Mit Kälte gegen Erkältungen beim winterlichen Thalasso-Urlaub an der Nordsee

Nicht nur im Sommer tut das berühmte Reizklima der Nordsee der Gesundheit gut. Gerade in den kühleren Monaten können frische Seeluft, Meerwasser, Schlick und Algen ihre positiven Effekte voll entfalten, den Körper abhärten und widerstandsfähiger gegen Erkältungen machen. Die kalte Jahreszeit ist daher ideal für einen Thalasso-Urlaub, zum Beispiel im schönen Fischerdorf und Thalasso-Nordseeheilbad Neuharlingersiel.

Klima-Training für den Körper

Hier wird das winterliche Nordseeklima gezielt für ein Abwehrstärkungsprogramm genutzt. „Bei dem Arrangement ‚Fit durch den Winter‘ wird der Körper Kältereizen ausgesetzt. Das stärkt das Immunsystem“, erklärt Susanne Mäntele vom Kurverein des zertifizierten Thalasso-Nordseeheilbades. Insgesamt geht es vom 27. Januar bis zum 3. Februar 2018 fünfmal auf Klima-Exkursion an den Strand in Begleitung eines erfahrenen Therapeuten. Dabei lösen Bewegung in leichter Bekleidung und kleine Abstecher in die frostig-frische Nordsee verschiedene Regulationsmechanismen aus: Die Gefäße ziehen sich zusammen, um den Wärmeverlust zu verringern, eine Gänsehaut richtet das „Fell“ auf, die Muskeln produzieren Wärme durch Zittern. So lernt der Organismus durch Training, immer besser mit der Kälte klarzukommen, und auch das Immunsystem kann zur verstärkten Abwehr von Viren und Co. angeregt werden. Die frische Nordseeluft stärkt dabei das Immunsystem auch von innen.

Neben den täglichen, 45-minütigen Klima-Exkursionen enthält das Arrangement unter anderem auch eine Tageskarte für das Badewerk mit Meerwasser-Hallenbad und Sauna, den Neuharlingersieler „Schlickdampfer“ (eine Schlickpackung in der Dampfsauna), eine Algenölmassage, einen Wellness-Salat und einen frischen Saft sowie eine gemütliche Abschlussrunde mit Tee und Gebäck. Unter www.neuharlingersiel.de gibt es alle Informationen.

Weite und Gemütlichkeit genießen

Der Winter an der Nordsee bietet aber auch abseits des Klimas viel Reizvolles – zum Beispiel ein komplettes Gegenprogramm zu hektischen, vollen Städten, stressigem Berufsalltag, abgashaltiger Luft, Lärm und Lichtbelastung. Hier kann man nachts noch die Sterne sehen und buchstäblich in Ruhe schlafen, tagsüber die Weite und Ruhe des Wattenmeeres erleben, die gelassene Atmosphäre des vereisten Kutterhafens in sich aufnehmen und bei einer nachmittäglichen Teezeremonie oder einem frischen Fischgericht am Abend ostfriesische Gemütlichkeit genießen. So erholen sich Körper und Seele im Gleichklang.

Straßenkunstfestival auf Langeoog

Vom 28. bis 30. August werden Langeoogs Straßen zur Bühne von internationaler Straßenkunst, eine der ältesten und direktesten darstellenden Kunstformen. 15 Künstlerinnen und Künstler aus 11 Ländern von drei Kontinenten – u.a. aus Großbritannien, Italien, Brasilien und Australien kommen nach Langeoog, um die Insel mit Musik, Akrobatik, Magie, Pantomime und auch wortgewandter Straßencomedy zu erfüllen. Ihr Lohn ist Hutgeld und natürlich der Applaus des Publikums. In den frühen Abendstunden von 18 Uhr bis 21.00 Uhr erleben die Zuschauer den bunten Zauber, der auf der Barkhausenstraße und der Hauptstraße stattfindet.

