Gezeitenkonzerte in Ostfriesland 2017

Unter dem Motto „Sturm und Klang“ gehen die Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft 2017 in ihre sechste Saison. Für diesen Sommer hat der künstlerische Leiter, Prof. Matthias Kirschnereit, wieder ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das die Besucher vom 23. Juni bis zum 13. August zu musikalischem Hochgenuss an außergewöhnliche Orte einlädt.

Das Auftaktkonzert findet vor der altehrwürdigen Kulisse der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden statt. Hier bringen am 23. Juni Solisten der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ergänzt um Violinistin Tanja Becker-Bender und Pianist Matthias Kirschnereit das Dvorák- sowie das Schubert-Oktett zu Gehör. Stürmisch und klangvoll geht es bei den jungen, aufstrebenden Gipfelstürmern zu, die zahlreich bei den Langen Nächten in Aurich vertreten sind, aber auch sonst immer wieder das Programm durchziehen. Mit Blick auf den Jadebusen kann den Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbs, dem qunst.quintett im Alten Kurhaus in Dangast gelauscht werden. Für seine besondere Sogwirkung ist auch das 120-köpfige Junge Philharmonische Orchester Niedersachsen (JPON) bekannt. Es gastiert am 13. August auf dem Polderhof – Friesenpferdegestüt Brümmer in Bunderhee.

Neben aufstrebenden Talenten bereichern Weltklassekünstler die Gezeitenkonzerte. So wird beispielsweise die lebende Klavierlegende Grigory Sokolov im Theater an der Blinke in Leer zu erleben sein. Erstmalig bei den Gezeitenkonzerten zu hören sind die fantastische junge Pianistin Alice Sara Ott in Reepsholt, sowie der norwegische Pianist Leif Ove Andsnes, der zusammen mit dem Violinisten Christian Tetzlaff, dem Gezeiten-Publikum wohl bekannt, in Emden gastiert.

Für frischen Wind sorgt die Klarinettistin Sabine Meyer zusammen mit dem Alliage Quintett in Münkeboe, ebenso wie die Klarinettistin Nicola Jürgensen mit dem Klenke Quartett im Gut Horn Gristede und das zwölfköpfige Bläserensemble 10forBrass Open-Air in Wiesmoor. Spanische und deutsche Klänge bringen die katalanische Sängerin Nuria Rial und Gitarrist Heiko Ossig in den hübschen Fischerort Ditzum. Ebenfalls spanisch daher kommt das Programm „Ich brenne für das Leben“ im Heimathaus Aschendorf mit Texten von Federico García Lorca, kurzweilig vorgetragen vom bekannten Schauspieler Stefan Kurt, musikalisch ergänzt durch Violinist Ulf Schneider und Pianist Stephan Imorde.

Erfahrungsgemäß stürmisch geht es bei den Gezeiten-Classixx zu, wenn das Noord Nederlands Orkest zusammen mit der ausdrucksstarken Sängerin Fay Claassen ein populäres Programm aus Werken der Klassik, garniert mit Filmmusik, auf die Bühne im Volkswagen Werk Emden bringt.

Auf einen Hauch Norwegen dürfen sich Jazz-Liebhaber freuen, wenn Ausnahme-Trompeter und Multiinstrumentalist Mathias Eick mit seinem Quintett im Emder van-Ameren-Bad wunderschöne Klangwelten freisetzt. Weltmusik zwischen östlichen und westlichen Winden weht mit dem umfangreichen Instrumentarium von Quadro Nuevo durchs Energie-, Bildungs- und Erlebniszentrum (EEZ) in Aurich.

Gleich fünf Orchesterkonzerte bereichern in diesem Jahr das Kammermusikfestival in Ostfriesland. Mit dem Auftritt der Deutschen Kammerakademie Neuss unter der Leitung von Frank Beermann zusammen mit Fagottistin Rie Koyama und Matthias Kirschnereit in Emden sei nur ein Beispiel genannt.

