Die Nordsee für Nachtschwärmer

Nachtschwärmer sind im Frühjahr an der niedersächsischen Nordsee genau richtig. Ende März starten im Jadebusen die Vollmondfahrten zu den Seehundbänken – mit etwas Glück ertönt unterwegs auch der Ruf „Wal, da bläst er!“. Sterne funkeln und Leuchtfeuer blitzen, wenn Wanderer auf den Inseln Baltrum und Spiekeroog die mystische Nordseenacht erkunden. Und Hobby-Ornithologen müssen nachts aufstehen, um dabei zu sein, wenn die Vogelwelt im Wattenmeer zum vielstimmigen Konzert erwacht.

Vollmondfahrten zu den Seehundbänken
Leinen los! Wenn sich der Abendhimmel ein Gewand aus Rosa- und Orangetönen überwirft, legt die Harle Kurier in Wilhelmshaven ab. Mitarbeiter des Wattenmeer Besucherzentrums gehen ab Ende März gemeinsam mit Gästen auf Bootstour. Die Seehundfahrten führen im Licht des aufgehenden Vollmonds an die Ruheplätze der Meeressäuger im Jadebusen. Dabei werden Fragen beantwortet wie: Warum können Seehunde sowohl unter Wasser als auch am Strand schlafen? Und wie können sie sogar in stockfinsterer Nacht unter Wasser Fische orten? Mit etwas Glück taucht aus dem Wasser die Rückenfinne eines Schweinswals auf, denn im Frühjahr zeigt sich die einzige heimische Walart häufig an der Küste vor Wilhelmshaven. Während der dreistündigen Tour wird ein Fangnetz zu Wasser gelassen: So können die Mitfahrer Schollen, Muscheln, Seesterne und andere Bewohner des Wattenmeeres aus nächster Nähe betrachten, bevor sie wieder freigelassen werden.
Wilhelmshaven: Vollmondfahrten für Erwachsene und Kinder, Dauer 3 Stunden

Literarisches Wandern bei Vollmond
Der Mond ist aufgegangen. Die goldnen Sternlein prangen. Am Himmel hell und klar. Wenn sich der bleiche Vollmond in der Nordsee spiegelt, erleben die Besucher auf Spiekeroog die Insel im geheimnisvollen Halbdunkel und aus neuer Perspektive. Die richtige Atmosphäre für Gedichte. Ab Ende März gibt es einmal monatlich die Gelegenheit, die Insel bei Vollmond zu erwandern. Bei jedem Halt trägt Tourleiterin Katharina Jerke Gedichte und Kurzgeschichten vor – mal schaurig, mal romantisch.
Spiekeroog: Vollmondwanderungen, ab Ende März, Dauer 1,5 Stunden

Funkeln im Dunkeln
Was ist dran am Mythos Meeresleuchten? Und welche Bedeutung hat der Mond im Watt? Diese und andere Fragen klärt eine abendliche Exkursion auf Baltrum. Sterne, Planeten und ferne Nebel, der Nachthimmel erstrahlt hier in voller Pracht. Und zum ersten Mal sieht so mancher Teilnehmer mit bloßem Auge Himmelskörper, die er zuvor noch nie erblickt hat, weil an der Nordsee keine großen künstlichen Lichtquellen den Blick verderben. Mit dem Führer des Nationalpark-Hauses wandern Erwachsene und Kinder entlang der Westspitze, bis der Norderneyer Leuchtturm zu sehen ist. Kiek mal, welche roten und grünen Lichter blinken dort in der Ferne auf See? Auch diese Frage beantworten Mitarbeiter des Nationalpark-Hauses Baltrum, bevor es durch die Dunkelheit wieder zurückgeht.
Baltrum: Funkeln im Dunkeln, ab dem 23. März, Dauer 1,5 Stunden