Star des Ensembles ist wohl der australische Akrobat Al, auch „The Human Knot“ – der menschliche Knoten – genannt. Der Gewinner der Street-Performance-World-Championship versetzt mit seiner extremen Show seit 20 Jahren die Welt in Staunen mit unglaublichen Körper-Verdrehungen, frechen Scherzen, waghalsigen Kunststücken und Messerjonglage in luftiger Höhe.
Die Gruppe Palo Santo rockt mit heißen lateinamerikanischen Rhythmen und
Felice & Cortes bieten feinsten Ohrenschmaus nach bester Singer-Songwriter-Art und verbinden das Klangerlebnis mit Jonglage, zum Beispiel mit den Drumsticks während des Drummens. Ganz anders musizieren Popeye und Olive mit Banjo und Bass, sie turnen akrobatisch aufeinander und übereinander.
Der magischen Show des charismatischen Brasilianers Dan Marques wohnt ein ganz besonderer Zauber inne, der mal Staunen und mal Lachen bewirkt. Der eine oder andere Zuseher wird – freiwillig oder nicht – zum Assistenten des Zaubermeisters.
Wenn El Diabolero sein Diabolo 35 Meter in den Himmel schickt, hält das Publikum den Atem an: wird er es tatsächlich mit seiner Schnur wieder fangen? Auch die Nummern des Circo Puntino verbreiten Zirkusatmosphäre und erleuchten mit ihrem brennenden Finale den spätsommerlichen Abend.

Straßenkunst findet auf der Straße statt, ohne Bühne. Die Nähe zum Publikum, auch die Interaktion mit dem Publikum ist wichtig und erlaubt den Künstlern, die Menschen auf einzigartige Weise zu berühren.

Kulinarische Wattwanderung Norderney

Am 13. September 2017 tauscht Sternekoch Markus Kebschull aus dem Restaurant Seesteg seine Kochjacke gegen einen Friesennerz und ein Paar Gummistiefel. Denn an diesem Montag dürfen sich Gäste und Freunde der Brune & Company Hotels auf einen Tag rund um das Thema Wattenmeer freuen – kombiniert mit allerlei kulinarischen Erlebnissen unter der Regie des sympathischen Küchenchefs. Perfekt ausgerüstet mit Gummistiefeln der Firma Aigle, beginnt der Tag für die maximal acht Teilnehmer um 9:30 Uhr mit einer Wattwanderung unter Leitung der Meeresbiologin Berit Finkennest. Sie kennt die Insel schon seit Kindertagen und führt mit Charme, einem unerschöpflichen Wissen und vor allem mit ihrer grenzenlosen Faszination für das UNESCO Weltnaturerbe durch das Watt. Dabei erzählt sie den Teilnehmern alles über Ebbe und Flut, Flora und Fauna, Wattwurm und Herzmuschel. Und immer dann, wenn es etwas Kulinarisches zu den Fundstücken im Watt zu erzählen gibt, springt Sternekoch Markus Kebschull ein.

Nächster Stopp Fischkutter. Nach der Wattwanderung besuchen die Teilnehmer gemeinsam einen Fischkutter, auf dem sie alles über die Küstenfischerei und die verschiedenen Fischarten lernen – beispielsweise über den Wolfsbarsch, den man im Sommer immer häufiger auch vor Norderney findet. Nach einer wohlverdienten Pause lädt Markus Kebschull am späten Nachmittag dann zu einem Kochkurs in die offene Küche des Hotels Inselloft mit anschließendem Dinner ein, bei dem die am Vormittag gefundenen Produkte des Wattenmeeres, wie Austern, Miesmuscheln, Strandschnecken oder Queller, die Hauptrolle spielen. Spannend ist nicht nur das daraus entstehende Menü, sondern sicherlich auch der Besuch des alten Insel-Bürgermeisters Klaus Aldegarmann, der einfach die besten Geschichten über die Nordsee-Insel und seine Bewohner erzählen kann. Schluss ist erst dann, wenn das Wissen rund um das Wattenmeer, die Insel Norderney und die Erlebnisse des Tages erzählt sind. Und glücklicherweise sind die weichen Betten der Brune Hotels nur wenige Meter entfernt. Übernachten können die Teilnehmer im Design liebenden Hotel Inselloft ab 180 Euro pro Zimmer und Nacht, im Relais & Châteaux Hotel Seesteg ab 390 Euro pro Zimmer und Nacht oder im Hotel Haus am Meer ab 170 Euro pro Zimmer und Nacht.

