Sanddornlauf auf der Insel Langeoog

Spontane Kurzurlaube auf der autofreien Insel Langeoog lohnen sich immer, ganz besonders jedoch am 17. September 2016. Dann hält der Langeooger Sanddornlauf für alle sportbegeisterten Inselfreunde gleich mehrere Distanzen zur Teilnahme bereit. Wer nicht gleich beim Halb-Marathon dabei sein möchte, der kann auch über die halbe Distanz oder über 5 Kilometer auf die Strecke gehen. Auch Walker und Nordic-Walker sind herzlich eingeladen am 5-Kilometer-Lauf oder am Viertel-Marathon teilzunehmen. Für die Bambinis gibt es einen Lauf über 400 Meter und beim Jugendlauf geht es nach 1.000 Meter zurück ins Ziel.

Langeoog. Zum Abschluss der Hauptsaison werden auf der Insel Langeoog noch einmal zahlreiche Meter gemacht. „Neben Entspannung und Ruhe soll auch der Sport bei uns ein Thema sein. Wir sind mit dieser Laufserie die sportlichste der Ostfriesischen Inseln“, freut sich Tourismusmanager Hinrik Dollmann über „Langeoog läuft“. Nach dem „Osterlauf“ und dem „Abendlauf“ bildet der „Sanddornlauf“ nun das dritte über das Jahr verteilte Laufevent – und das mit neu zu entdeckenden Strecken.

Der Sanddornlauf begeistert neben der sportlichen Attraktivität der Distanzen auch mit dem speziellen Nordseefeeling, da Streckenabschnitte direkt am Sandstrand an der Wasserkante und nach Dünenlandschaften auch durch den Ortskern führen.

Kurzentschlossene haben noch bis Freitag, 16. September 2016 die Möglichkeit sich in der Tourist-Information im Rathaus Langeoog einen Startplatz im Vorfeld zu sichern. Nachmeldungen können sogar noch am Veranstaltungstag bis 14:30 Uhr bei der Startnummernausgabe am Haus der Insel berücksichtigt werden.

Die Startgelder liegen für Voranmelder bei 12 Euro (5 Km), 16 Euro (Viertel-Marathon) und 20 Euro (Halb-Marathon). Das dritte große Laufevent auf Langeoog bedeutet gleichzeitig den Abschluss der diesjährigen Saison. Um 14:00 Uhr fällt der Startschuss des Sanddornlaufs, gefolgt von dem Viertel-Marathon und dem Halb-Marathon, welche um 15:00 Uhr beginnen. Die abschließende Siegerehrung für alle Teilnehmer gibt es um 19:00 Uhr. Wer den Aufenthalt auf die Teilnahme an dem Lauf beschränken möchte, der kommt als Tagesgast ausnahmsweise sogar noch um 20:00 Uhr ab Inselbahnhof wieder zurück ans Festland.

Weitere Informationen und die direkte Anmeldung finden sich auf der Website www.langeoog-läuft.de inklusive Verlinkungen zu potenziellen Übernachtungsmöglichkeiten für den Kurzurlaub in Verbindung mit der Teilnahme an den Läufen.

Herbst und Winter auf Amrum

Die Tage sind kürzer, aber voller Licht- und Wolkenspielen – wer im Herbst die Nordseeinsel Amrum besucht, kann stundenlang durch unberührte Naturlandschaften wandern, ohne auch nur einer Menschenseele zu begegnen. Stille und Einsamkeit herrschen vor. Nur unterbrochen von den Rufen der Zugvögel, die im Wattenmeer vor ihrer großen Reise noch einmal auftanken.

Auf Tuchfühlung mit der Natur

Im Herbst entfaltet Amrum einen ganz besonderen Reiz: Künstler und Fotografen schätzen diese Zeit, um Motive für neue Bilder zu finden. So bildet die Heide einen schönen Kontrast zum Wald und der gelblichgrünen Geestlandschaft. Naturliebhaber wandern auf Bohlenwegen quer durch die Dünen bis zum kleinen Leuchtturm oder zu einem der vielen anderen Aussichtspunkte. Von hier aus reicht der Blick über den weiten Kniepsand und die schäumende Brandung bis zu den Halligen und den Nachbarinseln Sylt oder Föhr. Wer sich mehr Einblicke in die Flora und Fauna des Wattenmeeres wünscht, schließt sich geführten Wanderungen an, macht noch bis Ende Oktober mit einem Ausflugsschiff eine Tour zu den Seehundbänken oder wandert mit einem Wattenführer übers Meer zur Insel Föhr – ein ganz besonderes Erlebnis gerade im Herbst und Winter. Mehr zur stillen Jahreszeit auf der nordfriesischen Insel gibt es unter www.amrum.de.

