Sommernächte mit „Shakespeare im Park“

Ob tragisch oder komödiantisch, verspielt oder ernst: Die bremer shakespeare company widmet sich mit Herzblut und Leidenschaft dem englischen Dramatiker William Shakespeare und seinem vielfältigen Werk. Seit 1983 bringt sie das bundesweit größte Shakespeare-Repertoire auf die Bühne – und seit 1993 einmal im Jahr ins Grüne.

Tradition in Bremen

Zu ihren Freilichtaufführungen „Shakespeare im Park“ lädt das Theater vom 14. bis 18. August in den Bremer Bürgerpark. Mit den Klassikern „Richard III“, „Pericles“, „Prinz von Tyros“, „Ende gut, alles gut“ und natürlich „Ein Sommernachtstraum“ sorgen die Schauspieler für Theatergenuss unter freiem Himmel. Das sommerliche Open-Air-Programm geht 2013 bereits in die achtzehnte Runde und zählt zu den Höhepunkten des Kulturjahres in der Hansestadt. Die Bremer knüpfen damit an eine alte Shakespear‘sche Tradition an: Schon die Aufführungen in dessen berühmten „Globe Theatre“ fanden unter freiem Himmel statt. Unvergesslich ist neben der Kunst der Schauspieler auch die romantische Kulisse: Der Bremer Bürgerpark ist im 19. Jahrhundert entstanden und zählt zu den am besten erhaltenen Landschaftsparks Deutschlands.

Übrigens: Bei schlechtem Wetter werden die Vorstellungen in die bremer shakespeare company am Leibnizplatz verlegt, die nach einer umfangreichen Renovierung in neuem Glanz erstrahlt. Aktuelle Informationen sind bei zweifelhaften Wetterverhältnissen an den Vorverkaufsstellen oder auf der Website des Theaters www.shakespeare-company.com verfügbar. Die Karten kosten bei der Bremer Touristik-Zentrale 24,20 Euro

Seriemer Mühle

Entdecken Sie eine der schönsten Windmühlen Ostfrieslands.
Erbaut wurde die Seriemer Mühle 1804 von den Müllern C. S. Willems und V. Klasen. Am 21. Dezember 1812 wurde die Mühle von dem Müller Röbe Eyben erworben. Der letzte Besitzer der Familie Eyben, Tjark Ommen Eyben, besaß die Mühle vom 8. Oktober 1881 bis zum 29. November 1899. Danach erwarb der Müller Hermann Ferdinand Willms die Mühle. Hermann Ferdinand Willms war der Erfinder des Kreuzversteifungsrings (um 1910), der früher eine größere Stabilität der Flügel bewirkte, da diese ständig im Flügelkreuz nachgekeilt werden mussten. Der noch vor Ort vorhandene Original-Kreuzversteifungsring wurde im Rahmen der Restaurierung wieder angebracht, um an den Erfinder zu erinnern.

Die Mühle wurde gewerblich bis 1975 genutzt. Um vom Wind unabhängig zu sein, wurde Anfang der 30er Jahre ein Deutz Diesel-Motor angeschafft. Es handelt sich hierbei um die Bauart MKH 239 aus dem Baujahr 1927. Die Motorleistung liegt zwischen 35 und 40 PS, die Motordrehzahl bei 300 bis 330 Umdrehungen pro Minute. Der Dieselmotor war bis 1968 in Betrieb. Danach wurde mit einer elektrischen Hammermühle gemahlen.
Durch den technischen Fortschritt war es den meisten Mühlen nicht mehr möglich, wirtschaftlich zu arbeiten. Auch die Seriemer Mühle war davon betroffen. Produkte für den menschlichen Verzehr und Tiernahrung werden heute industriell hergestellt.

Um die Mühle vor dem drohenden Verfall zu bewahren, wurde von Mitbürgern aus der näheren Umgebung und der Eigentümerin Eke Thaden am 26.04.2002 ein Mühlenverein gegründet. Der Mühlenverein hat den Namen der Mühle „DE GOEDE VERWAGTING“ (niederländisch = die gute Erwartung) als Vereinsnamen übernommen.
Der Verein hat die zentrale Aufgabe, die Mühle langfristig für die Öffentlichkeit zu erhalten. Neben eigenen Aktivitäten wie z. B. Mitgliedsbeiträge und Einnahmen durch Mühlenfeste ist der Verein bestrebt, Fördermittel für die Mühle einzuwerben.

Die Mühle ist voll funktionsfähig und kann besichtigt werden.

Im alten Müllerhaus von 1844 erwartet Sie heute eine urgemütliche Teestube. Hier gibt es in punkto Tee keinen Schnick-Schnack! Servier wir echter Ostfriesentee auf traditionelle Art. – Probieren Sie den Unterschied!
Genießen Sie die Bestseller Apfelkuchen und Ostfriesentorte in der Teestube oder im Sommer im Garten unter alten Lindenbäumen mit einem Blick auf die Mühle.