In Bremerhaven liegen Kulturgenuss und Naturerlebnis eng beieinander

Wer nordisches Küsten-Flair und urbanes Kulturleben zugleich erleben möchte, der ist in Bremerhaven richtig. In der größten Stadt an der deutschen Nordseeküste liegen etwa mit den sogenannten Havenwelten und dem Schaufenster Fischereihafen die Attraktionen ganz nah beieinander. Das weltweit einzigartige Klimahaus Bremerhaven 8° Ost ist schon architektonisch ein echter Hingucker – und im Inneren erleben die Besucher eine Reise durch die unterschiedlichen Klimazonen der Erde. Im Deutschen Auswandererhaus wird dagegen die Suche nach dem Glück jenseits des Atlantiks hautnah nachvollziehbar. Das Erlebnismuseum steht genau dort, wo zwischen 1832 und 1974 mehr als sieben Millionen Menschen ihre Heimat verließen und Bremerhaven so zum größten Auswandererhafen Europas machten.

Schifffahrt früher und heute

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum zeigt die Geschichte der Seefahrt und präsentiert die einzige erhaltene Hanse-Kogge der Welt von 1380. Und im Museumshafen sind der größte hölzerne Frachtsegler „Seute Deern“ und das historische U-Boot „Wilhelm Bauer“ zu besichtigen. Die modernen Überseehäfen im Norden der Stadt haben auch heute noch Weltrang und der Containerhafen gehört zu den größten in Europa. Mit dem „HafenBus“ sind die beeindruckenden Hafenanlagen bei einer zweistündigen Fahrt aus der Nähe zu erleben: Die Tour führt mitten auf die Containerterminals und dicht unter die tonnenschweren Beladungsbrücken.

Naturerlebnis an der Wesermündung

Daneben hat die Seestadt an der Wesermündung auch ein besonderes Naturerlebnis zu bieten: Das Naturschutzgebiet Luneplate auf einer ehemaligen Weserinsel sorgt für ein Kontrastprogramm zum städtischen Kulturgenuss. Ein Spaziergang oder eine Radtour mit Besuch der Aussichtsplattformen im grünen Marschland ist ein echter Insidertipp der Bremerhavenerin Dörte Behrmann im Reise-Blog Aboutcities.de, einem gemeinsamen Online-Portal Bremerhavens mit 17 niedersächsischen Städten: „Ich war erstaunt, wie vielfältig die Natur dort ist. Überall glitzert Wasser, was auf die großen Röhricht- und Wattflächen hinweist, die dort entstanden sind. Ein Tidepolder lässt bei Flut das Wasser auf die Luneplate auflaufen, sodass sich das Brackwasser der Weser in dem verästelten Gebiet verteilt. Bei Ebbe läuft das Wasser wieder ab. Diesem Spiel von Nehmen und Geben zuzuschauen, empfinde ich als lohnenswerte Ergänzung zum Besuch in Klimahaus und Co.“

Klimahaus Bremerhaven

Gesunde, salzhaltige Seeluft, endlose Strände und die Inseln mit ihrer fantastischen Dünenlandschaft: Die von den Gezeiten geprägte Natur der Nordsee mit dem zum Unesco-Weltnaturerbe zählenden Wattenmeer zieht in jedem Sommer unzählige Gäste in ihren Bann. Das Nordseeklima kann gelegentlich schon ganz schön spektakulär sein – wer aber die einmalige Faszination weltweiter Klimaphänomene hautnah erleben möchte, sollte während seines Urlaubs einen Abstecher ins Klimahaus Bremerhaven 8° Ost machen. Hier kann man auf dem achten östlichen Längengrad einmal um die Welt reisen und dabei fünf verschiedene Klimazonen kennen lernen. Steile Felsen und tiefe Gletscherspalten, heißer Wüstensand und schwüler Regenwald sowie spektakuläre Unterwasserlandschaften: Besonders für Familien ist die Bremerhavener Wissens- und Erlebniswelt ein ideales Ausflugsziel. Alle Informationen stehen unter www.klimahaus-bremerhaven.de.