Das Reformationsjubiläum wird mit zwei speziellen Gezeitenkonzerten gewürdigt, mit dem Knabenchor Hannover in der Ludgerikirche Norden sowie Concerto Foscari in dem schönen Ort Neustadtgödens, in dem es gleich fünf Gotteshäuser gibt, von denen zumindest drei bespielt werden. Auch die kulturtouristischen Streifzüge greifen das Thema bei Stadtrundgängen und Kirchenführungen wieder auf.

Für das leibliche Wohl bei den Konzerten sorgt das sturmerprobte Catering Team der AG Ems.

Auch das Titelmotiv steht 2017 eindeutig unter dem Motto „Sturm und Klang“. Es zeigt die Gipfelstürmer Raphael Paratore, Philipp Wollheim und Verena Metzger, die mit ihren Instrumentenkoffern im vergangenen Jahr bei widrigen Witterungsverhältnissen dafür ins Watt vor Dangast gestiefelt sind.

Die Schirmherrschaft für die Gezeitenkonzerte hat erneut Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil übernommen.

Karten und Informationen gibt es ab dem 27. Februar im Forum der Ostfriesischen Landschaft sowie telefonisch unter 04941 1799-67, im Internet www.ostfriesischelandschaft.de/gezeitenkonzerte sowie beim Ticketpartner www.reservix.de.

Nordsee bereit für Karnevalsmuffel

Raus aus dem Konfetti-Regen und rein in ein unbeschwertes Naturerlebnis: Die niedersächsische Nordseeküste rüstet sich in diesen Tagen wieder für zahllose Karnevalsmuffel aus den Hochburgen an Rhein, Main und Neckar. Denn die Auszeit vom jecken Trubel lockt seit Jahren immer mehr Naturliebhaber und Ruhesuchende an Ostfrieslands Deiche und Strände. Im Nordseeheilbad Norden-Norddeich haben Einheimische dazu ein Pappnasen-freies Veranstaltungsprogramm auf die Beine gestellt.

Bereits zum vierten Mal bietet der ostfriesische Küstenort damit eine originelle Alternative zu Polonaise und unliebsamer Katerstimmung. Schließlich liegt die Auszeit vom lauten Dauertrara voll im Trend: Rund die Hälfte der Bundesbürger gibt in Umfragen der großen Meinungsforschungsinstitute regelmäßig an, die Nase voll zu haben vom karnevalistischen Treiben in den deutschen Großstädten. „Natürlich steht für unsere Gäste in dieser besonderen Zeit das Naturerlebnis in Ostfrieslands rauer Winterlandschaft an erster Stelle: Durchatmen im vitalisierenden Reizklima, am Meeresstrand spazieren gehen, das Auge ins weite Land schweifen lassen und auch den Ohren eine Auszeit gönnen“, weiß der Norddeicher Tourismus-Chef Armin Korok.

Dennoch: ganz ohne kulturelle Angebote soll der Ausflug an die Küste für die meisten Karnevalsmuffel dann doch nicht vorübergehen. „Nach einem langen Deichspaziergang in die ganz eigene ostfriesische Kultur abtauchen – das ist schließlich auch zu Karneval ein wichtiges Urlaubsmotiv unserer Gäste“, so der Reisefachmann. Das für die kommenden Tage mit viel Liebe zum Detail zusammengestellte Veranstaltungsprogramm versteht sich denn auch als Beiwerk zum Naturerlebnis, das vor allem die Lust auf die unverstellte ostfriesische Lebensart befriedigen soll. „Auszeit liegt uns Ostfriesen schließlich ein Stück weit im Blut“, erklärt Jens Albowitz vom Marketingteam des ostfriesischen Küstenorts.

Typisch ostfriesisch – drinnen und draußen

Da geben echte friesische Fischer einen seltenen Einblick in die Kunst des Netze-Knüpfens, erzählen (und übersetzen) regionale Autoren unterhaltsame Geschichten „up Platt“, begeben sich Gästeführer „immer der Nase nach“ auf die Spur der berühmten ostfriesischen Teemischung.