Wattwandern in den Sonnenaufgang
Nachts aufstehen ist angesagt, wenn es in Dornumersiel auf Wattwanderung geht. Doch es lohnt sich: In der Morgendämmerung geben Austernfischer, Brachvögel, Möwen und Zugvögel auf Durchreise ein vielstimmiges Vogelkonzert. Und dann kündigt sich der Sonnenaufgang an: Eben noch ein zarter Lichtschein, färbt sich der Horizont erst glühend rot, bevor sich die Sonne über den Horizont schiebt. Ziel der Tour durch den Nationalpark und das Weltnaturerbe Wattenmeer ist die Insel Baltrum. Bei Flut bringt die Fähre die Wattwanderer zurück.
Dornumersiel: Drei Termine im Frühjahr und vier Termine im Herbst, Dauer 5,5 Stunden

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es unter www.die-nordsee.de/nachtschwaermer

Vielfalt und weite Natur im „Südlichen Ostfriesland“ mit Paddel und Pedal

Wenn man mit einem knappen und dennoch herzlichen „Moin“ begrüßt wird, die Kluntjes in der Teetasse knistern und die Sahnewölkchen sanft emporsteigen – dann ist man von einer Sekunde auf die nächste im Urlaub angekommen. Die Entspanntheit der Menschen und der Landschaft Ostfrieslands überträgt sich im Handumdrehen auf den Besucher und sorgt für einen erholsamen Effekt, den viele heutzutage unter dem Begriff „Entschleunigung“ zusammenfassen. Hier im Nordwesten Deutschlands gehen die Uhren spürbar anders, übertriebene Hektik gibt es nicht. Stattdessen jede Menge Weite und eine facettenreiche Landschaft zwischen Meer und Moor. Gerade das Binnenland hält so manchen Geheimtipp bereit.

Natur erleben mit Paddel und Pedal

Auch das Auto kann hier einige Tage Urlaub machen, denn zur Fortbewegung setzen viele Urlauber allein auf Muskelkraft – ganz gleich ob sie in die Pedale ihres Fahrrades treten oder ob sie zum Paddel greifen und mit der ganzen Familie die beschaulichen Wasserwege erkunden. „Langsamkeit entdecken, ohne dass es langweilig wird“, so könnte das Motto lauten, wenn man die sprichwörtliche Weite der Landschaft entdeckt. Schließlich gilt Ostfriesland als Land der Wasserläufe und Kanäle, der Klappbrücken, Schleusen und Mühlen. So eröffnen etwa die beiden Radwanderstrecken „Deutsche Fehnroute“ und die „Internationale Dollart-Route“ reizvolle Einblicke in die Natur ebenso wie in die norddeutsche Lebensart. Entlang dem Radwegenetz in Ostfriesland befinden sich 20 Paddel- und Pedalstationen, an denen die Urlauber einfach von einer Fortbewegungsart zur anderen wechseln können. Je nach Lust und Laune steigen sie vom Rad in ein Kanu, Kajak oder einen Kanadier um. Einige Strecken können sowohl flussabwärts wie auch flussaufwärts befahren werden.

Urlaub zwischen Meer und Moor

Strand und Meer sind schnell zu erreichen und auch das Binnenland bietet gemütliche Ortschaften und Friesendörfer sowie Ausflugsziele für die ganze Familie. So kann man die Drehorte der ZDF-Ostfriesenkrimis besuchen, das Wasserschloss Evenburg in einem Ortsteil von Leer besichtigen oder verschiedene Museen besuchen. Auch ein Abstecher in die Niederlande ist zu empfehlen, beispielsweise zum Markttag nach Groningen oder per Schiff nach Delfzijl an der Ems. Obendrein wird der Geldbeutel geschont, denn Quartiere sind im Binnenland meist deutlich günstiger als direkt an der Küste oder als auf den Inseln zu finden. Viele weitere Tipps, einen Routenplaner für eigene Radtouren und kostenfreies Informationsmaterial gibt es unter www.suedliches-ostfriesland.de.

An der Nordseeküste geht es sportlich zu

Den ganzen Tag nur am Strand liegen und faulenzen? Das ist für die meisten Nordseeurlauber unvorstellbar. Wer die ungezähmte Natur und das milde, aber manchmal doch etwas raue Klima an der ostfriesischen Küste für seinen Urlaub bevorzugt, plant in der Regel mehr als Sonnenbaden ein. Gut, dass es in den weiten Landschaften und auf dem Meer reichlich Platz zum Austoben bei den verschiedensten Aktivitäten gibt.