Neue Attraktion: Norddeutschlands einziger Hubschrauber-Simulator

Die originalgetreue Nachbildung des zweimotorigen Hubschraubers „Bell 212“ zählt zu den neuen Highlights im Klimahaus, die meisten Besucher wollen sich den virtuellen Flug mit dem Helikopter nicht entgehen lassen. „Man kann in einer fünfminütigen Flugshow zu einem Nordsee-Windpark fliegen“, erläutert Arne Dunker, Geschäftsführer der Wissens- und Erlebniswelt. Der dreizehneinhalb Meter lange Hubschrauber ist der erste Simulator seiner Art in Norddeutschland – und zugleich die Hauptattraktion der neuen Windkraft-Ausstellung. Das sogenannte Offshore Center präsentiert zudem Werkzeuge und Materialien, die beim Bau der bis zu 160 Meter hohen Windkraft-Anlagen verwendet werden.

Einzigartige Tour rund um den Globus

Im 5.000 Quadratmeter großen Ausstellungsbereich „Reise“ führt die Klimatour rund um den Globus durch das Hochgebirge in den Schweizer Alpen und die Wüste in der Sahelzone, in das Packeis der Antarktis und in das Südsee-Paradies Samoa. Die Kulissen der Ausstellung basieren auf einer tatsächlichen Reise zu neun Orten in fünf Klimazonen – immer entlang des achten Längengrades Ost. Nicht nur die Temperaturen entsprechen dem jeweiligen Original, sondern auch Luftfeuchtigkeit und Gerüche. Das polare Klima der Antarktis bedeutet Eiseskälte – in den Ausstellungsräumen ist es trocken und etwa minus sechs Grad Celsius. In der Reisestation Niger herrscht dagegen ein trockenes Wüstenklima mit 35 Grad Celsius. Mit Kamerun und Samoa sind gleich zwei tropische Regionen vertreten, die sich durch hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um 30 Grad Celsius auszeichnen. In Kamerun durchstreifen die Besucher den Regenwald bei Nacht, während sie in Samoa die bunte Unterwasserwelt des Südpazifiks beobachten können. Bevor die Reise wieder an den Startpunkt Bremerhaven zurückführt, geht es noch zur Hallig Langeneß, die direkt vor der Nordseeküste Schleswig-Holsteins liegt. „In echt“ ist sie nur per Schiff oder bei Niedrigwasser über eine sogenannte Lorenbahn zu erreichen.

Klimahaus Bremerhaven

Von der Nordseeküste bis in die Südsee ist es nur ein Katzensprung – zumindest in Bremerhaven. Familien können sich hier auf eine Expeditionsreise begeben und die verschiedensten Klimabedingungen hautnah spüren, von minus sechs Grad Celsius in der Antarktis bis zu angenehm warmen 30 Grad auf Samoa. Gerade diese Kontraste sind es, die unsere Erde so schön und reizvoll machen. Wer alle Klimazonen erleben will, benötigt normalerweise viel Zeit und ein üppiges Reisebudget – oder unternimmt einfach eine Weltreise an nur einem Tag. Möglich wird dies im „Klimahaus Bremerhaven 8° Ost“, das die Besucher entlang des Längengrads 8 Grad 34 Minuten Ost rund um den Globus führt. Unterwegs erfahren die Weltreisenden auf unterhaltsame Weise viel Neues über den eigenen Planeten. Unter www.klimahaus-bremerhaven.de gibt es alle Informationen zu dem Abenteuer für die ganze Familie.

Südseestrand und Packeis

Wie unterschiedlich die Welt auf ein und demselben Längengrad aussieht: Von den Schweizer Bergen geht es durch die Wüste der Sahelzone und das über Jahrhunderte aufgetürmte Packeis der Antarktis, entlang des Südseestrands von Samoa und wieder zurück an die Nordsee. Mit Hilfe interaktiver Exponate werden auch komplexe Zusammenhänge im Klimageschehen der Erde leicht verständlich erklärt. Ein Tag vergeht hier wie im Flug, zumal man sich die Zeit selbst einteilen oder sich zwischendurch in der Gastronomie des Klimahauses stärken kann. Ganze fünf Klimazonen erleben die Besucher auf ihrer interaktiven Weltreise. Dabei entsprechen nicht nur die Temperaturen dem jeweiligen Original, sondern auch Luftfeuchtigkeit und Gerüche.