Zur „Rauszeit“ gerät die Auszeit von Kamelle und Co. dagegen spätestens dann, wenn leidenschaftliche Boßler aus dem Norderland Urlauber auf eine flotte Kugel einladen oder Wattführer und Nationalpark-Ranger in die geheimnisvolle Welt des Weltnaturerbes Wattenmeer entführen. Und da zur dunklen Jahreszeit in Ostfriesland längst auch ein guter Ostfriesenkrimi dazugehört wie der berühmte Kandis zum Tee, dreht sich in der Krimihochburg Norden auch an Karneval eine ganze Reihe von Veranstaltungen rund um den kleinen Nervenkitzel zwischen Deich und Düne.

Nordseebad Otterndorf

Das immerwährende Schauspiel von Ebbe und Flut erleben, die gesunde, jodhaltige Luft tief einatmen – oder sich ganz einfach an einem Sommertag ins erfrischende Nass stürzen. Die deutsche Nordseeküste zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen der Bundesbürger – und das aus vielen guten Gründen. Besonders reizvoll ist etwa das beschauliche Nordseebad Otterndorf gelegen. Direkt an der Elbmündung kommen auf dem Grünstrand auch die „Sehleute“ auf ihre Kosten, wenn sie die dicken Pötte vom Deich aus beobachten können. Eine weitere Besonderheit: Hier müssen Urlauber nicht erst auf die nächste Flut warten, um sich im Wasser abkühlen zu können – den Badespaß gibt es hier tidenunabhängig.

Baden nach Lust und Laune

Der Wechsel der Gezeiten fasziniert jeden Nordseeurlauber – gelegentlich ist das Wasser aber ein Stückchen weg, wenn man sich erfrischen möchte. Als Alternative zum Bad in den Meeresfluten am Grünstrand gibt es in Otterndorf zwei Süßwasserseen – direkt auf der anderen Seite des Deichs gelegen. Während der „Nordsee“ mit Sandstrand, abgetrenntem Nichtschwimmerbereich, einer befestigten Badeinsel und großem Kinderspielplatz vor allem Familien mit kleinen Kindern anlockt, finden sportliche Urlauber am „Südsee“ neben einer Badestelle auch eine Surfschule, Tret- und Paddelbootverleih sowie eine Wakeboardanlage für den rasanten Ritt über das Wasser. Und sollte einmal das Wetter nicht mitspielen, gibt es immer noch die dritte Badealternative: in Form der beliebten Sole-Therme mit ihren Innen- und Außenbecken sowie einem Kleinkindbereich. Mehr Informationen, Tipps für den Urlaubsaufenthalt und das kostenfreie Urlaubsmagazin sind unter www.otterndorf.de erhältlich.

Bummeln durch die Altstadt

Nach einem erlebnisreichen Tag am Wasser ist etwas Abwechslung gefragt. Dann punktet das Nordseebad Otterndorf mit seiner historischen Altstadt. Kopfsteinpflaster, Fachwerk- und rote Backsteinfassaden prägen das Bild, Urlauber fühlen sich in die Zeit der Hanse versetzt. Das Historische Rathaus, die Kirche St. Severi, das Kranichhaus oder das Johann-Heinrich-Voß Haus sind beliebte Sehenswürdigkeiten. Noch ein Tipp: Eine Lichterfahrt mit der „MS Onkel Heinz“ auf dem Fluss Medem, der sich mitten durch die Stadt schlängelt, ist ein besonderes Erlebnis.

Neuharlingersiel: Ein Urlaub an der Nordsee kann viele Gesundheitseffekte haben

Ob Neurodermitis oder Asthma, ob Erschöpfung oder ein geschwächtes Abwehrsystem – ein Urlaub an der Nordsee ist bei vielen gesundheitlichen Problemen das richtige Rezept. Viele Beschwerden können durch das gesunde Reizklima und die natürliche Heilkraft des Meerwassers gelindert werden. Im Thalasso-Nordseeheilbad Neuharlingersiel beispielsweise wird das kostbare Nass deshalb nicht nur zum Baden im Freien, sondern auch für eine ganze Reihe gezielter Anwendungen genutzt.