Fantastische Naturschauspiele

Im November beginnt die Zeit der Stürme. Wenn atlantische Tiefausläufer den “blanken Hans”, wie die stürmische Nordsee auch genannt wird, entfesseln, kann es passieren, dass der breite Kniepsand bis an die Dünenkante überspült wird und ein fantastisches Naturschauspiel bietet. Regenschauer gehen schnell vorüber und schon bald zeigt sich die Sonne wieder. Mit etwas Glück bilden sich Regenbogen, die Nordsee und Wattenmeer miteinander zu verbinden scheinen. Wetterlagen mit Minusgraden und Ostwind sind erst im Januar und Februar zu erwarten. Durch die Gezeiten dauert es aber eine Weile, ehe sich am Strand Eisschollen bilden, die von heftigen Winden mancherorts zu regelrechten Eisbergen aufgetürmt werden. Bevor Anfang März die ersten Zugvögel zurückkehren und die stille Jahreszeit beschließen, feiern Insulaner und ihre Gäste am 21. Februar das traditionelle Biakefest, bei dem große Feuer am Strand bis spät in die Nacht hinein von Insel zu Insel grüßen.

Papenburg ist geprägt von maritimer Tradition und modernen Ozeanriesen

Schiffe und Kanäle prägen das Stadtbild von Papenburg an der Ems: So kann direkt vor dem Rathaus ein Museumsschiff als Wahrzeichen der Stadt ankern, die Brigg “Friederike von Papenburg”. Daneben schaukeln sechs weitere Nachbauten historischer Schoner, Barken oder Segler auf dem Hauptkanal. Alle zusammen bilden ein wohl bundesweit einmaliges Schifffahrts-Freilicht-Museum und erzählen von der maritimen Tradition in Deutschlands südlichster Seehafenstadt. Die größte Werft der alten Schiffsbauerstadt ist vom Zentrum längst vor die Stadttore umgezogen, aber ein Shuttlebus bringt die Besucher im Rahmen einer Führung direkt hin – und damit zugleich auf eine Zeitreise in die Zukunft des Schiffbaus. Auf der berühmten Meyer Werft erwartet Gäste eine faszinierende Erlebniswelt rund um den Bau modernster Ozeanriesen.

Kreuzfahrschiffe wecken Fernweh

Vom geführten Rundgang durch die Meyer Werft erzählt die Papenburgerin Alexandra Weich auf dem Blog Aboutcities.de, einem gemeinsamen Internetportal von 17 niedersächsischen Städten: “Fasziniert bin ich von dem Blick in das Baudock. Hier wird gerade die ‘Genting Dream’ gebaut. Das Schiff ist so riesig, dass man die Dimensionen im ersten Moment gar nicht richtig erfassen kann.” Mit einer Länge von 335 Metern und einer Breite von fast 40 Metern bietet es Platz für 3.360 Passagiere. Um solche Ozeanriesen in die Nordsee zu überführen, wird zweimal im Jahr die Ems aufgestaut. Im neu inszenierten Besucherzentrum der Werft wird der moderne Schiffbau anschaulich: Ein Film, 20 Schiffsmodelle, eine interaktive Seekarte, Konstruktionen in 3D auf einem übergroßen Bildschirm und vieles mehr geben Einblicke hinter die Kulissen. “Das Fernweh stellt sich dann im Reedereibereich ein, bei einem Blick in die Musterkabinen und auf die schönsten Ziele der Kreuzfahrtschiffe”, berichtet Alexandra Weich.

Wohnen im Wandel der Zeit

Für die stilechte Zeitreise zurück in Papenburgs Geschichte bietet sich eine Bootstour an: Die “Leidi” mit Elektromotor schippert gut zehn Gäste über Kanäle in die Nähe des Freilichtmuseums “Von Velen Anlage”. Hier gibt es Katen, Ställe und Werkzeuge der frühen Siedler, Torfstecher und Schiffsbauer zu sehen. Die Tour führt durch versteckte Kanäle im Grünen, unter niedrigen Brücken hindurch, auf einen großen See und weiter in einen Seitenkanal bis in eine neue ökologische Wohnsiedlung: “Die Fahrt mit der ‘Leidi’ verbindet das Wohnen und Leben aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit dem modernen Leben im 21. Jahrhundert”, meint Bloggerin Alexandra Weich.