Surfspaß im Flachwasserrevier

Ganz weit oben auf der Liste stehen dabei natürlich Wassersportarten wie Windsurfen und Kiten – zum Beispiel in der Kite- und Surfstation Windloop direkt am Strand des Nordseeheilbades Neuharlingersiel. „Wir haben hier ein Top-Flachwasserrevier, das optimale Bedingungen für einen schnellen und sicheren Einstieg mit viel Spaß von Anfang an bietet“, erzählt Surflehrer Fabian „Fabbel“ Bertschat, der zusammen mit seinem Kollegen Stefan Anfängern jeder Altersstufe zu einem sicheren Stand auf dem Board verhilft. Aber auch Profis wissen das Revier zu schätzen: „Schon 2004 kam der deutsche Meister im Kitesurfen mit seinen Jungs hierher“, so Fabbel. Mehr Infos zum Surfen und Kiten finden sich unter www.neuharlingersiel.de.

Aber nicht nur auf dem Wasser, auch an Land werden Urlauber hier aktiv. Beachvolleyball erfreut sich immer größerer Beliebtheit, und auch Basketball und Fußball gewinnen mit feinem Sand unter den Füßen einen ganz neuen Reiz. Ein Klassiker sind außerdem ausgedehnte Radtouren auf den zahlreichen gut ausgebauten Wegen im „Radland“ Ostfriesland. Dafür muss man nicht einmal einen eigenen Drahtesel mitbringen, denn Zweiräder und E-Bikes lassen sich günstig mieten. Wer nicht strampeln möchte, sondern sein Glück lieber auf dem Rücken eines Pferdes sucht, findet in der Umgebung verschiedene Reiterhöfe, auf denen man Unterricht nehmen, Pferde mieten oder Urlaub mit dem eigenen Ross machen kann.

Schwimmen und Fitness

Aktiv sein auf dem Meer, am Meer – fehlt noch im Meer. Denn natürlich lässt sich in der Nordsee auch wunderbar baden und schwimmen. Und wenn die Jahreszeit noch zu kühl ist oder das Wetter nicht mitspielt, verlegt man den Schwimmspaß einfach ins 30 Grad warme Meerwasser des direkt im Ort gelegenen BadeWerk Neuharlingersiel. Dort werden außerdem Aqua-Fitness sowie Pilates, Fit-Mix, Bauch-Beine-Po, Power Walking, Faszientraining und Wirbelsäulengymnastik angeboten sowie regelmäßig spezielle Aktivwochen veranstaltet.

Borkum: Kurmusik ab 2018 mit neuem Konzept

Mit Beginn der Osterferien 2018 wird das Konzept „Musik & Meer“ umgesetzt. Dabei werden Künstler und Musik thematisch eingeordnet, um sich dem Publikum sowie den Saisonzeiten besser anzupassen.

Das Grundkonzept sieht vor, dass zwischen Ferienzeit und ferienfreie Zeit unterschieden und die thematische sowie musikalische Ausrichtung somit an die Gäste auf der Insel angepasst wird. Nach den Oster- und den Sommerferien läuft zum Beispiel die Themenwelt „Fit 60’s“. Musikalisch lehnt sich dieser Block an die tanzbaren Klassiker der 40er, 50er und 60er an. Um die bekannten Borkumer Jazztage wird es auch auf der Promenade eher jazzig zugehen, im Herbst halten die „Autumn Spirits“ Einzug. „Es ist uns sehr wichtig festzuhalten, dass wir die Kurmusik nicht abschaffen, sondern modernisieren wollen. Die bei den Gästen beliebten Protagonisten Eberhard Bieber, Die Tanzagenten und Franz’L bleiben uns natürlich erhalten und werden auch weiterhin auftreten. Es galt aber auch, die restliche Spielzeit hochwertig zu bedienen“, so Veranstaltungsleiterin Juliane Struck, die seit Juni 2017 diesen Posten übernommen hat. Die Auftrittszeiten von 11.00, 16.00 und 20.00 Uhr werden beibehalten, die Dauer der Konzerte am Meer wurde auf 31 Wochen ausgedehnt. Abgerundet wird das musikalisch „klassische Programm“ beispielsweise mit Newcomer Bands, immer zielgruppengerecht und thematisch angepasst.

