachbauten. Das Leben in diesen von Handel, Schifffahrt, Handwerk, Deichbau, Entwässerung und Landwirtschaft der umgebenden Marsch geprägten Orten brachte vielfältige Kontakte zum In- und Ausland. Diese Umstände haben zu einer besonderen Kultur der Sielhafenorte geführt.

Das DSHM entwickelt sich seit 1984 zu einem umfassenden Sammlungs- und Dokumentationsort der Siele, Sielhäfen und der dort entstandenen Ortschaften an der deutschen Nordseeküste.