Juister Gäste-Parlament

Ab sofort können sich Gäste und Urlauber der Nordseeinsel Juist für das Gäste-Parlament 2017 bis 2019 bewerben. Die Parlamentarier können aktiv an der Gestaltung und damit der Zukunft der Insel mitwirken.

Auf Juist ist der Gast nicht nur König, sondern kann auch ein Abgeordneter werden. Im Oktober 2014 hatte die Nordseeinsel das erste und bislang einzige Gäste-Parlament Deutschlands ins Leben gerufen. Nachdem die dreijährige Amtsperiode im Herbst 2016 ausgelaufen ist, stehen nun Neuwahlen an.
Bewerben kann sich jeder Juistfahrer, der Lust hat, als „Abgeordneter“ im Gäste-Parlament der Insel kräftig mit zu mischen. Die Auswahl der insgesamt zehn Mitglieder erfolgt per Losverfahren, wobei genau darauf geachtet wird, eine konstruktive Mischung verschiedener Altersgruppen unter Berücksichtigung von Aspekten wie Familienstand und Stamm- oder Neugast zu bekommen.

Mitte September wird entschieden, wer dabei sein darf, und vom 10. bis 12. November wird das neue Parlament zum ersten Mal tagen. Natürlich können hier keine Entscheidungen getroffen werden, denn dafür ist der Gemeinderat verantwortlich. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten der Mitgestaltung. An den Sitzungen nehmen außer den gewählten Gästen sieben Insulaner teil.

Abgeordnete bleiben für drei Jahre im Amt und treffen sich einmal im Jahr für ein Wochenende auf Juist. Die Kosten für die Fähre, die Übernachtungen und den Kurbeitrag werden von der Kurverwaltung übernommen.

Marketingleiter Thomas Vodde: “Wir nehmen die Bedürfnisse und Wünsche unserer Gäste sehr ernst und möchten sie aktiv in wichtige Entscheidungen einbeziehen: Was gefällt ihnen? Was können wir besser machen? Wie können wir gemeinsam die Zukunft der Insel gestalten? Mit dem Gäste-Parlament bieten wir unseren Inselbesuchern die Möglichkeit, ihr ehrliches Feedback zu geben und freuen uns sehr, damit auf so viel positive Resonanz zu stoßen.“

Juist ist auf dem besten Weg, die Insel für ihre Gäste tatsächlich zu einer Freundschaft fürs Leben werden und bleiben zu lassen.

Bewerben können sich Interessierte ausschließlich im Internet unter
www.juist.de/zauberinsel/aktuelles/gaeste-parlament.html.

Die Bewerbungsunterlagen müssen bis spätestens Sonntag, 10. September 2017, eingereicht werden.

Zum UNESCO Weltnaturerbe-Geburtstag des Wattenmeeres nach Juist

Vor sieben Jahren wurde das deutsch-niederländische Wattenmeer aufgrund seiner Einzigartigkeit von der UNESCO in die Liste der Weltnaturerbestätten aufgenommen. Juist liegt mitten drin im Wattemeer und an kaum einem anderen Ort fühlt man sich näher dran an der Weltnatur als hier.
Anlässlich des Geburtstags des Wattenmeeres gibt es auf Juist vom 25. auf den 26. Juni nun zum ersten Mal die Gelegenheit, eine Nacht auf dem Deich direkt unter dem Juister Firmament zu verbringen, ringsherum nichts als die unberührten Natur- und Vogelwelt. Geschlafen wird, wenn überhaupt, auf einfachen Feldbetten, denn schließlich möchte man nichts verpassen.

Im Rhythmus der Gezeiten verändert sich das Watt ständig: abwechselnd Land und Meer, Stille und Sturm, strahlende Sonne und undurchdringlicher Nebel, geheimnisvolles Wattknistern und Orkanböen: das einzig Stete im Watt ist der Wandel.

Es bietet einen Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen, die sich den zum Teil extremen Bedingungen angepasst haben. Wattwürmer und Muschelarten tummeln sich im Schlick und es ist ein wichtiges Rastgebiet für die Zugvögel, die sich hier im Herbst ausruhen dürfen.