So herrscht im afrikanischen Niger ein trockenes Wüstenklima mit 35 Grad Celsius. Tropisch geht es in Kamerun und Samoa zu, mit knapp 80 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit und 30 Grad Celsius. Das Resultat ist eine üppig blühende Pflanzenwelt, die im Klimahaus ebenfalls nachgebildet wird. Ein echter Publikumsfavorit sind auch die Wasserlandschaften, in denen die Besucher exotische Fische beobachten können. Die frostigen Temperaturen in der Antarktis bilden danach sogar eine angenehme und willkommene Abkühlung.

Informationen zum Klimawandel

Das Klimahaus ist einerseits eine Freizeiteinrichtung, andererseits will es aber auch das Bewusstsein für den Klimawandel schärfen. Der Standort kommt dabei nicht von ungefähr. „In Bremerhaven ist mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung eine der führenden Einrichtungen der internationalen Klimawissenschaft ansässig. Klimaphänomene sind gerade an der Nordseeküste besonders eindrucksvoll zu erleben“, sagt Klimahaus-Geschäftsführer Arne Dunker. Neben dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung zählen auch das Max-Planck-Institut für Meteorologie und der Deutsche Wetterdienst zu den Partnern der Besucherattraktion.

Museumsschiff FMS „GERA“ erhält modernste Informationstechnik

Ab dem Frühjahr 2015 können sich Besucher/-innen des Seitentrawlers „GERA“ von Kapitän Hein und seinem Bestmann Harry („Der Lange“) über das Museumsschiff führen lassen. Einzige Voraussetzung für die 17 Stationen umfassende Führung ist, dass man sein Smartphone dabei hat oder sich ein entsprechendes Gerät an der Kasse ausleiht. Acht historische Filme über die Arbeitswelt auf Seitentrawlern, eine Datenbank zu 1563 Fischereifahrzeugen, wissenschaftliche Texte sowie zahllose Fotos werden darüber hinaus auf fünf Multimedia-Stationen das Informationsangebot für wissensdurstige Besucher/-innen vervollständigen. Möglich wird die digitale Revolution auf dem letzten deutschen Seitentrawler durch Mittel aus dem EU-Fischereifonds (EFF).

„Die Hochseefischerei ist in Deutschland eine vergangene Arbeitswelt, und viele Besucher wollen mehr darüber und über die „GERA“ als letzten deutschen Seitentrawler wissen“, erklärt Museumsdirektor Dr. Alfred Kube die multimediale Aufrüstung des Bremerhavener Museumsschiffs. Für das Historische Museum Bremerhaven hat das Projekt gleichzeitig Pilotcharakter. „Auf allen Museumsschiffen fehlt der Platz für Texte und Erklärungen, will man das authentische Ambiente nicht zerstören“, ergänzt Kube. Modernste, platzsparende Informationstechnik kann diesem Dilemma abhelfen. Die „GERA“ wird sich authentisch im Originalzustand eines Seitentrawlers präsentieren, aber dennoch ein großes multimediales Informationsangebot für die Besucher/-innen vorhalten.

Die Direktoren Dr. Alfred Kube und Dr. Anja Benscheidt des Historischen Museums Bremerhaven, zu dem die „GERA“ gehört, legen jedoch Wert darauf, dass der Informationsgehalt der digitalen Medien wissenschaftlichen Anforderungen entspricht. Daher wurden die Konzepte und Texte im Museum selbst entwickelt, lediglich die technische und grafische Produktion wurde Fachfirmen überlassen. Rechtzeitig zum 25. Jubiläum als Bremerhavener Museumsschiff im Jahr 2015 soll der letzte deutsche Seitentrawler seinem Anspruch als schwimmendes Hochseefischerei-Museum gerecht werden. Dann sollen keine Fragen zur Hochseefischerei auf Seitentrawlern für interessierte Besucher/-innen mehr offen bleiben.