Die Nordsee tut bei Neurodermitis gut

Salzwasser, Wind und Sonne sind die entscheidenden Bestandteile des gesundheitsfördernden Reizklimas der Nordsee. “Besonders Menschen mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte verspüren bei einem Nordseeurlaub oft eine deutliche Linderung ihrer Symptome”, erklärt Gesundheitsexpertin Katja Schneider vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Ein Nordseeheilbad wie Neuharlingersiel ist deshalb zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Reiseziel für Hautpatienten. Das dortige “Badewerk” bietet spezielle Anwendungen an, die den positiven Effekt des Meeresklimas auf die Haut noch verstärken.

Schlickanwendungen können die Heilung der Haut fördern

“Viele Gäste kommen in unser Thalasso-Nordseeheilbad, um durch den einzigartigen Naturschlick Linderung für ihre Hautprobleme zu finden”, erklärt Susanne Mäntele vom Kurverein des Fischerdorfes. Neuharlingersiel verfügt über eine unterirdische Schlickblase mit 400 Jahre altem, reinstem Naturschlamm. Er wird zerkleinert, erhitzt und mit dreifach gereinigtem Nordseewasser zu einem natürlichen Gesundheits- und Wellnessprodukt verarbeitet, das dann für Packungen und Dampfbäder eingesetzt wird. Durch seinen hohen Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Tonerde und den sanften Peeling-Effekt kann der Schlick die gereizte Haut beruhigen und die Heilung fördern. Man kann ihn übrigens unter www.badewerk.de/thalasso/unsere-thalasso-produkte.html auch für Anwendungen zu Hause bestellen.

Auch für kleine Hautpatienten geeignet

Die Anwendungen sind auch für kleine Neurodermitis- oder Schuppenflechte-Patienten geeignet. “Auch bei Kindern lässt sich unser Schlick gut nutzen. Viele Familien wählen speziell wegen der Krankheit ihres Kindes Neuharlingersiel als Reiseziel”, so Susanne Mäntele. Der stabilisierende Effekt halte häufig auch nach dem Urlaub noch längere Zeit an, sodass die Betroffenen besser mit ihrem Problem leben könnten. “Viele Besucher kommen angesichts dieser positiven Erfahrungen regelmäßig wieder – einmal oder sogar mehrmals im Jahr”, betont Mäntele.

Carolinensiel-Harlesiel

Welcher Küstenort an der Nordsee hat gleich drei Häfen vorzuweisen? Die meisten dürften dabei zuerst an größere Städte denken – tatsächlich verbirgt sich die Lösung aber im beschaulichen Ostfriesland: Das Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel bietet maritimes Flair satt. Angefangen mit dem Museumshafen, der mit historischen Plattboden-Seglern und dem Deutschen Sielhafenmuseum fasziniert, über den Yachthafen, der Wassersportler anlockt, bis hin zum Außenhafen. Von hier aus nehmen die Krabbenkutter Kurs auf die Nordsee, ebenso wie Ausflugsschiffe zur Insel Wangerooge und zu den Seehundsbänken.

Abwechslung garantiert

Vom ausgedehnten Watt und den Stränden direkt vor der Haustür bis zum reizvollen Hinterland, das vom Flusslauf der Harle geprägt ist, hält der Ort viele weitere Naturschätze bereit. “Carolinensiel-Harlesiel ist vor allem bei Familien ein beliebtes Ferienziel für entspannte Tage an der Nordsee. Zahlreiche Freizeitaktivitäten sorgen für Abwechslung”, berichtet Reisejournalistin Beate Fuchs vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Direkt an das Wattenmeer und den gepflegten Strand mit Spielplatz schließt sich im Ortsteil Harlesiel der Campingplatz an. Noch dichter, direkt an der Mole, logieren die Wohnmobil-Freunde.