Haut und Atemwege profitieren

Was aber macht das Meerwasser so besonders und gesund? Feine Salzkristalle reizen die Nerven in der Haut und sorgen so für eine kurzfristige Absenkung des Blutdrucks. Die vielen Mineralien und die dem menschlichen Organismus sehr ähnliche Zusammensetzung des Meerwassers sorgen dafür, dass der Säureschutzmantel der Haut nicht angegriffen, sondern im Gegenteil sogar reguliert wird. Das Salz fördert die Abschuppung und damit die Erneuerung der Haut bei Schuppenflechte und Neurodermitis. Der Auftrieb des Wassers sorgt für einen entspannten Rücken und entlastet Gelenke.

Baden und Schwimmen kann man in Neuharlingersiel direkt in der Nordsee oder ganz komfortabel im 30 Grad warmen Meerwasserhallenbad des „BadeWerk Neuharlingersiel“, mehr Informationen dazu gibt es unter www.badewerk.de. Dort gibt es zudem ein Tidebecken für Aqua-Fitness und Wannenbäder im Wellness- und Kurmittelbereich. Außerdem werden verschiedene Anwendungen für die Atemwege angeboten, denn auch bei Asthma, Bronchitis und anderen chronischen Atemwegserkrankungen hat sich die Heilkraft des Meerwassers bewährt. In der „Salzkajüte“ – einer speziellen Sauna mit Salzluft – oder bei Inhalationen mit Meerwasser kann man das Wasser fein vernebelt ganz tief einatmen. Dafür wird das frische Nass direkt am Strand entnommen, über mehrere Filter gereinigt und für den Einsatz vorbereitet.

Inhalieren beim Spazierengehen

Die gesunde Salzluft lässt sich selbstverständlich auch bei einem Spaziergang an der Nordsee, bei Wattwanderungen und Kuttertouren genießen. Wind und Wellen sorgen dafür, dass sich das Meerwasser in winzigen Tröpfchen – sogenannten Aerosolen – in der Luft verteilt und einen bei jeder Urlaubsaktivität umgibt. Das tut dem ganzen Körper gut, bringt den Stoffwechsel in Schwung und stärkt das Immunsystem.

Familienferien an der Nordsee im Dornumerland

Seit einigen Jahren gibt es den Trend: Urlaub im eigenen Land wird bei den Bundesbürgern immer beliebter. Eine besonders schöne Ecke ist die niedersächsische Nordseeküste. Dort hat sich die kleine Urlaubsregion Dornumerland ganz auf entspannte Familienferien eingestellt. Wer jetzt bucht, hat noch die Chance, sein Lieblingsquartier zu ergattern und kann sogar ein paar Euro sparen.

Ferienaktionen für kleine Strandpiraten

Kinder erleben in den beschaulichen Hafenorten Dornumersiel und Neßmersiel die ganz große Freiheit. Kaum Verkehr, dafür weite Wiesen und grüne Deiche – ideal für ausgedehnte Entdeckertouren. Meistens sind Mama und Papa schon am zweiten Tag ziemlich abgemeldet, die „Lütten“ ab vier Jahren treffen sich im DoroKidsClub oder machen den Spielpark „Sturmfrei“ unsicher. Dort gibt es die ganze Saison über unterschiedliche Ferienaktionen für kleine Strandpiraten.

Spannend für die ganze Familie sind geführte Wattwanderungen hinüber zur Insel Baltrum, Ausflüge mit dem Krabbenkutter oder eine Radtour ins „Ewige Meer“, Deutschlands größter Hochmoorsee. Das Naturparadies lässt sich am besten über den Rundwanderweg aus Holzbohlen erkunden, auf dem sich gern Kreuzottern und kleine Eidechsen sonnen. Die 90 Hektar große Moorfläche lässt sich darauf trockenen Fußes durchwandern. Quiztafeln und Mitmachaktionen am Rand bringen auch den Erwachsenen Spaß.