Zusammen mit der neu konzipierten und 2015 eröffnenden Erlebnisausstellung zum Thema Fisch im ehemaligen „Atlanticum“ wird die „GERA“ im „Schaufenster Fischereihafen“ ein herausragender Anlaufpunkt werden, der Bremerhavens überregionales Marketing als „Fischtown“ stärken wird. Auch optisch wird die „GERA“ als Galionsfigur des Fischereihafens 2015 ins Bild gerückt: Bei einbrechender Dunkelheit wird der Seitentrawler mit seinen hoch aufragenden Masten in buntes Wechsellicht getaucht, um weithin sichtbar auf das „Schaufenster“ aufmerksam zu machen.

Bremerhaven: Country Legende „Seldom Sober“ feiert 35-jähriges Bühnenjubiläum

Es war die Zeit, in der Jonny Hill mit seinem „Ruf Teddybär eins vier“, in Deutschland gestandene LKW-Fahrer zu Tränen rührte und in der Truck Stop Hits wie „Ich möcht‘ so gern Dave Dudley hör’n“, oder „Take it easy – altes Haus“ im Radio rauf und runter liefen. Countrymusik war populär geworden und Sänger wie Gunter Gabriel oder Tom Astor regelmäßige Gäste in TV-Shows und Hitparaden. Endlose Highways und 30-Tonner-Diesel wurden zum Sinnbild des Wortes Freiheit. Eine Handvoll GIs in der stürmischen US-Enklave Bremerhaven hatte zu jener Zeit den kühnen Plan, eine Country-Band zu gründen, um damit den lokalen Appetit auf Banjo-Sound und Steel-Guitar-Musik zu stillen. Das Vorhaben ging auf: Die Band gab sich den Namen „Seldom Sober“ und wurde zu einer regionalen Legende. In diesem Jahr feiert die Band das 35. Bühnenjubiläum – am Donnerstag, 29. Mai, im Schaufenster Fischereihafen. Mit dabei: viele Freunde und alte Weggefährten.

Als der bassspielende AFN-DJ James „Jim“ Kirby und sein gitarrenversierter Kumpel Al Clark Ende der 1970er Jahre darüber sinnierten, dass in der Region eigentlich eine amtliche Country-Band fehlen würde, entschlossen sie sich kurzerhand, diesen Umstand umgehend zu ändern. In Gary Hall fanden die beiden einen willigen Rhythmusgitarristen. Ein Schlagzeuger namens Roger, der seine Trommelstöcke zuvor in einer Hard-Rock-Band wirbeln ließ, ergänzte das Grundsegment der Combo. Vervollständigt wurde sie durch einen Exoten – den einzigen Deutschen in der Formation: Hermann Lammers-Meyer. Dieser stammte aus den unendlichen Weiten des benachbarten Ostfrieslands und hatte sich als Pedal-Steel-Guitar-Spieler der „Emsland Hillbillies“ einen echten Namen in der Szene gemacht. Fortan zupfte Hermann also auch in der neuen Band die Seiten, die sich den sinnigen Namen „Seldom Sober“ (selten nüchtern) gab.

Die fünf Country-Recken spielten hauptsächlich in den US-Kasernen und Clubs der deutschen Tiefebene. Alle 14 Tage freitags – immer im Wechsel im NCO-Club (Unteroffizierskasino) der Carl-Schurz-Kaserne oder in der Lucius D. Clay Kaserne in Garlstedt. Hinzu kamen Auftritte beim Country & Rodeo-Festival in der Bremerhavener Stadthalle und natürlich auch im „Red Dog Saloon“ auf dem Deutsch-Amerikanischen Volksfest – dem „Amimarkt“. Die Band war erste Wahl, wenn Country & Western gebucht wurden. Line- und Squaredance, lauwarmes Bier aus „Pitchern“, Steaks, Ribs und Burger – all das wurde erst durch die passende Musik zu einer runden Sache und die kam idealerweise von „Seldom Sober“.