Vom Museumshafen bis zum Badespaß

Entlang der Kurpromenade führt der Weg von der Küste nach Carolinensiel, den ehemaligen Fischerort und Handelshafen. Heute erinnert der historische Museumshafen mit den Plattbodenschiffen an die ehemals große Zeit der Carolinensieler Seefahrt. Ebenfalls direkt an der Promenade liegt die Cliner Quelle, eine große Bade- und Saunalandschaft mit vielfältigen Wellnessmöglichkeiten. Besonders beliebt bei den jüngsten Gästen ist neben dem Spaßbad auch der “Carolinchen-Club”. Hier wird nicht nur gebastelt, sondern man ist auch viel gemeinsam unterwegs. Wattwandern oder das Erlangen des Segelscheines stehen auf dem Programm. Eine kleine Seehunddame namens Carolinchen ist Wegbegleiter der Kinder und zugleich Markenzeichen des Clubs. Mehr Informationen zu dem Nordseebad, das Erholung mit Action und ostfriesischen Traditionen verbindet, sind unter www.carolinensiel.de sowie Telefon 04464-94930 erhältlich.

Herbst an der Nordsee

Nachsaison an der Nordsee – das bedeutet noch mehr Platz zum Durchatmen, freie Terminwahl bei erholsamen Wellness-Angeboten und beste Bedingungen für eine entspannte Auszeit. Vor allem die kleinen Küstenorte Neßmersiel und Dornumersiel – nur einen Katzensprung von den ostfriesischen Inseln entfernt – haben sich dem Thema Entschleunigung verschrieben. Dort gehen die Uhren einen Tick langsamer, damit mehr Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens bleibt. Fünf Herbsttipps für Nordsee-Fans:

– Die Kraft des Meeres: Der Herbst ist die richtige Zeit, um dem Immunsystem noch einmal unter die Arme zu greifen, bevor der Winter kommt. Das heilsame Nordseeklima hilft dabei. “Das maritime Aerosol enthält kleinste Salzwassertröpfchen, die die Atemwege befreien”, weiß der Dornumersieler Kurarzt Dr. Enno Wilters. In dem geprüften Thalassobad sorgen außerdem Anwendungen wie Packungen oder Bäder mit Norderneyer Schlick, Algen, Meersalz und Sole für Wohlbefinden. Mehr zum Thema gibt es unter www.dornumerland.de oder unter www.ratgeberzentrale.de.

– Frei wie ein Vogel: Vom 8. bis 16. Oktober 2016 dreht sich an der niedersächsischen Nordseeküste alles um die Zugvögel, die im Herbst zu Tausenden aus dem hohen Norden ins Wattenmeer kommen, um sich vor ihrer Weiterreise in den Süden zu stärken. Das Nationalparkhaus Dornumersiel bietet dann viele Exkursionen, Deich- und Wattwanderungen, Vorträge und Mitmachaktionen zum Thema Vogelzug an. Weitere Informationen gibt es unter www.zugvogeltage.de/veranstaltungen

– Wind um die Nase: Aufs Rad steigen und die weite Landschaft aus Feldern, Wiesen und Moor genießen – auch dafür ist der Herbst an der Küste wie gemacht. Lohnendes Ausflugsziel ist das “Ewige Meer” im Binnenland, Deutschlands größter Hochmoorsee. Wer schwindelfrei ist, steuert Westerholt an und klettert die 297 Stufen der begehbaren Windkraftanlage hinauf. Von dort oben bietet sich ein einmaliger Blick über Ostfriesland.

– Ostfriesland hat auch kulturell einiges zu bieten. Das Städtchen Dornum etwa war im Mittelalter Häuptlingssitz. Noch heute zeugen viele historische Sehenswürdigkeiten wie das Wasserschloss und die Beningaburg von der glorreichen Vergangenheit. Auch Ostfrieslands einzige erhaltene Synagoge, die Bockwindmühle und die Kirche St. Bartholomäus mit der ältesten Häuptlingsgruft der Region lassen sich dort entdecken.

– Spaß hinterm Deich: Einheimische wie Urlauber fiebern Jahr für Jahr den Dornumersieler Strohballen-Rollmeisterschaften entgegen, in diesem Jahr finden sie am 9. Oktober statt. Im Team geht es darum, die riesigen Ballen durch drei unterschiedliche Parcours zu bugsieren. Große und kleine Zuschauer kommen beim bunten Rahmenprogramm auf ihre Kosten. Oder beim Kuhfladen-Bingo, bei dem getippt wird, auf welche Felder zwei echt ostfriesische Kuh-Damen ihre Fladen abladen werden.