Im Preis von 395 Euro sind neben der vierstündigen Wattwanderung mit einer kleinen Stärkung auch die Gummistiefel der Firma Aigle, der Kochkurs sowie das Vier-Gang-Menü inklusive Aperitif, Wasser und Weinbegleitung inkludiert. Reservierungen für die Kulinarische Wattwanderung werden telefonisch unter 04932 893600 oder per Email unter empfang@seesteg-norderney.de entgegen genommen. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf acht Personen begrenzt. Alle Angaben zum Programm sind unter Vorbehalt, Programmänderungen sind möglich.

Juister Gäste-Parlament

Ab sofort können sich Gäste und Urlauber der Nordseeinsel Juist für das Gäste-Parlament 2017 bis 2019 bewerben. Die Parlamentarier können aktiv an der Gestaltung und damit der Zukunft der Insel mitwirken.

Auf Juist ist der Gast nicht nur König, sondern kann auch ein Abgeordneter werden. Im Oktober 2014 hatte die Nordseeinsel das erste und bislang einzige Gäste-Parlament Deutschlands ins Leben gerufen. Nachdem die dreijährige Amtsperiode im Herbst 2016 ausgelaufen ist, stehen nun Neuwahlen an.
Bewerben kann sich jeder Juistfahrer, der Lust hat, als „Abgeordneter“ im Gäste-Parlament der Insel kräftig mit zu mischen. Die Auswahl der insgesamt zehn Mitglieder erfolgt per Losverfahren, wobei genau darauf geachtet wird, eine konstruktive Mischung verschiedener Altersgruppen unter Berücksichtigung von Aspekten wie Familienstand und Stamm- oder Neugast zu bekommen.

Mitte September wird entschieden, wer dabei sein darf, und vom 10. bis 12. November wird das neue Parlament zum ersten Mal tagen. Natürlich können hier keine Entscheidungen getroffen werden, denn dafür ist der Gemeinderat verantwortlich. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten der Mitgestaltung. An den Sitzungen nehmen außer den gewählten Gästen sieben Insulaner teil.

Abgeordnete bleiben für drei Jahre im Amt und treffen sich einmal im Jahr für ein Wochenende auf Juist. Die Kosten für die Fähre, die Übernachtungen und den Kurbeitrag werden von der Kurverwaltung übernommen.

Marketingleiter Thomas Vodde: “Wir nehmen die Bedürfnisse und Wünsche unserer Gäste sehr ernst und möchten sie aktiv in wichtige Entscheidungen einbeziehen: Was gefällt ihnen? Was können wir besser machen? Wie können wir gemeinsam die Zukunft der Insel gestalten? Mit dem Gäste-Parlament bieten wir unseren Inselbesuchern die Möglichkeit, ihr ehrliches Feedback zu geben und freuen uns sehr, damit auf so viel positive Resonanz zu stoßen.“

Juist ist auf dem besten Weg, die Insel für ihre Gäste tatsächlich zu einer Freundschaft fürs Leben werden und bleiben zu lassen.

Bewerben können sich Interessierte ausschließlich im Internet unter
www.juist.de/zauberinsel/aktuelles/gaeste-parlament.html.

Die Bewerbungsunterlagen müssen bis spätestens Sonntag, 10. September 2017, eingereicht werden.