Da die Militärzeit der hier stationierten US-Soldaten im Schnitt nur 2 bis 4 Jahre andauerte, gab es infolgedessen turnusgemäße Wechsel unter den Stetson- und Cowboybootsträgern. 1984 stieß der bekannte Seestadt-Drummer George B. Miller zur Band. Er hatte eine Bar am Freigebiet, die von vielen Amerikanern frequentiert wurde. Irgendwann standen Al und Jim vor ihm und fragten, ob er nicht Lust hätte, auch mal ein bisschen „Seldom Sober“ zu sein. Er hatte Lust, in Anbetracht des lockenden Dollars, der damals einen Wechselkurs von 3,69 DM hatte, mehr als verständlich. Später folgte der Gitarrenvirtuose George Meier, der mit Miller zuvor schon bei Wolfsmond und Meier, Miller, Kaiser zusammengespielt hatte. Der Gitarrist ersetzte Gary Hall, der zurück in die Staaten musste. Für Jim am Bass kam irgendwann Chris „Nibbl“ Niemeyer. Al wurde durch Scotty Riggins ersetzt und als dieser 1990 schließlich, als letzter Amerikaner, die Band verließ, stand „Seldom Sober“ vor dem Aus.

Die Rettung eilte in Form der guten Seele der Band herbei. Mathias Hübler, alias Matt Walker, wollte die ihm so liebgewonnene Combo nicht einfach sterben lassen. Matt war seit Mitte der 1980er Jahre als Roadie eng mit der Country-Band verbunden und hatte sie zu unzähligen Gigs begleitet. Gitarrenspiel und Gesang lagen ihm und so entschloss er sich kurzerhand selber dazu, in die Rolle des neuen Seldom Sober Frontmannes zu schlüpfen. Er holte Maiko Grünholz als Verstärkung in der Gitarrenriege. Mit Andy Wackert zog auch ein neuer Drummer bei der Band ein – sonst blieb alles beim Alten. Das Quintett zog mit tief ins Gesicht gezogenen Hutkrempen und hell klingenden Stiefel-Sporen durch norddeutsche und holländische Clubs. Immer reichlich gute Musik von Willie Nelson, Garth Brooks, Alan Jackson und anderen Cowboy-Barden in den prall gefüllten Satteltaschen. Im Laufe der folgenden Jahre übernahm irgendwann Mathias Bruder Stephan den Bass in der Band und George holte sich die Trommelstöcke zurück.

Wenn die fünf Seestadt-Cowboys am Himmelfahrtstag das 35-jährige Bestehen der Band ganz groß feiern, dürfen die Zuschauer sich auf eine Riesenparty freuen. Einige der ehemaligen Weggefährten – unter ihnen auch Ex-Frontmann Scotty Riggins – so wie viele befreundete Musiker haben sich mit Gastbeiträgen angekündigt. Die Zeichen für einen ausgelassenen Abend in bester Tradition zum Bandnamen stehen also mehr als gut. Ach so, Bier im Pitcher und Line Dance gibt es natürlich auch – Yeehaw! Marco Butzkus

35 Jahre „Seldom Sober“ – ein Jubiläum mit Stetson, Boots und Steel-Guitar
Donnerstag, 29. Mai
16 Uhr
Schaufenster Fischereihafen
Bühne vor dem Oberfeuer

Horst Lichter mit neuer Show in Bremerhaven

„Jetzt kocht er auch noch!“
Nach zwei erfolgreichen Live-Programmen („Sushi ist auch keine Lösung!“, „Kann denn Butter Sünde sein?“) mit rund 250.000 Zuschauern geht der wohl bekannteste und lustigste TV-Koch Deutschlands seit Herbst 2012 mit seiner neuen Show auf Tour.