15. EWE-Nordseelauf

Schon seit Mitte Januar ist der diesjährige EWE-Nordseelauf ausgebucht. Die 15. Auflage des mehrtägigen Lauf- und Walking-Events führt vom 11. bis 18. Juni über die sieben Ostfriesischen Inseln. Unter den insgesamt 785 Teilnehmern laufen 524 die gesamte Tour – ein Rekord in der 15-jährigen Geschichte des EWE-Nordseelaufs.

Das Lauf-Event ist bei Männern und Frauen jeden Alters beliebt. „Unser jüngster Teilnehmer ist 12 Jahre, der älteste Läufer ist 78 Jahre alt“, sagt Tanja Mehl vom zuständigen Reiseveranstalter Erlebnis Bremerhaven GmbH. Der Laufgemeinschaft schließen sich in diesem Jahr Schweizer, Österreicher, Luxemburger, Franzosen und Niederländer an. „Natürlich kommt der überwiegende Teil unserer Läufer und Walker aus Deutschland. Dennoch ist es schön zu sehen, dass wir auch im Ausland damit Interesse wecken“, sagt Rolf Kopper, Aufsichtsratsvorsitzender der Nordsee GmbH. Laut aktueller Anmeldestatistik nehmen etwa die Hälfte der diesjährigen Läufer und Walker erstmalig am EWE-Nordseelauf teil.

Starkes Event mit starken Partnern

Hauptsponsor EWE AG aus Oldenburg ist mit einer großen Laufgruppe vertreten, sechs von ihnen laufen die gesamte Tour. Seit 15 Jahren begleitet der regionale Energieversorger das maritime Lauf-Event: „Es ist schön ein Projekt von Anfang an zu begleiten und zu sehen, wie es wächst. Der Nordseelauf ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich nachhaltige Förderung auszahlt“, sagt Sponsoring Projektleiter Carsten Niederberger. Der Hobby-Triathlet läuft selbst drei von sieben Etappen mit.

Den sportlich-himmlischen Segen gibt es traditionell von Hartmut Schneider. Der Pastor und Referent für Kirche im Tourismus begleitet die gesamte Tour.

„Über die letzten 15 Jahre hat sich ein gut funktionierendes Organisations-Team entwickelt, welches auch bei einigen Läufern schon bekannt ist“, fasst Amke Behrends von der Nordsee GmbH zusammen. „Trotzdem fiebern alle dem Startschuss entgegen, als ob es der erste wäre.“

Wilhelmshaven: Auf Großseglern mitsegeln

Wenn in Wilhelmshaven ein Großsegler festmacht, gibt es für Schaulustige und Urlauber am Hafen immer viel zu sehen. Einige dieser imposanten Schiffe aus aller Welt bieten sogar die Möglichkeit, für einen Tagestörn mit an Bord zu gehen. “Da wurde mir doch ein bisschen mulmig”, berichtet eine Wilhelmshavenerin, die auf dem russischen Segelschulschiff “Mir” unter 150 Gästen mitsegeln konnte, als sie die schwankenden Planken des 110 Meter langen Dreimasters betrat. Doch das legte sich nach dem Ablegen schnell: “Ein paar Meter hinter der Schleuse strömen alle Passagiere an die Vorderseite des Schiffes. Dort klettern einige Kadetten über dünne Netze nach vorne und beginnen die Segel zu lösen, das war faszinierend.” Auf ein Kommando hin werden die Zwischensegel dann alle gleichzeitig hochgezogen.

Kadetten kennen keine Höhenangst

Zum Mittagessen bekommen die Mitsegler das Gleiche wie die Besatzung, in diesem Fall russische Würstchen und Piroggen. “Nach dem Mittagessen folgt mein persönliches Highlight: Nachdem der Segler gewendet hat, klettern einige Kadetten flink an den Netzen nach oben. Völlig ungesichert bewegen sie sich in mehreren Metern Höhe. Unter Höhenangst darf man da auf jeden Fall nicht leiden.” Der Erlebnisbericht ist nachzulesen auf Aboutcities.de, einem gemeinsamen Blog von 17 niedersächsischen Städten. Dort sind auch viele weitere Informationen über Wilhelmshaven zu finden. Die Möglichkeit zum Mitsegeln gibt es beispielsweise vom 9. bis 14. Juni auf dem Toppsegelschoner Banjaard. Auch Anfang Oktober beim JadeWeserPort-Cup, der ältesten Traditionssegler-Regatta an der deutschen Nordseeküste, können Gäste mit an Bord gehen.