Babystrand Butjadingen

Familien mit Kleinkindern bis zu drei Jahren sind eine wesentliche Zielgruppe für die Nordsee-Halbinsel Butjadingen. Durch sie werden jährlich mehr als 210.000 Übernachtungen verzeichnet. Ein neuer Babystrand berücksichtigt ab sofort die besonderen Bedürfnisse der Kleinsten und ihrer Familien.

So wurde ein 250 Quadratmeter großes Strand-Areal mit feinstem Sand geschaffen, welches mit Glaselementen eingefasst ist. Um die Sonneneinwirkung zu reduzie­ren, bieten zwei große Sonnensegel ausreichend Schatten, da gerade Kleinkinder sehr empfindlich auf Wind und Sonne reagieren. Für ein angenehmes Flair sorgen zusätzlich aufgestellte Strandkörbe.

Des Weiteren wurden Warmwasser-Duschen im Container aufgestellt, in denen Müttern oder Vätern zusammen mit ihren Babys duschen sowie die die bereitgestellten Wickeltischen nutzen können.

Der Babystrand Butjadingen ist der erste in ganz Deutschland und zeigt im Besonderen, dass sich Butjadingen als „KinderFerienland“ auf Kleinkinder bis drei Jahre eingestellt hat. Denn Familien mit Kleinkindern reisen auch außerhalb der Ferienzeiten und sorgen somit für eine Saisonverlängerung. Diese sehr attraktive Zielgruppe soll mit dem neuen und bisher einmaligen Angebot noch mehr an Butjadingen gebunden werden.

34. Schlickschlittenrennen „Wältmeisterschaft“ am 19. August in Krummhörn-Upleward

Was dem Kölner sein Karneval, ist dem Ostfriesen sein Schlickschlittenrennen – Der Karneval im Watt lockt jährlich tausende Zuschauer und Teilnehmer aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarländern an.

Jedes Jahr lädt die Touristik GmbH Krummhörn-Greetsiel und die Gemeinde Krummhörn in Kooperation mit der „Wattolümpiade“ in Brunsbüttel zur Schlickschlittenrennen „Wältmeisterschaft“ am Deich vor Upleward mit vielen verschiedenen Disziplinen ein. Traten früher die Fischer mit den Schlickschlitten den Kampf gegen die Gezeiten an, gewinnt heute die schnellste und die am besten kostümierte Mannschaft im Watt.

Seit Anfang des Jahres konnten sich die Mannschaften und „Wattleten“ in den Wettbewerben/Disziplinen Wattfußball (Herren/gemischt), Aalsprint, Watt`n Achter, Schlickschlittenrennen Wältmeisterschaft und – ganz neu – Wattziehen anmelden. Erstmals können sogar Einzelläufer starten. Das Organisationsteam erfreut sich dieses Jahr über eine sehr starke Beteiligung seitens der Watthleten. Sämtliche Wettbewerbe, bis auf Wattfußball der Damen sowie der Einzellauf „Schnellster Schlickschlittenfahrer“ sind bereits vollständig ausgebucht. Erwartet werden über 200 Sportler.

Seit sechs Jahren hat die Schlickschlittenrennen Wältmeisterschaft und der Kooperationspartner Wattolümpiade Brunsbüttel das gemeinsame Motto „Schmutziger Sport für eine saubere Sache“. Der Reinerlös wird als Spende an den „Elternverein für krebskranke Kinder Ostfriesland e.V.“ und an die „Niedersächsische Krebsgesellschaft e.V.“ übergeben. Weiterhin wird erstmalig im Rahmen dieser Veranstaltung eine Typisierungsmaßnahme durch die Organisation „Leukin“ durchgeführt.