Mittelalterlicher Häuptlingssitz

Damit auch die Großen einen Gang zurückschalten können, haben sich die Dornumer etwas Besonderes einfallen lassen, das „Freilenzen“. Eine Mischung aus Freizeit und Faulenzen. Die Mitarbeiter der Tourist-Informationen machen auf Wunsch entspannte Vorschläge für kleine Auszeiten, bei denen man den Alltag vergisst. Zum Beispiel beim Picknick auf einer Glückskleewiese oder bei der ostfriesischen Teezeremonie. Empfehlenswert ist auch eine Inliner-Tour über die schnurgeraden, asphaltierten Wege, die parallel zum Deich verlaufen. Auch beim Bummel durch die „Hauptstadt“ des Dornumerlandes, die „Herrlichkeit Dornum“, sind Stress und Hektik weit entfernt. Der mittelalterliche Häuptlingssitz mit seinem Wasserschloss und der Beningaburg atmet den Geist vergangener Zeiten. Mehr zum Dornumerland gibt es im Übrigen auch unter Ratgeberzentrale.de.

Thalasso-Urlaub an der Nordsee

Im Winter haben Erkältungen Hochkonjunktur. Gegen die lästigen Infekte, verbunden mit Husten, Schnupfen und Halsweh, gibt es keine Impfung und keine Medizin: Unser Immunsystem muss alleine mit den Viren fertig werden. Aber man kann es dabei unterstützen. Eine der wirksamsten Methoden ist Abhärtung. „Hervorragend dafür geeignet ist das Reizklima an der winterlichen Nordsee“, weiß Sebastian Kentler, Leiter des BadeWerk im Thalasso-Nordseeheilbad Neuharlingersiel. Der beliebte Urlaubsort Neuharlingersiel bietet deshalb das Thalasso-Arrangement „Fit durch den Winter“ an, bei dem unter anderem mit täglichen Klima-Exkursionen die Immunabwehr gestärkt werden soll. Unter www.neuharlingersiel.de gibt es mehr Informationen.

Klima-Exkursionen am Strand

Vom 28. Januar bis zum 4. Februar 2017 geht es dabei fünfmal in Begleitung eines Klimatherapeuten an den Strand, um den Körper mit langsam steigender Intensität Kältereizen auszusetzen. „Ein Ziel könnte sein, am Ende der Woche hüfttief in der kühlen Nordsee zu stehen“, erklärt Kentler. So wird – natürlich unter Beachtung der persönlichen Grenzen – mit einfachen Mitteln die Immunabwehr gestärkt. Denn setzt man sich leicht bekleidet Wetter, Wind und Wasser aus, ruft das im Organismus eine Reaktion hervor. Die Gefäße verengen sich, um die Wärmeabgabe zu stoppen, die Muskeln zittern, um Wärme zu produzieren, eine Gänsehaut bildet sich, um das „Fell“ aufzustellen. Kurz: Der Körper tut alles zur Regulation seiner Temperatur. Und diese Mechanismen lassen sich trainieren. Je öfter man sich gezielt der Kälte aussetzt, desto besser kommt der Körper damit klar. Dazu kann das Immunsystem von der Abhärtungstherapie profitieren und Erkältungsviren und Co. besser abwehren.

Baden, bummeln, durchatmen

Neben den frostigen Ausflügen gibt es in dem ostfriesischen Fischerdorf natürlich noch mehr zu erleben. So gehören ein Besuch des Meerwasserhallenbads und der Sauna im BadeWerk zum Programm, ebenso eine gemütliche Teezeremonie und eine Naturschlick-Packung mit Dampfbad, der sogenannte „Schlick-Dampfer“. Rund um den lebendigen Kutterfischerhafen, das Zentrum des Ortes, lässt es sich gemütlich bummeln, gucken und einkehren. Und nicht zuletzt warten Strand, Deich und Watt darauf, bei langen, erholsamen Spaziergängen erkundet zu werden. Hier kann man Weite, Natur und Einsamkeit genießen und mal wieder so richtig durchatmen.