Horst Lichter freut sich jetzt schon: „Bei meinen letzten beiden Bühnenprogrammen war es immer so superschön mit den Leuten in der Halle, da habe ich mich schnell verquatscht und dann blieb nur noch wenig Zeit fürs Kochen, aber das ändert sich jetzt.“

„Jetzt kocht er auch noch!“ ist Horst Lichters drittes Liveprogramm und ab jetzt geht’s heiß her auf der Bühne. Die Zuschauer können sich schon jetzt auf einen bunten Mix aus interessanten Geschichten und Lichter-typischen Kocheinlagen freuen. „Ich habe schon so viel erlebt und ein paar spezielle Gerichte aus meiner ‚Rezepte-Schatztruhe’ mitgebracht, die mich an die tollsten Abschnitte meines Lebens erinnern. Die möchte ich zum Anlass nehmen, zusammen mit dem Publikum eine kleine kulinarische Reise anzutreten.“ Denn der prämierte Bartträger wird die Menschen nicht nur mit den leckeren Gerichten, sondern auch mit seinen Geschichten verzaubern. So wirft Horst Lichter in seinen stets lustigen Erzählungen einen Blick hinter die Kulissen der Gastronomie. Ob mit seinen Erfahrungen als Koch und Restaurantbesitzer, Geschichten über Kellner oder Anekdoten über das Essen an sich – wo Christian Rach aufhört, fängt bei Horst Lichter der Spaß erst an… Und: Jetzt kocht er auch noch!

Tickets für die Show gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter der Tickethotline 0381 609350 und im Online-Ticketshop auf externer Link: www.goliath-show.de

Veranstaltung: Horst Lichter
Ort: Stadthalle Bremerhaven
Datum: 30.01.2014
Uhrzeit: 20 Uhr

Museumsfest im Historischen Museum Bremerhaven am 27. Oktober 2013

Das Historische Museum Bremerhaven lädt zum Museumsfest am Sonntag, den 27. Oktober 2013 von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt ein. An diesem Tag besteht die letzte Gelegenheit für einen Besuch der Sonderausstellung „AngeZogen – Geheime Botschaften. Eine Enzyklopädie norddeutscher Kleidung“. Gleichzeitig wird ein abwechselungsreiches Programm für große und kleine Museumsbesucher/innen im gesamten Haus angeboten.

Verschiedene Vorführungen in der Sonder- und Dauerausstellung vermitteln anschaulich handwerkliche Techniken. Unter anderem wird die Kunst des Klöppelns vorgeführt. Bei dieser traditionellen Handarbeitstechnik werden feine, auf hölzernen Klöppeln aufgewickelte Garne zu zarten Spitzen verarbeitet. Außerdem zeigt der Bremerhavener Künstler Jürgen Buhmann, wie eine Zinnfigur entsteht.

Kurzführungen durch die Sonderausstellung widmen sich verschiedenen Botschaften von Kleidung, beispielsweise führt ein Rundgang zur Mode der 1950er und 1960er Jahre. Wer sich für die Geschichte der Seestadt Bremerhaven interessiert, der kann an einer Führung durch die Dauerausstellung des Museums teilnehmen. Am Nachmittag lassen Jan-Hendrik Ehlers (Klavier) und Mikael Börresen (Klarinette) Musik durch das Museum erklingen. Das Duo erinnert musikalisch an verschiedene Kleidungsstücke wie zum Beispiel den „Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini“.

Friedrich der Zaubererrr verblüfft sein Publikum mit einem komischen Huhn, das auf unerwartete Weise Eier legt und einer Herde kleiner roter Elefanten, die eine Reihe wundersamer Dinge vollbringen. Und für Kinder, die gerne selber kreativ werden möchten, gibt es verschiedene Angebote im Kindermuseum, unter anderem besteht die Möglichkeit, Täschchen aus Leder oder glitzernden Armschmuck herzustellen.