Das Thema Neukonzeptionierung der Kurmusik war schon länger ein Thema. Die Gründe dafür liegen laut Kur- und Tourismusdirektor Christian Klamt auf der Hand: „Es gibt nur wenige Urlaubsorte, die ein so breites und ausgereiftes Kurmusikangebot wie Borkum haben. Der tolle Standort mit einem Pavillon, den man nicht schöner hätte malen können und in seiner Nutzung vermutlich einzigartig ist, lädt zum Entspannen bei toller Musik ein. Einzig die Struktur fehlte.“ So habe es an einer strategischen Ausrichtung gemangelt und das Alleinstellungsmerkmal der Kurmusik mit wechselnden Künstlern sei nicht ausreichend genutzt worden. Des Weiteren konnte in den Sommermonaten ein Zuschauerrückgang bei einzelnen Veranstaltungsformaten in der Kulturinsel festgestellt werden. Die Stärkung der saisonalen Outdoor-Veranstaltungen galt es demnach ebenso zu berücksichtigen. Daran wurde nun unter der Federführung von Juliane Struck heftig und erfolgreich gefeilt. „Mit ´Musik & Meer´ versuchen wir uns an einem neuen Weg, sind zuversichtlich und zugleich gespannt, ob dieses Konzept gut angenommen wird“, so die Veranstaltungsleiterin.

In puncto Künstlerbooking unterstützt die Agentur SofaConcerts, die über ein breites Portfolio an Bands und Sängern verfügt. Darüber hinaus können die Kommunikationsmittel, wie Facebook, der Webauftritt und der Veranstaltungskalender von SofaConcerts mitgenutzt werden. Dort werden die Borkumer Spielzeiten mit den jeweiligen Bands veröffentlicht und kräftig beworben. Trotz vier Wochen mehr Spielzeit und der Zusammenarbeit mit einer Agentur wird dabei noch Geld eingespart. „Das ist die hohe Kunst. Verbesserung der Situation bei geringeren Kosten. Das hat Juliane Struck hervorragend gelöst“, freut sich Kur- und Tourismusdirektor Christian Klamt.

Die Nordseeküste lockt mit einer einzigartigen Tierwelt

Klimatisierte Büros, verstopfte Straßen, Sitzen am Bildschirm und Bewegung im Fitness-Studio – im Alltag haben viele Menschen kaum Kontakt mit der Natur. Kein Wunder, dass schöne Landschaften und eine intakte Umwelt zu den wichtigsten Wünschen bei der Wahl des Urlaubsortes zählen. Saubere Luft atmen, den Blick in die Ferne schweifen lassen, Pflanzen und Tiere in ihrem natürlichen Umfeld erleben ist für gestresste Stadtbewohner oft die schönste Entspannung. Ohne weite Anfahrt finden sich solche Naturerlebnisse an der Nordseeküste, zum Beispiel bei einem Urlaub in Esens-Bensersiel. Besonders außerhalb der Hauptsaison kommen Ausblickgenießer, Hobbynaturforscher und Jäger schöner Fotomotive hier auf ihre Kosten.