Moderiert werden alle Wattspiele und die Schlickschlittenrennen „Wältmeisterschaft“ durch Frank Baumann, Bürgermeister der Gemeinde Krummhörn.
Abgerundet wird diese Veranstaltung, die um 13:00 Uhr beginnt, mit einem bunten Rahmenprogramm, viel Musik und einigen Kinderaktionen am Deich.
Um ca. 14 Uhr werden die „Watthleten“ in der Wattarena vorgestellt und laufen am Deich ein. Den Anfang machen die Wattspiele mit den spannenden Wettbewerben „Wattfußball“, „Aalsprint“ und „schnellster Schlickschlittenfahrer“. Im Anschluss beginnt die Schlickschlittenrennen „Wältmeisterschaft“. Hierbei messen sich die Mannschaften im Sprint, Reusenlauf und Staffellauf. Abschließend folgen die Disziplinen „Watt´n Achter“, „Wattziehen“. Abgeschlossen wird der sportliche Teil mit dem Wattfußball der Damen, sowie den Finalspielen der Herren. Das ausgefallenste Kostüm erhält einen gesonderten Preis.

Große Verlosung: Wie schon in den letzten Jahren wird auch 2017 über die Eintrittskarten (freiwillige Spende der Besucher) ein hochwertiger Strandkorb verlost. Die Eintrittsgelder kommen der „Niedersächsischen Krebsgesellschaft e.V.“ und dem „Elternverein für krebskranke Kinder Ostfriesland e.V.“ zugute.
Zum Abschluss der Veranstaltung steigt von 19 bis 21 Uhr am Trockenstrand eine kleine Party mit der Live-Band „The Butlers“.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.schlickschlittenrennen.de.

Busfahrt zu Schauplätzen des „Friesischen Infernos“

Das gab’s noch nie: Eine Busfahrt in die Zukunft, die ein wenig an die Vergangenheit erinnert – und doch völlig anders ist: Eine Bustour durch Ostfriesland zu einigen der Schauplätze des „Friesischen Infernos“. Am Sonnabend, 16. September 2017, kann man sich auf diese abenteuerliche Reise begeben. Um 10.15 Uhr geht es im „Tatort Taraxacum“ in Leer los.

Das Konzept ähnelt den beliebten „Kriminellen Bustouren“ – kein Wunder, schließlich hat Autor Peter Gerdes diese Veranstaltungsform selbst entwickelt. „Der wesentliche Unterschied besteht in dem Buch, das den Anlass liefert“, sagt Gerdes: „,Friesisches Inferno‘ ist nur ganz am Rande ein Krimi. Vor allem ist es Phantastischer Roman, der ausmalt, wie es in unserer Heimat nach einem totalen Zusammenbruch der Zivilisation weitergehen könnte.“

Weit hergeholt? Das findet Gerdes nicht. „Die politischen Verhältnisse sind in den letzten Jahren sehr viel instabiler geworden – von den USA über die Türkei und den Nahen Osten bis nach Nordkorea. Auch in Europa gärt es. Die Vorstellung, dass ein Funke dieses Pulverfass zur Explosion bringen könnte, ist absolut naheliegend.“ Was den Autor dabei besonders interessiert: „Wie geht es anschließend weiter? Denn ein großer Knall ist ja niemals das wirkliche Ende.“

Im „Friesischen Inferno“ ist die Friesische Halbinsel fünfzig Jahre nach dem Chaos durch eine verstrahlte Todeszone vom Rest der Welt isoliert. Die dezimierte Bevölkerung kämpft mit allen Mitteln ums Überleben. Neue Häuptlinge versuchen sich zu etablieren, aber auch religiöse Fanatiker und andere Gruppen mit unterschiedlichen Vorstellungen mischen mit. Mitten drin die Romanhelden Helm und Gander, die einen Entführer verfolgen und dessen Opfer befreien wollen. Bei ihren Versuchen, Ansätze von Recht und Gesetz neu einzuführen, stoßen sie überall auf Widerstand …