Museen und Kaiser-Wilhelm-Brücke

Für Landratten hat Wilhelmshaven auf der Maritimen Meile jederzeit viel Spannendes zu bieten: Am Südstrand schließt sich das Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer an und im Besucherzentrum lernt man seine Besonderheiten kennen. Gleich nebenan lädt das Aquarium zu einer Reise in Unterwasserwelten ein. Im Küstenmuseum Wilhelmshaven erleben die Besucher Geschichten über Sturmfluten, Deicharbeiter, Häuptlinge, Piraten und Schiffe. Das Deutsche Marinemuseum erzählt von den Seestreitkräften. Mit der MS “Harle Kurier” geht es dann raus zur Hafenrundfahrt. Und stets grüßt als größte Sehenswürdigkeit Wilhelmshavens Wahrzeichen: Die Kaiser-Wilhelm-Brücke war mit einer Spannweite von 159 Metern bei ihrer Errichtung 1905 bis 1907 die größte Drehbrücke Europas und ist bis heute die größte ihrer Art in Deutschland.

Museum Helgoland präsentiert „Ente gut – alles gut“

Donald Duck und Micky Maus – zwei Figuren aus der Comic-Welt, die fast jeder kennt. In dieser Ausstellung lernen Sie die drei genialen Künstler hinter den Figuren kennen: Carl Barks,

Al Taliaferro und Floyd Gottfredson. Sie haben die bekanntesten Disney-Comics über Jahrzehnte gezeichnet und fast alle Nebenfiguren um Micky und Donald erfunden. Die Sonderausstellung zeigt über 60 Arbeiten von 1933 bis 1995 aus der Sammlung von Ina Brockmann und Peter Reichelt: wertvolle Originale, Bleistift- und Tuschezeichnungen, Tagesstrips und Sonntagsseiten, Aquarelle und Lithographien. Die Entwicklung des Entenkosmos wird sichtbar und historische Disneydokumente geben einen Einblick in die Produktionsbedingungen dieser Zeit.

Carl Barks, Al Taliaferro und Floyd Gottfredson sind die Urheber einer Figurenwelt, die bis heute Teil unseres kollektiven Gedächtnisses und unserer Alltagskultur ist. Diese drei Künstler haben seit den 1930er Jahren das Genre der Comics im Unternehmen von Walt Disney entscheidend entwickelt und geprägt. Mit den gezeichneten, getexteten und oft mit Sprechblasen versehenen Bildergeschichten wurden ihre Comics ein ökonomisch erfolgreiches Lizenz-Produkt des Disney-Konzerns in Abgrenzung zur Trickfilm-Produktion.

Carl Barks (27. 3.1901 – 25. 8. 2000), der kongeniale Zeichner und Texter, übernahm 1943 die Figur Donald Duck und entwickelte als erster Autor mehrseitige Disney-Comicgeschichten mit mehr als 10 Seiten. Neben seiner romanhaften Phantasie ist sein Zeichenstrich und das Aufbrechen der Seitenarchitektur bis heute legendär. In 24 Jahren erfand er über 850 Disney-Comics und das berühmte Entenhausen mit all seinen Bewohnern, u.a. Dagobert Duck und Daniel Düsentrieb.

Alfred „Al“ Taliaferro (29.8.1905 – 3.2.1969) hat eine namenlose Ente aus der Trickfilmproduktion genommen und aus ihr die uns heute so bekannte Figur Donald Duck entwickelt. Er spendierte ihm neben vielen anderen Verwandten auch die Neffen Tick, Trick und Track. In 38 Arbeitsjahren bei Disney zeichnete er bis zu seinem Tod insgesamt 10.312 Tagesstrips und 2.089 Sonntagsseiten.

Floyd Gottfredson (5.5.1905 – 22.7.1986) ist der eigentliche Vater von Micky Maus und des Mausiversums. Kein Disney-Zeichner hat länger als er kontinuierlich an einer Figur gearbeitet. In diesen knapp über 45 Jahren zeichnete und textete er über 15.000 Tagesstrips und Sonntagsseiten, ausschließlich mit der Micky Maus. Die Identität der Schöpfer von Donald, Micky und ihrer Kollegen wurde über Jahrzehnte hinweg hinter der Corporate Identity des Disney-Konzerns geheim gehalten.