Weltnaturerbe vor der Tür

Denn quasi direkt vor der Tür wartet dort das Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer. Diese bei Ebbe sich kilometerweit erstreckende Schlick-„Wüste“ ist prall gefüllt mit Leben. Borstenwürmer durchwühlen den Boden, Muscheln halten sich versteckt, Strandkrabben huschen über den Sand und so manches Schneckenhaus entpuppt sich als Heim eines Einsiedlerkrebses. Das reiche Nahrungsangebot zieht viele Vögel an – sowohl heimische Arten als auch Zugvögel, die sich hier zu bestimmten Jahreszeiten niederlassen. Bei Flut bevölkern Fische wie Sandgrundeln, Flundern und Seenadeln das flache Wasser, dazu lassen sich oft Säugetiere wie Robben und Schweinswale beobachten. Auch die ausgedehnten Salzwiesen beherbergen neben Schafen viele Vogelarten und sind ein beliebtes Revier für Hobby-Ornithologen. Ein gutes Fernglas oder ein Teleobjektiv an der Kamera erlaubt dann ganz „nahe“ Begegnungen und tolle Fotos.

Wattsafari und Zugvogeltage

Man kann die Natur an der Nordseeküste auf eigene Faust erkunden – oder eines der vielen Angebote nutzen, wie Ausstellungen und begleitete Exkursionen, die unter www.bensersiel.de zu finden sind. Dazu gehören zum Beispiel geführte Wattwanderungen oder Wattsafaris mit Kescher und Becherlupe für Kinder, Bootstouren zu den Seehundbänken und die jährlichen Zugvogeltage. Viel zu sehen und zu lernen gibt es auch im Wattenhuus, das gleichzeitig Nationalpark-Informationsstelle ist. Vom Meerwasser-Aquarium über den Gezeiten-Simulator bis zur Familien-Rallye gibt es dort zahlreiche Möglichkeiten, sich mit dem einzigartigen Naturraum Wattenmeer auf unterhaltsame Art vertraut zu machen.

Esens-Bensersiel bietet viel Natur und viel Kultur

Das beliebteste Reiseland der Deutschen ist nach wie vor Deutschland. Etwa jeder Dritte verbringt seinen Urlaub in der Heimat. Und unter den innerdeutschen Reisezielen gehört die Nordsee zu den beliebtesten. Kein Wunder, locken hier doch eine einzigartige Naturlandschaft, Strand, Watt, Wellen und schöne alte Orte wie die „Bärenstadt“ Esens, die zusammen mit dem direkt am Meer gelegenen Bensersiel einen beliebten Urlaubsort bildet.

Strand und Natur in Bensersiel

In Bensersiel, dessen Wahrzeichen die geschwungenen weißen Deichbrücken sind, verlockt der feine, sanft abfallende Sandstrand zum Relaxen und Baden. Während Erwachsene es sich gerne in einem der vielen gemütlichen Strandkörbe bequem machen, buddeln die Kinder im Sand, erkunden den großen Strandspielplatz mit Seilbahn und Minigolfanlage oder toben in „Bennis Abenteuerland“. Bei Ebbe kann man das Planschen im großen Meerwasser-Freibad fortsetzen. Ist der Nordseewind zu kühl für ein Bad im Freien oder Entspannung und Wellness gewünscht, wartet die Nordseetherme mit Riesen-Wasserrutsche, Piratenschiff, Massagen, Sauna und Relaxbecken. Und noch eine andere Attraktion lockt bei Ebbe: Das Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer. Muscheln, Krabben, Wattwürmer und zahlreiche Vogelarten bevölkern diesen ganz besonderen Naturraum, den man bei einer professionellen Führung besser zu verstehen lernt. Noch mehr darüber ist auch im Wattenhuus und im Museum „Leben am Meer“ in der historischen Peldemühle in Esens zu erfahren. Und bei einem Schiffsausflug zu den Seehundbänken kann man die wohl niedlichsten Bewohner des Wattenmeeres beobachten. Alle Infos zu den Angeboten gibt es unter www.bensersiel.de.

Kultur und Shopping in Esens

Als „Ausgleich“ für so viel Natur gibt es in der alten Häuptlingsstadt Esens gleich nebenan Kulturgenuss und Shoppingmöglichkeiten. In der „Einkaufszentrale“ des Harlingerlandes lässt es sich zwischen schönen Geschäften und kleinen Lädchen gut bummeln. Lohnend ist auch ein Besuch in der größten Kirche Ostfrieslands, der St. Magnus-Kirche mit dem Turmmuseum. Von der Aussichtsebene hat man einen tollen Ausblick über Esens bis hin zur Küste und den vorgelagerten Inseln. Weitere Highlights sind die Bernsteinschleiferei, das jüdische Museum, verschiedene Galerien und der Ahnensaal im Rathaus. Zum Abschluss des Stadtbummels ist dann die gemütliche Einkehr in eines der zahlreichen Cafés und Restaurants angesagt.

