Busfahrt zu Schauplätzen des „Friesischen Infernos“

Das gab’s noch nie: Eine Busfahrt in die Zukunft, die ein wenig an die Vergangenheit erinnert – und doch völlig anders ist: Eine Bustour durch Ostfriesland zu einigen der Schauplätze des „Friesischen Infernos“. Am Sonnabend, 16. September 2017, kann man sich auf diese abenteuerliche Reise begeben. Um 10.15 Uhr geht es im „Tatort Taraxacum“ in Leer los.

Das Konzept ähnelt den beliebten „Kriminellen Bustouren“ – kein Wunder, schließlich hat Autor Peter Gerdes diese Veranstaltungsform selbst entwickelt. „Der wesentliche Unterschied besteht in dem Buch, das den Anlass liefert“, sagt Gerdes: „,Friesisches Inferno‘ ist nur ganz am Rande ein Krimi. Vor allem ist es Phantastischer Roman, der ausmalt, wie es in unserer Heimat nach einem totalen Zusammenbruch der Zivilisation weitergehen könnte.“

Weit hergeholt? Das findet Gerdes nicht. „Die politischen Verhältnisse sind in den letzten Jahren sehr viel instabiler geworden – von den USA über die Türkei und den Nahen Osten bis nach Nordkorea. Auch in Europa gärt es. Die Vorstellung, dass ein Funke dieses Pulverfass zur Explosion bringen könnte, ist absolut naheliegend.“ Was den Autor dabei besonders interessiert: „Wie geht es anschließend weiter? Denn ein großer Knall ist ja niemals das wirkliche Ende.“

Im „Friesischen Inferno“ ist die Friesische Halbinsel fünfzig Jahre nach dem Chaos durch eine verstrahlte Todeszone vom Rest der Welt isoliert. Die dezimierte Bevölkerung kämpft mit allen Mitteln ums Überleben. Neue Häuptlinge versuchen sich zu etablieren, aber auch religiöse Fanatiker und andere Gruppen mit unterschiedlichen Vorstellungen mischen mit. Mitten drin die Romanhelden Helm und Gander, die einen Entführer verfolgen und dessen Opfer befreien wollen. Bei ihren Versuchen, Ansätze von Recht und Gesetz neu einzuführen, stoßen sie überall auf Widerstand …

Eins gibt der Autor offen zu: „Es macht einen Riesenspaß, sich solch eine Welt auszudenken, ohne den Regeln der Realität unterworfen zu sein.“ Natürlich kommt die Action dabei nicht zu kurz: „Fast in jeder Szene geht’s zur Sache. So etwas ist in einem Krimi eher selten.“

Die Bustour am 16. September beginnt um 10.15 Uhr im „Tatort Taraxacum“ mit Tee und Krintstuut, dazu gibt es die erste kurze Lesung vom Inferno-Autor. Um 11 Uhr startet der Bus. Wohin es geht? Das wird noch nicht verraten! Angesteuert werden einige der Orte, an denen das „Friesische Inferno“ spielt. Die Teilnehmer erwartet unterwegs die eine oder andere Überraschung. Um 14 Uhr ist der Bus zurück in Leer, rechtzeitig zum stärkenden Mahl im „Tatort Taraxacum“. Karten gibt es genau dort – oder unter der E-Mail buchhandlung@tatort-taraxacum.de.