Die künstlerische Arbeit wird nun den wahren Urhebern zugeordnet und das hartnäckige Gerücht aus der Welt geschafft: „gezeichnet Walt Disney!“ Erst kurz vor seinem Tod erkennt Al Taliaferro: „I feel I have been a ghost long enough…“.

Maritime Erlebnisse an der niedersächsischen Nordsee

Ein Sommer voller Hafenfeste, Kutterregatten und Open-Air-Veranstaltungen steht den Besuchern an der niedersächsischen Nordsee bevor. Von Mai bis August gibt es viel zu sehen: vom kleinen Papierboot bis hin zum größten Segelschulschiff der Welt. Es wird hin und wieder nass aber immer genuss- und klangvoll. Multikulturelle Seemannstraditionen geben diesem Sommer einen besonders salzigen Geschmack.

Maritime Pfingsten

Bereits im Mai huldigen die Wangerländer einem schmackhaften Fisch aus der Nordsee. Vom 14. bis 16. Mai finden in Hooksiel die Heringstage statt. Neben leckeren Fischbrötchen gibt es natürlich weitere Köstlichkeiten. Auch für die Ohren wird einiges geboten. Auf mehreren Bühnen am Alten Hafen und in der Langen Straße spielen Bands und Shanty-Chöre an allen Tagen.

Am Pfingstwochenende lohnt sich auch ein Abstecher nach Wilhelmshaven. Dort macht vom 12. bis 17. Mai der polnische Schoner „Kapitan Borchardt“ am Bontekai fest. Am 14. und 15. Mai werden Tagestörns angeboten. Für das 1918 ursprünglich als Frachtsegelschoner gebaute Schiff ist es der erste Besuch in der Jadestadt.

Dicke Pötte zu Gast an der Nordsee

Zum neuen SeeStadtFest in Bremerhaven finden sich vom 26. bis 29. Mai die russische Viermast-Bark „Krusenstern“, das polnische Vollschiff „Dar Mlodziezy“ und die heimische „Alexander von Humboldt II“ ein. Neben maritimen Erkundungstouren durch die Innenstadt, die Havenwelten und auf den Schiffen selbst, erwarten die Besucher echte Genusswelten mit internationalem Flair.

Krabbenkutter laden zum Mitfahren ein

Auch die kleinen bunten Krabbenkutter treffen sich in den Sommermonaten zu den traditionellen Regatten auf der Nordsee. Im beschaulichen Fischerdorf Neuharlingersiel findet in diesem Jahr, vom 22. bis 24. Juli, bereits die 50. Krabbenkutter-Regatta statt. Neben der Besichtigung verschiedener, mitunter historischer Boote wird eine Krabbenpul-Meisterschaft ausgetragen. In der Krummhörn findet der traditionelle Kutterkorso am 23. Juli statt. Wer mitfahren möchte, sollte sich bei der Tourist-Information in Greetsiel Tickets besorgen. Am selben Tag starten die festlich geschmückten Kutter auch von Dornumersiel zu einem kleinen Ausflug auf die Nordsee. Tickets gibt es direkt auf den teilnehmenden Booten.

Paddeln bis zum Untergang

Wesentlich kleinere und zugegebenermaßen recht instabile Wasserfahrzeuge gibt es am 5. August im Hafen der Insel Spiekeroog zu bestaunen. Bei der 11. Papierbootregatta treten die Hobby-Kapitäne in ihren aus Papier, Pappe und Kleister gebauten Booten gegeneinander an. Inmitten der maritimen Kulisse des Spiekerooger Hafens gilt es, den anspruchsvollen Parcours mit Stechpaddel und Schwimmweste zu meistern – natürlich bis zum Untergang.

Abschluss mit Ausblick:

Am 20. und 21. August 2016 findet an der Wurster Nordseeküste das beliebte Leuchtturmfest statt. Bereits zum 9. Mal erwartet Besucher in Dornum-Neufeld ein abwechslungsreiches Programm rund um den Leuchtturm „Obereversand“ mit kostenlosen Besichtigungen. Ebenfalls an der Wurster Nordseeküste und nicht allzu weit vom großen Bruder entfernt, steht der Leuchtturm „Kleiner Preuße“ am Wremer Tief. Nicht nur tagsüber ist der schwarz-weiße Turm ein beschauliches Ausflugsziel. Wer sich am Abend auf einer der Bänke niederlässt, kann einen malerischen Sonnenuntergang erleben.