Mit Kälte gegen Erkältungen beim winterlichen Thalasso-Urlaub an der Nordsee

Nicht nur im Sommer tut das berühmte Reizklima der Nordsee der Gesundheit gut. Gerade in den kühleren Monaten können frische Seeluft, Meerwasser, Schlick und Algen ihre positiven Effekte voll entfalten, den Körper abhärten und widerstandsfähiger gegen Erkältungen machen. Die kalte Jahreszeit ist daher ideal für einen Thalasso-Urlaub, zum Beispiel im schönen Fischerdorf und Thalasso-Nordseeheilbad Neuharlingersiel.

Klima-Training für den Körper

Hier wird das winterliche Nordseeklima gezielt für ein Abwehrstärkungsprogramm genutzt. „Bei dem Arrangement ‚Fit durch den Winter‘ wird der Körper Kältereizen ausgesetzt. Das stärkt das Immunsystem“, erklärt Susanne Mäntele vom Kurverein des zertifizierten Thalasso-Nordseeheilbades. Insgesamt geht es vom 27. Januar bis zum 3. Februar 2018 fünfmal auf Klima-Exkursion an den Strand in Begleitung eines erfahrenen Therapeuten. Dabei lösen Bewegung in leichter Bekleidung und kleine Abstecher in die frostig-frische Nordsee verschiedene Regulationsmechanismen aus: Die Gefäße ziehen sich zusammen, um den Wärmeverlust zu verringern, eine Gänsehaut richtet das „Fell“ auf, die Muskeln produzieren Wärme durch Zittern. So lernt der Organismus durch Training, immer besser mit der Kälte klarzukommen, und auch das Immunsystem kann zur verstärkten Abwehr von Viren und Co. angeregt werden. Die frische Nordseeluft stärkt dabei das Immunsystem auch von innen.

Neben den täglichen, 45-minütigen Klima-Exkursionen enthält das Arrangement unter anderem auch eine Tageskarte für das Badewerk mit Meerwasser-Hallenbad und Sauna, den Neuharlingersieler „Schlickdampfer“ (eine Schlickpackung in der Dampfsauna), eine Algenölmassage, einen Wellness-Salat und einen frischen Saft sowie eine gemütliche Abschlussrunde mit Tee und Gebäck. Unter www.neuharlingersiel.de gibt es alle Informationen.

Weite und Gemütlichkeit genießen

Der Winter an der Nordsee bietet aber auch abseits des Klimas viel Reizvolles – zum Beispiel ein komplettes Gegenprogramm zu hektischen, vollen Städten, stressigem Berufsalltag, abgashaltiger Luft, Lärm und Lichtbelastung. Hier kann man nachts noch die Sterne sehen und buchstäblich in Ruhe schlafen, tagsüber die Weite und Ruhe des Wattenmeeres erleben, die gelassene Atmosphäre des vereisten Kutterhafens in sich aufnehmen und bei einer nachmittäglichen Teezeremonie oder einem frischen Fischgericht am Abend ostfriesische Gemütlichkeit genießen. So erholen sich Körper und Seele im Gleichklang.

Straßenkunstfestival auf Langeoog

Vom 28. bis 30. August werden Langeoogs Straßen zur Bühne von internationaler Straßenkunst, eine der ältesten und direktesten darstellenden Kunstformen. 15 Künstlerinnen und Künstler aus 11 Ländern von drei Kontinenten – u.a. aus Großbritannien, Italien, Brasilien und Australien kommen nach Langeoog, um die Insel mit Musik, Akrobatik, Magie, Pantomime und auch wortgewandter Straßencomedy zu erfüllen. Ihr Lohn ist Hutgeld und natürlich der Applaus des Publikums. In den frühen Abendstunden von 18 Uhr bis 21.00 Uhr erleben die Zuschauer den bunten Zauber, der auf der Barkhausenstraße und der Hauptstraße stattfindet.