Kutterregatta in Neuharlingersiel 22. – 24. Juli 2017

Wenn Krabbenkutterkapitän Georg Peters seine „Medusa“ liebevoll blitzblank putzt und vom Bug bis zum Heck mit farbigen Wimpeln behängt, ist das ein sicheres Zeichen: Die alljährliche Kutterregatta im Fischerdorf Neuharlingersiel an der Nordsee steht bevor. Dann kämpfen Peters und seine Kollegen mit ihren prächtig geschmückten Schiffen um das „Blaue Band von Neuharlingersiel“, während im Hafen ausgiebig gefeiert wird. Und in diesem Jahr fällt der bunte Saisonhöhepunkt noch eine Nummer größer aus als sonst, denn das traditionelle Rennen findet zum 50. Mal statt.

Die Regatta an Bord des Lieblingskutters erleben

Vom 22. bis zum 24. Juli heißt es „Die See ruft!“. Einheimische, Urlauber und Tagesgäste können über den maritimen Schausteller-Markt am Hafen bummeln, bei der Krabbenpul-Meisterschaft antreten, den Seemannsliedern des Shantychors lauschen oder beim großen Open-Air-Konzert am Samstagabend bis in die Nacht hinein feiern. Im Mittelpunkt des Wochenendes stehen aber die Schiffe: Neben den Kuttern der örtlichen Krabbenfischer laden am Freitag beim „Open-Ship“ auch moderne und historische Kutter aus anderen Häfen und Ländern zum Staunen ein. Gerne zeigen dann Peters und seine Kollegen, wie Garnelen gefangen, sortiert und in den an Bord befindlichen Krabbenkesseln verarbeitet werden. Technikfans bekommen Fragen zu Motor, Navigationsgerät und Echolot beantwortet. Am Samstag können Besucher beim Kutterkorso mit in See stechen, und auch den Höhepunkt des Wochenendes, die eigentliche Regatta am Sonntag, kann man direkt an Bord seines Lieblingskutters erleben. Unter www.neuharlingersiel.de gibt es das gesamte Programm.

Relaxen inklusive

Rund um die große Party finden Gäste in Neuharlingersiel aber auch Ruhe und Entspannung, etwa beim Baden, Wattwandern oder beim „Chillen“ am Strand. Die Reiseredaktion des Verbraucherportals Ratgeberzentrale.de beispielsweise empfiehlt den Besuch des Wellnesszentrums „Badewerk“ für eine Runde Schwitzen in der Kuttersauna oder eine Wellness-Packung mit dem wohltuenden, mineralreichen Naturschlick der Region.

In Dornumersiel finden Nordseefans Ferienunterkünfte mit Meerblick

Eine kurze Auszeit zu zweit, mitten im Grünen, ganz dicht an der Nordsee und ohne viel Gepäck – wer bei diesem Gedanken in Ferienlaune gerät, ist an der Küste Ostfrieslands goldrichtig. Denn dort, im Dornumerland, warten auf Campingfans ganz besondere Unterkünfte: gemütlich-nostalgische Wagen aus Holz, wie sie früher Schäfern als Schlafstatt dienten. Außerdem urige Zirkuswagen, die genug Komfort bieten, um dem Alltag für ein paar Tage ganz entspannt zu entfliehen.

Camping in der ersten Reihe

Der „Campingplatz am Nordseestrand“ in Dornumersiel gehört zu den schönsten an der Küste, denn er liegt direkt am Meer, eingebettet zwischen Deich und Wiesen. Neben großzügigen Flächen für Wohnwagen und Zelte stehen dort seit kurzem mehrere Schäfer- und Pipo-Wagen als Mietunterkünfte bereit. „Wir sind ganz überrascht, dass die Wagen so gut ankommen“, sagt Marlene Heyken vom Tourismuszentrum der Gemeinde Dornum. „Die Gäste sind hin und weg von den nostalgischen Schlafplätzen mitten in der Natur.“ In den kleineren Schäferwagen werden Sitzbänke und Tisch am Abend zum Bett umgebaut, es gibt eine kleine Teeküche, einen Kleiderschrank und eine eigene Terrasse. Die Pipo-Wagen sind größer und komfortabler mit Doppelbett und separatem WC. Durch eine Doppelflügeltür gelangt man in den großzügigen Wohnraum mit Sofa, Tisch und Stühlen. Auch Küchenblock, Spüle und Kochfelder sind vorhanden. „Gerade bei gutem Wetter lohnt es sich, den Grill einzupacken und auf der Terrasse zu brutzeln“, weiß Marlene Heyken. Wer mehr Platz zum Kochen möchte, nutzt einfach die moderne Küche in den Gemeinschafträumen des Campingplatzes. Weitere Informationen rund um die besonderen Unterkünfte gibt es unter www.campingplatz-am-nordseestrand.de