Am 25. Juni 2017 treffen sich die Teilnehmer um 20:30 Uhr am Nationalpark-Haus Juist. Dort startet das Abenteuer mit einem Abendspaziergang, gespickt mit spannenden Geschichten rund um die Nordsee und Juist. Dann werden die Feldbetten am Deich zusammen aufgebaut und die Nacht kann beginnen. Am nächsten Morgen stärkt ein leckeres BIO-Frühstück vom Juister Bio-Hotel AnNatur und nach Abbau der Schlafplätze beginnt die circa zweieinhalbstündige Wattwanderung. Es gibt Menschen die sagen dass nur, wer einmal gefühlt hat, wie der weiche Meeresboden langsam zwischen den Zehen hindurchquirlt, wirklich angekommen ist auf Juist.

Verabschiedet wird sich anschließend im Nationalpark-Haus und wer danach ein richtiges Bett braucht, kann das zuvor über die Kurverwaltung buchen.

Preis pro Teilnehmer für Übernachtung und Programm: 95,00 Euro.

Neue Inselsauna mit Strandgefühl auf Juist

Die Juister und ihre Gäste bekommen eine neue Saunalandschaft. Und was für eine: Die Kurverwaltung Juist baut nicht nur im Obergeschoss des Meerwasser-Erlebnisbades, sondern auch – und das ist das Einzigartige – auf dem Dach des Bades eine Sauna mit herrlichem Rundumblick.

Die neue Sauna begeistert. Es ist nicht einfach eine Saunalandschaft: Hier oben auf dem höchsten Punkt von Juist kann man das typische Juister Inselgefühl hautnah erleben: Strand, Wind, Sonne, unendliche Weite und das alles beim saunieren oder beim Ausruhen auf dem Sonnendeck. Hier genießt man einen Blick über den Ort bis zum Hafen und über das Weltnaturerbe Wattenmeer im Süden, den Hammersee im Westen und die weite Nordsee mit dem weißen Strand im Norden.
Wie wäre es, den Juister Saunatag mit einem romantischen Sonnenuntergang über den Dächern des Töwerlandes zu Ende gehen zu lassen?

Die neue Wellnesslandschaft bietet eine finnische Sauna mit Panoramablick, Meerwasser zum Abkühlen, ein Holzdeck „zum Abdampfen“ und einen Ruheraum zum Entspannen. Eine Etage darunter gibt es eine Bio-Kräuter-Sauna, ein Dampfbad, Wärmebänke mit Fußbecken, Kalt- und Warmwasserduschen, einen Ruheraum mit Blick auf den Strand und einen Loungebereich. Wer noch im original Nordseewasser schwimmen möchte, kann dies problemlos im Meerwasser-Erlebnisbad – gleich nebenan. Ab Mai 2013 kann man all dies auf Juist das ganze Jahr erleben. Weiße, lange Sandstrände, gesunde Nordseeluft und Meer wohin man schaut. Juist entschleunigt und ist die ideale Urlaubsinsel für die ganze Familie, für Paare, für Singles, für Naturliebhaber und und und…. Juist – Töwerland – die autofreie Nordseeinsel zu der man immer wieder zurück möchte. Wer einmal Juist erlebt hat, kommt immer wieder. Das ganze Jahr über hat Juist eine Menge zu bieten: Ruhe, intakte Natur, Wattenmeer, gesunde Luft,Strand und Meer, Erholung, Spaß, Kultur und vieles mehr.

Autofrei und klimafreundlich – die Nordseeinsel Juist wird immer mehr Naturparadies

Vor etwas über zwei Jahren hatte sich Juist auf den Weg gemacht: Das Eiland will bis 2030 möglichst klimaneutral – sprich CO2-frei werden. Jetzt zog die Gemeinde eine erste Zwischenbilanz und stellte fest: der CO2-Fussabdruck, den die Insel wie jedes Lebewesen, jede Stadt, jede Region in der Atmosphäre hinterlässt, ist schon etwas zierlicher geworden; 2008 hatte das Bremer Energie-Institut der Insel noch ihren Ausstoß von 19.590 Tonnen CO2 vor allem durch den jährlichen Strom- und Gasverbrauch, durch Fähren, Flugverkehr, Meerwasser-Erlebnisbad, Hotels und Restaurants vorgerechnet, aber in ihrem neuen Sparfieber konnten die Insulaner den Verbrauch bereits senken.