Eins gibt der Autor offen zu: „Es macht einen Riesenspaß, sich solch eine Welt auszudenken, ohne den Regeln der Realität unterworfen zu sein.“ Natürlich kommt die Action dabei nicht zu kurz: „Fast in jeder Szene geht’s zur Sache. So etwas ist in einem Krimi eher selten.“

Die Bustour am 16. September beginnt um 10.15 Uhr im „Tatort Taraxacum“ mit Tee und Krintstuut, dazu gibt es die erste kurze Lesung vom Inferno-Autor. Um 11 Uhr startet der Bus. Wohin es geht? Das wird noch nicht verraten! Angesteuert werden einige der Orte, an denen das „Friesische Inferno“ spielt. Die Teilnehmer erwartet unterwegs die eine oder andere Überraschung. Um 14 Uhr ist der Bus zurück in Leer, rechtzeitig zum stärkenden Mahl im „Tatort Taraxacum“. Karten gibt es genau dort – oder unter der E-Mail buchhandlung@tatort-taraxacum.de.

Ostfriesische Krimitage

Zum Jubiläum etwas ganz Besonders bieten – das war die Absicht des Krimitage-Organisationsteams unter Leitung des Leeraner Autors Peter Gerdes. Das ist voll und ganz gelungen. Und zwar gleich dreifach. Die 10. Ostfriesischen Krimitage, das größte Literaturfestival der gesamten Nordwest-Region (27.10. bis 20.11.2017), präsentieren den 1. Ostfriesischen Krimipreis, den 1. Ostfriesischen Krimi-Slam – und erstmals Lesungen des internationalen Thriller-Stars Simon Beckett (Sheffield/England).

„Auf diesen Coup sind wir besonders stolz!“, freut sich Gerdes, der zusammen mit seinem Autoren-Kolleginnen und -Kollegen Birgit Rutenberg, Volker Feldkamp und Wolfgang Santjer das Programm mit insgesamt 37 einzelnen Events erarbeitet hat. Einfach war es nicht, Bestseller-Autor Beckett, dessen Bücher bisher in 29 Sprachen übersetzt und über sieben Millionen Mal verkauft wurden, nach Ostfriesland zu lotsen. „Veranstalter im ganzen deutschsprachigen Raum bis hin nach Österreich rissen sich um die Termine seiner Tournee“, so Gerdes: „Zwischenzeitlich schien kaum noch Hoffnung zu bestehen. Dann aber hat sich Beckett entschlossen, eigens für uns ein zweites Mal nach Deutschland zu fliegen.“

Die Beckett-Lesungen bilden den Abschluss der Krimitage und finden am 19.11. (Aurich, Stadthalle) und 20.11. (Leer, Kulturspeicher) statt. Moderation, Simultanübersetzung und deutschsprachige Lesung übernimmt Margarete von Schwarzkopf, die sich als Literaturspezialistin des NDR einen Namen gemacht hat.

Gegründet wurden die Krimitage 1999, also vor 18 Jahren; seither finden sie alle zwei Jahre statt. Anfangs waren es sechs Veranstaltungen an einem verlängerten Wochenende in Leer. Von Mal zu Mal aber wurde das Festival ausgeweitet, räumlich über ganz Ostfriesland, zeitlich über mehr als zwei Wochen. Trotzdem kam es aufgrund der Fülle der Veranstaltungen immer zu Überschneidungen; bis zu sechs Lesungen mussten am selben Abend stattfinden. „Um das zu vermeiden, haben wir den Festival-Zeitraum noch einmal verlängert. Jetzt sind es dreieinhalb Wochen“, so Gerdes. Parallelveranstaltungen sind trotzdem nicht zu vermeiden: „Aber nicht mehr als drei pro Abend.“