Die Region entspannt erkunden

Der Strand liegt zwar buchstäblich vor der Haustür, es lohnt sich aber auch, den Kurzurlaub für einen Ausflug ins Binnenland zu nutzen, etwa in die mittelalterliche Stadt Dornum, in das Naturschutzgebiet „Ewiges Meer“ oder zu einer der Mühlen der Region. Wer vom Meer nicht genug bekommen kann, setzt für einen Tagestrip über auf die Inseln Baltrum oder Langeoog, macht eine Wattwanderung oder geht auf Watt’n-Safari mit dem Kutter. Weitere Tipps zu Ausflügen und Unterkünften hat das Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de unter www.rgz24.de/Camping-Nordsee zusammengefasst.

Carolinensiel-Harlesiel: Kleine Auszeit inmitten des vorweihnachtlichen Trubels

Ein böiger Wind treibt die Wolken über den Deich. Obwohl es an manchen Tagen kaum richtig hell zu werden scheint, bummeln Pärchen, Familien und ganze Gruppen vom Museumshafen in Carolinensiel über die „Harle-Promenade“ bis in den Außenhafen Harlesiel und lassen sich die steife Brise um die Nase wehen. Das Nordseebad mit seinen drei Häfen ist gerade in der Weihnachtszeit eine Reise wert: Carolinensiel-Harlesiel erstrahlt vom 1. Advent bis ins neue Jahr hinein in hellem Lichterglanz.

Wo der Weihnachtsbaum schwimmt und der Nikolaus im Hafen anlegt

Ganz dem Meer verbunden, schmücken die Carolinensieler ihren Weihnachtsbaum auf dem Wasser – mitten im Museumshafen. Und pünktlich zum Wintermarkt am ersten Adventssamstag werden die Lichter des schwimmenden Weihnachtsbaums zum ersten Mal entzündet. Dann können es die kleinen Gäste kaum erwarten, bis der Nikolaus am Nachmittag endlich mit seinem Schiff, dem Raddampfer Concordia II, anlegt, um sie mit kleinen Geschenken zu überraschen. Das weihnachtliche Ambiente, die gesunde Nordseeluft und die typisch ostfriesische Küche – mit frischem Fisch, Deichlamm, deftigem Grünkohl oder Snirtje-Braten – sind wie geschaffen für eine Auszeit inmitten des vorweihnachtlichen Trubels. Attraktive Arrangements für die Winter- und Weihnachtszeit gibt es unter www.carolinensiel.de.

Friesisches Verwöhnprogramm

Carolinensiel-Harlesiel steht für Erholung und Entspannung auf ostfriesische Art – gerade in der kalten Jahreszeit. Ob ein Bad in der berühmten Stutenmilch, Relaxen in der Sauna, Hot-Stone- und Kräuterstempel-Massage oder Nordseeschlickpackung – in der Cliner Quelle findet jeder das passende Verwöhnprogramm. Am Nachmittag ist dann „Teetied“ angesagt, eine Zeremonie mit echtem Ostfriesentee, Kluntje und einer „Wolke“ Sahne. Oder man lässt sich in den urigen Cafés und Hafenkneipen mit Eiergrog, Punsch, Feuerzangen-Bowle oder einem brennenden Friesengeist verwöhnen – das wärmt wieder ordentlich auf nach einem langen Spaziergang durch die kalte, klare Nordseeluft.