Vor allem Hoteliers, Pensionswirte und Restaurantbetreiber ließen sich vom Projektpartner, dem Oldenburger Energieversorger EWE, beraten, wie sie Strom und Gas sparen können, planten zum Teil neue Wärmedämmungen oder energiegedrosselte Heizanlagen. 140 kleine Beratungen zählte die EWE 2010 auf der Insel, 10 große Analysen kamen 2011 noch dazu. In vielen Unterkünften zeugt bereits eine Urkunde oder auch das Logo des Projekts davon, dass die Vermieter ihre Emissionen genau kennen und aktiv auf Sparkurs umgelenkt haben. Feriengäste konnten seit Herbst 2010 mit dem RIT-Umwelt-Plus-Ticket und bestem ökologischen Gewissen CO2-frei per Bahn zum Fähranleger fahren.

Und weil Umweltbewusstsein nicht nur im Kleinen sondern auch bei den Kleinen anfängt, stand die Sommersaison 2011 auch für die jüngsten Gäste ganz im Zeichen des Klima-Wandels auf der Insel: Wissenschaftler klärten im Rahmen der Kinderuni Kids über die Folgen der Treibhausgase auf, am Strand wurden mit ihnen Solarautos gebastelt und Schnitzeljagden zum Thema erneuerbare Energien veranstaltet. Wer Donnerstags auf der Insel essen ging, bekam in vielen Restaurants ein leckeres vegetarisches Menü serviert – unter dem Motto „Donnerstag ist Veggietag“. Wer es bis dahin noch nicht wusste, war danach aufgeklärt: Auch bei der Fleischproduktion fällt eine Menge CO2 an.

Die Niedersächsische Landesregierung belohnte die Juister Bemühungen rund ums Klima inzwischen mit einem Preis für ihr kommunales Engagement in Sachen Umwelt, und „auch die Gäste finden unsere Aktion gut“, freut sich der Juister Marketing-Leiter Thomas Vodde. „Sie haben uns sehr dabei unterstützt.“ Kein Wunder – wer auf der Insel urlaubt, bringt ohnehin ein Faible fürs tiefe Durchatmen in sauberer Luft mit und das Gefühl, der Natur besonders nahe zu stehen: Der „schönste Sandhaufen in der Nordsee“, wie die Insulaner ihre Heimat nennen, ist autofrei. Jetzt kommt zur reinen Luft halt auch noch ein etwas reineres Gewissen. Weltweit, hatten Wissenschaftler 2009 auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen gefordert, dass der Temperaturanstieg möglichst weniger als zwei Grad betragen sollte. Die Juister werden ihren Teil dazu beitragen. Der Sommer, räumen sie jedoch ein, darf im nächsten Jahr trotzdem etwas wärmer ausfallen.

Nordseeinsel Juist plant Deutschlands erstes Gästeorchester

Einmaliges Pilotprojekt: Ein Chefdirigent & Konzertsolisten verhelfen Juister Gästen zur Konzertreife

Euripides beschrieb „Iphigenie in Aulis“, Goethe dichtete „Iphigenie auf Tauris“, und im Oktober kommt die antike Dame nun auch auf die ostfriesische Insel Juist – in bester Begleitung durch 43 Kurgäste und ihre Instrumente. Fünf Tage lang können Hobbymusiker unter der Leitung von aktiv im Konzertleben stehenden Persönlichkeiten die Ouvertüre der Iphigenie-Oper von Gluck, den zweiten Satz aus dem Klarinettenkonzert A-Dur von Mozart, ein Concerto von Donizetti und die berühmte 5. Symphonie, genannt „Schicksalssymphonie“ von Beethoven einstudieren – und dabei ein Konzert präsentieren, das es so noch nie gegeben hat.