Wichtigste Motivation, das Festival zu begründen und über all die Jahre so viel Organisationsarbeit zu investieren, war, die ostfriesische Kriminalliteratur zu fördern und Ostfriesland als spannende Krimi-Region deutschlandweit ins Bewusstsein zu rücken. „Dieser Plan ist vollständig aufgegangen“, kann Gerdes feststellen: „Fast schon zu gut, wenn man sich anschaut, welche Schwemme an Ostfriesland-Krimis es gerade in den letzten Jahren gegeben hat.“ Mission erfüllt also – aber kein Grund, jetzt aufzuhören: „In Zukunft werden wir unser Augenmerk noch stärker als bisher auf die Qualität richten.“

Diesem Ziel dient auch der 1. Ostfriesische Krimipreis, an dem sich 78 Profi- und Amateur-Autoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum beteiligt haben. Die drei besten Stories wurden von einer Jury ausgesucht; am Freitag, 10. November, trägt Tatort-Schauspieler Joe Bausch diese Texte, die außer den Juroren und Lektoren noch niemand kennt, in der Emder Nordseehalle live vor. Das Publikum entscheidet dann, wer den Krimipreis bekommt. Sandra Lüpkes moderiert, interviewt und präsentiert den Sammelband „Feinste Friesenmorde“ mit den 22 besten Texten des Wettbewerbs, die „Söhne des Nordens“ sorgen für den musikalischen Rahmen.

Mit dem „Krimi-Slam“, einem absoluten Novum, beginnen die Krimitage am Freitag, 27. Oktober. Auch hier wird auf offener Bühne ein Wettstreit um einen Preis ausgetragen – allerdings von den Verfassern selbst. Jeweils etwa die Hälfte der Teilnehmer kommt aus dem Lager der Autoren, die andere aus dem der Slammer. Das Publikum entscheidet, wer am Ende die Nase vorn hat. Moderation und Showteil besorgen die Impro-Schauspieler Jürgen Boese und Jan Mattenheimer.

Dass auch Deutschlands erfolgreichster Krimi-Autor, Klaus-Peter Wolf aus Norden, mit von der Partie ist, versteht sich von selbst. Gleich dreimal präsentiert er seine neuesten Werke, jeweils musikalisch unterstützt von Bettina Göschl und „Komplizen“: in Leer, Aurich und Wittmund, jeweils in den Räumen der örtlichen Sparkasse. Die Ostfriesischen Sparkassen sind auch Hauptsponsor der Krimitage. „Ohne ihre Unterstützung hätten wir das alles nicht geschafft“, betont Gerdes.

Welche weiteren Highlights das Programm bietet, kann unter www.krimitage.de, www.leda-verlag.de oder auf Facebook unter „Ostfriesische Krimitage“ nachgeschaut werden. Dort finden sich auch Hinweise zu Preisen und Kartenvorverkauf. Außerdem wird in den kommenden Wochen wieder ein Krimitage-Flyer mit allen Detailinformationen verteilt.

In Spätsommer und Herbst ist ein Nordseeurlaub besonders reizvoll

Einer der ganz besonderen Vorteile des Älterwerdens ist die Tatsache, dass man mit der Urlaubsplanung nicht mehr an die Schulferien gebunden ist. Frei und unabhängig kann man die ruhigeren Zeiten in den beliebten Urlaubsorten und die oft günstigeren Nebensaisonpreise nutzen – zum Beispiel im Nordseeheilbad Bensersiel. Gerade in Spätsommer und Herbst zeigt sich die Natur hier oft noch einmal in ihrer ganzen Schönheit, mit milden Tagen, erfrischenden Winden und einer noch sommerwarmen Nordsee.