Nordseeurlaub mit Sonne, Wolken und Meer

Ein frischer Wind ist aufgezogen, die Sonne bleibt immer öfter hinter dicken Wolken verschwunden. Der Herbst hat an der niedersächsischen Nordsee Einzug gehalten. Wer nun aber glaubt, dass sich Besucher in ihren Ferienunterkünften vor dem „Schietwetter“ verstecken müssen, der irrt. Denn auch in dieser Jahreszeit lohnt der Schritt vor die Haustür. Gesundheits- und Sportangebote sowie eine ganze Palette vielfältiger Naturerlebnisangebote locken die Gäste und sorgen für eine Pause vom Alltag.

Gesunde Kombination im Dornumerland: Fasten und Bewegung

Dass sich das Erlebnis in der Natur und die Gesundheit bestens verbinden lassen, zeigt ein Angebot aus dem Dornumerland: Vom 30. Oktober bis zum 10. November findet das Gruppenseminar „Fasten und Bewegen“ statt. Voraussetzung dafür ist ein ordentlicher Gesundheits-Check vom Hausarzt. Neben Wander- und Fahrrad-Touren steht auch Verwöhnung auf dem Programm: abendliche Entspannungsübungen und Kurse zur Zubereitung von Fastensuppen. Interessierte melden sich bei der Veranstalterin Anja Wessels-Hoppen telefonisch unter 04933-1011 oder über ww.dornumerland.de.

Power Walking in Neuharlingersiel

Mit viel Schwung erkunden die Teilnehmer des Fitnesskurses „Power Walking“ vom Badewerk Neuharlingersiel das kleine Fischerdorf, den zugehörigen GesundAthletic®-Qualitätspfad sowie den Strand. Das flotte Gehen stärkt das Herz-Kreislauf-System, löst Verspannungen und Blockaden. Diese Art des Ausdauertrainings ist schonend für den Körper. Durch Intervalle mit hoher Intensität hat das Power Walking jedoch einen ähnlichen Trainingseffekt wie das Laufen. Danach bietet sich ein Gang in die Sauna an. An jedem 3. Freitag im Monat gibt es die Mitternachts-Sauna bis 24 Uhr. Das Meerwasser-Hallenbad ist in der Zeit von 21 bis 24 Uhr für Saunabesucher zum FKK-Schwimmen geöffnet. Die nächsten Termine: 21. Oktober, 18. November, 16. Dezember. www.badewerk.de

Dem Gegenwind trotzen: per Rad durch Bremerhaven

Trotz der frischen Brise, erfreut sich Radfahren bei den Gästen der Seestadt großer Beliebtheit. Sie fahren mit dem Rad über den Deich entlang der Weser, entdecken das Naturschutzgebiet „Luneplate“ oder genießen die städtischen Parkanlagen. Neben Fernwanderwegen wie dem Nordseeküsten-Radweg empfehlen sich innerstädtische Routen wie „Fisch & Schipp“ oder „Wasser, Wind & Wiesen“. Leihräder gibt es in beiden Tourist-Infos. Die Entleihe eines Tourenrades kostet 7 Euro am Tag, ein Elektrofahrrad ist für 25 Euro Leihgebühr zu bekommen. www.erlebnis-bremerhaven.de

Natur pur auf Spiekeroog

Das Nationalpark-Haus „Wittbülten“ lädt zu naturkundlichen Exkursion auf die völlig naturbelassene Ostplate der Insel ein. Auch mit Wattführer Carsten Heithecker lässt sich „Watt erleben“. Auf den gleichnamigen Touren vom Spiekerooger Hafen bis zum Nationalpark-Haus nehmen Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene Proben aus dem Watt, um diese später im Labor genau unter die Lupe zu nehmen. Für beide Führungen sind Gummistiefel und wetterfeste Kleidung wichtig. Eine Anmeldung ist ebenso erforderlich.

Logbuch: Watt zum Schmökern

Das Wangerland lädt mit dem Reiseführer im Hosentaschenformat seine Gäste auf eine 146-seitige Entdeckungsreise ein. Von der Inspiration bis zur Information liefert das Logbuch all das, was man über das Wangerland wissen sollte. Es dient sowohl der Urlaubsplanung als auch in der Funktion eines Reiseführer vor Ort. Das Logbuch ist in verschiedene Rubriken unterteilt und zeigt das Wangerland in all seinen Facetten. www.wangerland.de