Gäste spielen für Gäste – nach einem Intensivtraining durch international bekannte Klassikstars. Acht Stunden täglich, fünf Tage lang, feilen sie unter Anleitung von Koryphäen an anspruchsvollen Klassikstücken. Die Geigen und Bratschen werden von Prof. Sylvia-Elisabeth Viertel betreut, die unter anderem auch in Konzertsälen von Südamerika, Mexiko und den USA bekannt ist; Violoncellist Ramon Jaffé, als Solist Gast in vielen der grossen Konzertsäle der Welt, kümmert sich um Celli und Kontrabässe, Klarinettist Dimitri Ashkenazy, der u.a. in der Hollywood Bowl in Los Angeles und im Sydney Opera House auftrat, um die Bläser – der Chefdirigent der Thüringer Symphoniker, Oliver Weder, wird das Orchester auf Zeit zusammenführen, er trägt die musikalische Gesamtverantwortung. Auch für die Musiker ist der Juister Alleingang eine spannende Erfahrung: „Eine ganz neuartige Idee, die kreative Freizeit in einer wundervollen Umgebung zu verbringen“, schwärmt zum Beispiel Ramon Jaffé. Nebenbei lernen die Gäste die Künstler auch privat kennen, zum Beispiel beim Plaudern während mehrerer gemeinsam organisierter Abendessen nach den Probetagen; da kann man Sylvia-Elisabeth Viertel endlich in Ruhe fragen, wie es sich anfühlt, eine 250 Jahre alte Geige zu spielen, Ramon Jaffé von seiner Leidenschaft, den Flamencokonzerten, erzählen lassen oder Dimitry Ashkenazy von seinen vielen Meisterkursen rund um den Erdball. Vielleicht ergibt sich sogar einmal ein gemeinsamer Spaziergang über den 17-Kilometer-Traumstrand der Insel Juist. Krönender Abschluss der Proben: Ein öffentliches Konzert, kostenlos für alle Zuhörer – Wunscherfüllung!

Wer mitmachen möchte: Gesucht werden Geigen, Bratschen, Celli, Kontrabässe, Flöten (schon ausgebucht), Oboen, Klarinetten (schon ausgebucht), Fagotte, Hörner (schon ausgebucht), Trompeten und eine Pauke. Kosten: ab 565 Euro im Doppelzimmer und ab 994 Euro in einer Ferienwohnung für die Zeit vom 23. bis 29. Oktober 2011, inklusive Überfahrt, Unterkunft/Frühstück, gemeinsamer Orchesterunterricht. Mehr Infos gibt es bei der Kurverwaltung Juist, Tel: 04935-809210, E-Mail: pauschal@juist.de

Klimainsel Juist: Auch auf der Traumstrand-Insel ist der Donnerstag jetzt Veggie-Tag

Wir trennen den Müll und lassen öfter mal das Auto stehen. Können wir der Umwelt sonst noch schnell was Gutes tun? Ja, lecker essen gehen, zum Beispiel. „Donnerstag ist Veggietag“ heißt es unter anderem bereits in San Francisco, Kapstadt und Bremen – und von nun an auch auf der kleinen Nordseeinsel Juist. Viele Restaurants im zauberhaften Töwerland rücken an diesem Tag in der Woche ein besonderes fleischloses Gericht auf ihre Karte – und in den Mittelpunkt einer beispielhaften Aktion im Rahmen des ehrgeizigen Ziels, Juist so schnell wie möglich zur klimaneutralen Insel zu machen. Mit saftiger Lasagne, knusprigen Gemüsepfannen, raffinierten Bratlingen & Co wird sogar einfleischten Steakfans Appetit gemacht und letztlich jede Menge CO2 eingespart. Jedes Kilo Fleisch auf dem Teller belastet nämlich die Umwelt genauso wie eine Autofahrt über 250 Kilometer, Kühe gehören tatsächlich zu den Klimakillern: Durch die Methangase bei ihrer Verdauung, den für Boden und Wasserqualität üblen Stallmist, die Mengen an Energie, die bei der Tierfutterherstellung anfallen. Ein einziger vegetarischer Wochentag weltweit erspart dem Klima übers Jahr die Abgase, die sonst 6 Millionen Autos von sich geben. Auf Juist fällt die Energiebilanz des Veggie-Tages dazu noch um ein Vielfaches günstiger aus: das Nordseekleinod mit dem berühmten 17-Kilometer-Traumstrand ist grundsätzlich autofrei. Gemüsepfanne auf der Insel? Ein echter Coup für die Umwelt.