Programm

10-18 Uhr Eintritt frei
11-17 Uhr Mitmachprogramm im Kindermuseum
11-17 Uhr Zinngießen mit Jürgen Buhmann im Foyer
11-17 Uhr Klöppelvorführung in der Sonderausstellung
11.00 Uhr Kurzführung „Von Kopf bis Fuß – Accessoires“, Treffpunkt Foyer
13.00 Uhr Kurzführung „Mode der 1950er und 1960er Jahre“, Treffpunkt Foyer
14.00 Uhr Führung durch die Dauerausstellung, Treffpunkt Foyer
15.00 Uhr Kurzführung „AngeZogen – Highlights von A bis Z“, Treffpunkt Foyer
15.00 / 16.00 Uhr Friedrich der Zaubererrr „Hokus Pokus Omnibus“ auf der Galerie
15.30 / 16.30 Uhr Musik mit Jan-Hendrik Ehlers und Mikael Börresen auf der Galerie
17.00 Uhr Kurzführung „Festliche Mode“, Treffpunkt Foyer

Zu jeder halben Stunde wird ein Film über die Bremerhavener Modedesignerin Annette Kölling im MuseumsKino gezeigt und zu jeder vollen Stunde findet eine Vorführung der Dampf- und Kältemaschine statt.

„Volle Kraft voraus“: Aktionstag am 13. Oktober 2013 auf dem Museumsschiff FMS „GERA“

Im Rahmen der Energietage im Schaufenster Fischereihafen lädt der Freundeskreis des Museumsschiffs FMS „GERA“ zu einem abwechselungsreichen Programm bei freiem Eintritt am Sonntag, den 13. Oktober 2013 von 10 bis 18 Uhr ein. An diesem Tag sind Mitglieder des Freundeskreises auf dem letzten deutschen Seitentrawler und demonstrieren den Besucherinnen und Besuchern ihre Arbeit als Kapitän, Maschinist oder Bestmann auf einem Hochseefischereischiff.

Im Maschinenraum wird die 1420 PS starke Vater-und-Sohn-Anlage um 11, 13, und 15 Uhr in Betrieb genommen. Dann laufen die beiden Viertakt-Dieselmotoren, die mit offenen Kipphebeln arbeiten, auf vollen Touren und lassen erahnen, welchem Lärm und Geruch die Mannschaft unterwegs ausgesetzt war. Die Brücke ist an diesem Tag geöffnet, und ein Kapitän erläutert die verschiedenen technischen Geräte der Kommandozentrale. Dazu zählt die Knopfsteueranlage, mit der das Schiff gesteuert wurde oder die sogenannte Fischlupe, mit der Fischschwärme geortet werden können. Auch das Fangdeck ist an diesem Tag besetzt und ehemalige Hochseefischer erzählen von der harten und gefährlichen Arbeit beim Fischfang. Denn die „GERA“ zählt zu den Seitentrawlern, das heißt, dass das gefüllte Netz an das Schanzkleid mit den Händen und reiner Muskelkraft herangezogen werden musste.

Die Phänomenta ist an diesem Tag mit an Bord und zeigt Kindern und Jugendlichen, was man mit Fischkisten so alles machen kann – z.B. Domino spielen oder Musik machen. Wer gerne als Leichtmatrose auf der „GERA“ anheuern möchte, muss vorher ein Quiz lösen und eine Abschlussprüfung bestehen, um einen Heuervertrag zu erhalten. Kleinere Besucher können verschiedene Fischarten wie Rotbarsch, Heilbutt und Kabeljau aus Papier basteln, während größere Besucher sich in der Kunst des Netze flickens von einem Bestmann einweisen lassen können.

Der Freundeskreis der „GERA“ sucht Verstärkung. Interessierte, die aus dem Bereich der Hochseefischerei kommen und sich für den Erhalt der „GERA“ einsetzen möchten, sind an diesem Tag herzlich eingeladen, das Schiff und die Mitglieder kennen zu lernen.

Der Eintritt auf die „GERA“ ist an diesem Tag frei. Die „GERA“ ist noch bis zum 3. November geöffnet, dann geht das Museumsschiff in die Winterpause um nötige Reparaturen durchzuführen.

Wie kann die Nordsee sauer sein und auf wen eigentlich?

Die beiden Buchautoren und AWI Wissenschaftler Antje Funcke und Konstatin Mewes nehmen alle Kinder ab zehn Jahren in einer Mitmachlesung mit auf die Reise ins Wattenmeer. Dabei stellen sie nicht nur ihr Buch vor, sondern geben auch einen kleinen Einblick in ihre Arbeit. Wer also einen Blick durchs Elektronenmikroskop werfen will oder den Säuregehalt des Wassers bestimmen möchte, ist herzlich zur Mitmachaktion der Stadtbibliothek am Mittwoch, 10. Juli, um 15 Uhr eingeladen.