Auf Tour in der Natur

Gemütlich und geschützt in den Strandkorb gekuschelt, genießt man in aller Ruhe die warmen Strahlen der Spätsommersonne und bekommt dann vielleicht noch Lust auf ein Abtauchen in den spritzigen Wellen. Ziehen diese sich bei Ebbe zurück, lockt das Watt zu ausgiebigen Erkundungsgängen. Bei langen Spaziergängen oder Radtouren den Deich entlang lässt man sich den frischen Wind um die Nase wehen und genießt den weiten Blick und das besondere Licht. Speziell für Zweiradfreunde bietet der beliebte Urlaubsort vom 3. bis 8. September 2017 außerdem eine Fahrradwoche mit täglichen geführten Touren zu den reizvollsten Orten der Küstenregion. Die Länge der Strecken reicht dabei von 12 bis 70 Kilometer, sodass für jeden Anspruch etwas dabei ist. Wer keinen eigenen Drahtesel mitbringt, findet bei den Verleihstationen im Ort das passende Gefährt. Mehr Informationen und ein Programm zum Download gibt es unter www.bensersiel.de.

Gesundheit und Wellness

Neben gesunder Bewegung im Freien warten unter dem Dach der Nordseetherme auch zahlreiche Wellness- und Fitness-Angebote auf gesundheitsbewusste Best Ager. So findet sich auf der Fitnessfläche für jeden Muskel das passende Gerät, und bei Kursangeboten wie dem 50+ FitnessTreff stehen erfahrene Trainer mit Rat und Tat jedem zur Seite. Im Meerwasserbecken werden beim Bewegungstraining Muskeln und Gelenke sanft mobilisiert. Zum abschließenden Relaxen bieten sich die Sauna oder der Wellnessbereich mit Massagen, Ayurveda- und Kosmetikbehandlungen an.

Zum UNESCO Weltnaturerbe-Geburtstag des Wattenmeeres nach Juist

Vor sieben Jahren wurde das deutsch-niederländische Wattenmeer aufgrund seiner Einzigartigkeit von der UNESCO in die Liste der Weltnaturerbestätten aufgenommen. Juist liegt mitten drin im Wattemeer und an kaum einem anderen Ort fühlt man sich näher dran an der Weltnatur als hier.
Anlässlich des Geburtstags des Wattenmeeres gibt es auf Juist vom 25. auf den 26. Juni nun zum ersten Mal die Gelegenheit, eine Nacht auf dem Deich direkt unter dem Juister Firmament zu verbringen, ringsherum nichts als die unberührten Natur- und Vogelwelt. Geschlafen wird, wenn überhaupt, auf einfachen Feldbetten, denn schließlich möchte man nichts verpassen.

Im Rhythmus der Gezeiten verändert sich das Watt ständig: abwechselnd Land und Meer, Stille und Sturm, strahlende Sonne und undurchdringlicher Nebel, geheimnisvolles Wattknistern und Orkanböen: das einzig Stete im Watt ist der Wandel.

Es bietet einen Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen, die sich den zum Teil extremen Bedingungen angepasst haben. Wattwürmer und Muschelarten tummeln sich im Schlick und es ist ein wichtiges Rastgebiet für die Zugvögel, die sich hier im Herbst ausruhen dürfen.

Am 25. Juni 2017 treffen sich die Teilnehmer um 20:30 Uhr am Nationalpark-Haus Juist. Dort startet das Abenteuer mit einem Abendspaziergang, gespickt mit spannenden Geschichten rund um die Nordsee und Juist. Dann werden die Feldbetten am Deich zusammen aufgebaut und die Nacht kann beginnen. Am nächsten Morgen stärkt ein leckeres BIO-Frühstück vom Juister Bio-Hotel AnNatur und nach Abbau der Schlafplätze beginnt die circa zweieinhalbstündige Wattwanderung. Es gibt Menschen die sagen dass nur, wer einmal gefühlt hat, wie der weiche Meeresboden langsam zwischen den Zehen hindurchquirlt, wirklich angekommen ist auf Juist.

Verabschiedet wird sich anschließend im Nationalpark-Haus und wer danach ein richtiges Bett braucht, kann das zuvor über die Kurverwaltung buchen.

Preis pro Teilnehmer für Übernachtung und Programm: 95,00 Euro.