Star des Ensembles ist wohl der australische Akrobat Al, auch „The Human Knot“ – der menschliche Knoten – genannt. Der Gewinner der Street-Performance-World-Championship versetzt mit seiner extremen Show seit 20 Jahren die Welt in Staunen mit unglaublichen Körper-Verdrehungen, frechen Scherzen, waghalsigen Kunststücken und Messerjonglage in luftiger Höhe.
Die Gruppe Palo Santo rockt mit heißen lateinamerikanischen Rhythmen und
Felice & Cortes bieten feinsten Ohrenschmaus nach bester Singer-Songwriter-Art und verbinden das Klangerlebnis mit Jonglage, zum Beispiel mit den Drumsticks während des Drummens. Ganz anders musizieren Popeye und Olive mit Banjo und Bass, sie turnen akrobatisch aufeinander und übereinander.
Der magischen Show des charismatischen Brasilianers Dan Marques wohnt ein ganz besonderer Zauber inne, der mal Staunen und mal Lachen bewirkt. Der eine oder andere Zuseher wird – freiwillig oder nicht – zum Assistenten des Zaubermeisters.
Wenn El Diabolero sein Diabolo 35 Meter in den Himmel schickt, hält das Publikum den Atem an: wird er es tatsächlich mit seiner Schnur wieder fangen? Auch die Nummern des Circo Puntino verbreiten Zirkusatmosphäre und erleuchten mit ihrem brennenden Finale den spätsommerlichen Abend.

Straßenkunst findet auf der Straße statt, ohne Bühne. Die Nähe zum Publikum, auch die Interaktion mit dem Publikum ist wichtig und erlaubt den Künstlern, die Menschen auf einzigartige Weise zu berühren.

Kulinarische Wattwanderung Norderney

Am 13. September 2017 tauscht Sternekoch Markus Kebschull aus dem Restaurant Seesteg seine Kochjacke gegen einen Friesennerz und ein Paar Gummistiefel. Denn an diesem Montag dürfen sich Gäste und Freunde der Brune & Company Hotels auf einen Tag rund um das Thema Wattenmeer freuen – kombiniert mit allerlei kulinarischen Erlebnissen unter der Regie des sympathischen Küchenchefs. Perfekt ausgerüstet mit Gummistiefeln der Firma Aigle, beginnt der Tag für die maximal acht Teilnehmer um 9:30 Uhr mit einer Wattwanderung unter Leitung der Meeresbiologin Berit Finkennest. Sie kennt die Insel schon seit Kindertagen und führt mit Charme, einem unerschöpflichen Wissen und vor allem mit ihrer grenzenlosen Faszination für das UNESCO Weltnaturerbe durch das Watt. Dabei erzählt sie den Teilnehmern alles über Ebbe und Flut, Flora und Fauna, Wattwurm und Herzmuschel. Und immer dann, wenn es etwas Kulinarisches zu den Fundstücken im Watt zu erzählen gibt, springt Sternekoch Markus Kebschull ein.