Die Geschwister Tessi und Tipo sind zwei junge Kammerlinge. Die sandkorngroßen Einzeller leben in der obersten Sandschicht des Wattenmeeres und wohnen in einem Gehäuse aus Kalkkammern. Gemeinsam mit Tessi und Tipo erkundet der Leser eine Welt, die für den Menschen sonst nur unter dem Mikroskop sichtbar wird. Doch im Buch „Tessi & Tipo“ geben die beiden Einzeller Kindern einen Einblick in ihr Leben am Meeresgrund. Sie nehmen sie mit in ihre Kammerling-Schule, wo sie eines Tages Milus kennenlernen. Nach anfänglichem Misstrauen gegenüber dem Fremden, freunden sich Tessi und Tipo mit Milus an. Doch schon bald erkrankt er und sein sonst so glänzendes Gehäuse wird ganz matt und rissig. Die beiden müssen all ihren Mut aufbringen, um schließlich zu erfahren, dass die vom Menschen verursachte Ozeanversauerung eine große Gefahr für Milus und sie selbst darstellt.

Um Anmeldung in der Kinderbibliothek wird gebeten. Der Eintritt ist frei.

Letztes Kammerkonzert der Saison im Historischen Museum Bremerhaven

Die Kammerkonzertreihe des Städtischen Orchesters im Veranstaltungssaal des Historischen Museums Bremerhaven endet für diese Saison mit Kompositionen von Franz Schubert und Ludwig van Beethoven. Am Montag, den 3. Juni 2013 um 20.00 Uhr spielen die Musiker Vasilij Rusnak (Violine), Diana Veiser (Viola), Rainer Pehrisch (Violoncello), Michael Pfannschmidt (Kontrabass) und Stefan Veselka (Klavier) Beethovens Streichtrio Es-Dur op. 3 und Schuberts Klavierquintett A-Dur op. post 114 D-667 („Forellenquintett“).

Ludwig van Beethoven (1770-1827) trug im Verlaufe seines Lebens zu verschiedenen kammermusikalischen Genres wie dem Streichquartett und dem Klaviertrio regelmäßig bei, während er für andere wie dem Streich- und Klavierquintett nur vereinzelte frühe Beispiele hinterließ. Auch seine fünf Kompositionen für Streichtrio sind frühe Werke, die aus seinen ersten Jahren (konkret 1798) in Wien stammen, also vor seinen sechs meisterhaften Quartett-Erstlingen op. 18.

Im zweiten Teil des Konzertabends kommt das beliebte Stück „Forellenquintett“ von Franz Schubert (1797-1828) zur Aufführung. 1819 wurde Schubert von seinem Freund, dem Sänger Michael Vogt, eingeladen, den Sommer mit ihm gemeinsam in seiner Heimatstadt Steyr zu verbringen. Schubert nahm das Angebot an und als Ergebnis dieses Erholungsurlaubs brachte er das „Forellenquintett“ mit, denn die Freunde waren nicht nur wandern gegangen, sondern hatten sich auch zum gemeinsamen Musizieren zusammen gefunden. Mit dabei war auch immer der Musikmäzen und Cellist Silvester Paumgarten, der wiederholt sein Lieblingslied „Die Forelle“ (D 550) von Schubert verlangte, der dieses Lied 1816/17 nach einem Text von Christian Friedrich Daniel Schubart vertont hatte. Ihm zu Liebe fügte Schubert der klassischen viersätzigen Anlage einen fünften Satz hinzu, in dem er die Melodie des Liedes variierte. Und auch die ungewöhnliche Besetzung – Kontrabass statt zweiter Violine – geht wohl auf Paumgarten zurück.

Karten gibt es im Vorverkauf im Stadttheater Bremerhaven. Restkarten sind an der Abendkasse des Historischen Museums Bremerhaven erhältlich.