Nächster Stopp Fischkutter. Nach der Wattwanderung besuchen die Teilnehmer gemeinsam einen Fischkutter, auf dem sie alles über die Küstenfischerei und die verschiedenen Fischarten lernen – beispielsweise über den Wolfsbarsch, den man im Sommer immer häufiger auch vor Norderney findet. Nach einer wohlverdienten Pause lädt Markus Kebschull am späten Nachmittag dann zu einem Kochkurs in die offene Küche des Hotels Inselloft mit anschließendem Dinner ein, bei dem die am Vormittag gefundenen Produkte des Wattenmeeres, wie Austern, Miesmuscheln, Strandschnecken oder Queller, die Hauptrolle spielen. Spannend ist nicht nur das daraus entstehende Menü, sondern sicherlich auch der Besuch des alten Insel-Bürgermeisters Klaus Aldegarmann, der einfach die besten Geschichten über die Nordsee-Insel und seine Bewohner erzählen kann. Schluss ist erst dann, wenn das Wissen rund um das Wattenmeer, die Insel Norderney und die Erlebnisse des Tages erzählt sind. Und glücklicherweise sind die weichen Betten der Brune Hotels nur wenige Meter entfernt. Übernachten können die Teilnehmer im Design liebenden Hotel Inselloft ab 180 Euro pro Zimmer und Nacht, im Relais & Châteaux Hotel Seesteg ab 390 Euro pro Zimmer und Nacht oder im Hotel Haus am Meer ab 170 Euro pro Zimmer und Nacht.

Im Preis von 395 Euro sind neben der vierstündigen Wattwanderung mit einer kleinen Stärkung auch die Gummistiefel der Firma Aigle, der Kochkurs sowie das Vier-Gang-Menü inklusive Aperitif, Wasser und Weinbegleitung inkludiert. Reservierungen für die Kulinarische Wattwanderung werden telefonisch unter 04932 893600 oder per Email unter empfang@seesteg-norderney.de entgegen genommen. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf acht Personen begrenzt. Alle Angaben zum Programm sind unter Vorbehalt, Programmänderungen sind möglich.

Juister Gäste-Parlament

Ab sofort können sich Gäste und Urlauber der Nordseeinsel Juist für das Gäste-Parlament 2017 bis 2019 bewerben. Die Parlamentarier können aktiv an der Gestaltung und damit der Zukunft der Insel mitwirken.

Auf Juist ist der Gast nicht nur König, sondern kann auch ein Abgeordneter werden. Im Oktober 2014 hatte die Nordseeinsel das erste und bislang einzige Gäste-Parlament Deutschlands ins Leben gerufen. Nachdem die dreijährige Amtsperiode im Herbst 2016 ausgelaufen ist, stehen nun Neuwahlen an.
Bewerben kann sich jeder Juistfahrer, der Lust hat, als „Abgeordneter“ im Gäste-Parlament der Insel kräftig mit zu mischen. Die Auswahl der insgesamt zehn Mitglieder erfolgt per Losverfahren, wobei genau darauf geachtet wird, eine konstruktive Mischung verschiedener Altersgruppen unter Berücksichtigung von Aspekten wie Familienstand und Stamm- oder Neugast zu bekommen.

Mitte September wird entschieden, wer dabei sein darf, und vom 10. bis 12. November wird das neue Parlament zum ersten Mal tagen. Natürlich können hier keine Entscheidungen getroffen werden, denn dafür ist der Gemeinderat verantwortlich. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten der Mitgestaltung. An den Sitzungen nehmen außer den gewählten Gästen sieben Insulaner teil.

Abgeordnete bleiben für drei Jahre im Amt und treffen sich einmal im Jahr für ein Wochenende auf Juist. Die Kosten für die Fähre, die Übernachtungen und den Kurbeitrag werden von der Kurverwaltung übernommen.

Marketingleiter Thomas Vodde: “Wir nehmen die Bedürfnisse und Wünsche unserer Gäste sehr ernst und möchten sie aktiv in wichtige Entscheidungen einbeziehen: Was gefällt ihnen? Was können wir besser machen? Wie können wir gemeinsam die Zukunft der Insel gestalten? Mit dem Gäste-Parlament bieten wir unseren Inselbesuchern die Möglichkeit, ihr ehrliches Feedback zu geben und freuen uns sehr, damit auf so viel positive Resonanz zu stoßen.“

Juist ist auf dem besten Weg, die Insel für ihre Gäste tatsächlich zu einer Freundschaft fürs Leben werden und bleiben zu lassen.

Bewerben können sich Interessierte ausschließlich im Internet unter
www.juist.de/zauberinsel/aktuelles/gaeste-parlament.html.

Die Bewerbungsunterlagen müssen bis spätestens Sonntag, 10. September 2017, eingereicht werden.