Illumina Schlosspark Lütetsburg

Der größte englische Landschaftsgarten Norddeutschlands mit seinen historischen Bauwerken und über 150 exotischen und
heimischen Baum- und Straucharten sowie das von Tido Graf zu Inn- und Knyphausen bewohnte Schloss Lütetsburg sind ein Besuchermagnet. Vom
23. September bis 3. Oktober 2016 setzt Regisseur Wolfram Lenssen den Park mit imposanten Lichtstimmungen, mystischen Sprachkollagen und
virtuosen musikalischen Akzenten während der Illumina unter dem Motto „Wasserfantasien“ kunstvoll in Szene.

Nach der Premiere im vergangenen Jahr, zu der über 10.000 Besucher kamen, lädt die Illumina Schlosspark Lütetsburg in diesem Jahr erneut zum nächtlichen Besuch des Parks unter dem Motto „Wasserfantasien“ ein. Wasser ist das Lebenselixier des Parks mit seinen Gräften, Kanälen, Teichen und Seen. Wasser wird in diesem Jahr in all seinen Erscheinungsformen thematisiert. Im Schlosspark sprudelt, spritzt und spricht das Wasser. Sei es als Strahlenbögen, romantische Spiegelungen oder spektakuläre Fontänen, die im Rhythmus von Licht und Musik tanzen. Es prasselt im exotischen Regenwald oder lässt in eine surreale Unterwasserwelt eintauchen. „Wasserfantasien“ möchte die verschiedenen Formen des Wassers sinnlich erlebbar machen. Bizarre Sirenenklänge locken in eine mystische Nebel-landschaft. Musik und Lyrik enthüllen die poetische Seele des Elements. Texte aus der Weltliteratur tauchen in den „Wasserdialogen“ in die Tiefe zum Thema – amüsant, sachlich physikalisch und nachdenklich philosophisch. Ein „Wasserzirkus“ für die Kleinen stellt große Fragen. Welche Farbe hat das Wasser? Warum weint die kleine Meerjungfrau? Ob es auf die Frage nach der Stimme des Wassers eine Antwort gibt? Es wird gerätselt, geblubbert gesungen und gerappt – und den Besuchern wird es sicherlich noch besser gefallen als im Vorfahr. Der Eintritt kostet von Montag bis Donnerstag jeweils 6 und Freitag bis Sonntag jeweils 9 Euro an der Tageskasse. Bei Online-Tickets kosten im VVK jeweils 5 und 8 Euro. Kinder bis 16 Jahre sind in Begleitung Erwachsener frei. Alle Informationen und Online-Tickets unter
www.schlosspark-luetetsburg.de.

Kleine Auszeit inmitten des vorweihnachtlichen Trubels in Carolinensiel – Harlesiel

Ein böiger Wind treibt die Wolken über den Deich. Obwohl es an manchen Tagen kaum richtig hell zu werden scheint, bummeln Pärchen, Familien und ganze Gruppen vom Museumshafen in Carolinensiel über die “Harle-Promenade” bis in den Außenhafen Harlesiel und lassen sich die steife Brise um die Nase wehen. Das Nordseebad mit seinen drei Häfen ist gerade in der Weihnachtszeit eine Reise wert: Carolinensiel-Harlesiel erstrahlt vom 1. Advent bis ins neue Jahr hinein in hellem Lichterglanz.

Wo der Weihnachtsbaum schwimmt und der Nikolaus im Hafen anlegt

Ganz dem Meer verbunden, schmücken die Carolinensieler ihren Weihnachtsbaum auf dem Wasser – mitten im Museumshafen. Und pünktlich zum Wintermarkt am ersten Adventssamstag werden die Lichter des schwimmenden Weihnachtsbaums zum ersten Mal entzündet. Dann können es die kleinen Gäste kaum erwarten, bis der Nikolaus am Nachmittag endlich mit seinem Schiff, dem Raddampfer Concordia II, anlegt, um sie mit kleinen Geschenken zu überraschen. Das weihnachtliche Ambiente, die gesunde Nordseeluft und die typisch ostfriesische Küche – mit frischem Fisch, Deichlamm, deftigem Grünkohl oder Snirtje-Braten – sind wie geschaffen für eine Auszeit inmitten des vorweihnachtlichen Trubels. Attraktive Arrangements für die Winter- und Weihnachtszeit gibt es unter www.carolinensiel.de.

Friesisches Verwöhnprogramm

Carolinensiel-Harlesiel steht für Erholung und Entspannung auf ostfriesische Art – gerade in der kalten Jahreszeit. Ob ein Bad in der berühmten Stutenmilch, Relaxen in der Sauna, Hot-Stone- und Kräuterstempel-Massage oder Nordseeschlickpackung – in der Cliner Quelle findet jeder das passende Verwöhnprogramm. Am Nachmittag ist dann “Teetied” angesagt, eine Zeremonie mit echtem Ostfriesentee, Kluntje und einer “Wolke” Sahne. Oder man lässt sich in den urigen Cafés und Hafenkneipen mit Eiergrog, Punsch, Feuerzangen-Bowle oder einem brennenden Friesengeist verwöhnen – das wärmt wieder ordentlich auf nach einem langen Spaziergang durch die kalte, klare Nordseeluft.

In Bremerhaven liegen Kulturgenuss und Naturerlebnis eng beieinander

Wer nordisches Küsten-Flair und urbanes Kulturleben zugleich erleben möchte, der ist in Bremerhaven richtig. In der größten Stadt an der deutschen Nordseeküste liegen etwa mit den sogenannten Havenwelten und dem Schaufenster Fischereihafen die Attraktionen ganz nah beieinander. Das weltweit einzigartige Klimahaus Bremerhaven 8° Ost ist schon architektonisch ein echter Hingucker – und im Inneren erleben die Besucher eine Reise durch die unterschiedlichen Klimazonen der Erde. Im Deutschen Auswandererhaus wird dagegen die Suche nach dem Glück jenseits des Atlantiks hautnah nachvollziehbar. Das Erlebnismuseum steht genau dort, wo zwischen 1832 und 1974 mehr als sieben Millionen Menschen ihre Heimat verließen und Bremerhaven so zum größten Auswandererhafen Europas machten.

Schifffahrt früher und heute

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum zeigt die Geschichte der Seefahrt und präsentiert die einzige erhaltene Hanse-Kogge der Welt von 1380. Und im Museumshafen sind der größte hölzerne Frachtsegler “Seute Deern” und das historische U-Boot “Wilhelm Bauer” zu besichtigen. Die modernen Überseehäfen im Norden der Stadt haben auch heute noch Weltrang und der Containerhafen gehört zu den größten in Europa. Mit dem “HafenBus” sind die beeindruckenden Hafenanlagen bei einer zweistündigen Fahrt aus der Nähe zu erleben: Die Tour führt mitten auf die Containerterminals und dicht unter die tonnenschweren Beladungsbrücken.

Naturerlebnis an der Wesermündung

Daneben hat die Seestadt an der Wesermündung auch ein besonderes Naturerlebnis zu bieten: Das Naturschutzgebiet Luneplate auf einer ehemaligen Weserinsel sorgt für ein Kontrastprogramm zum städtischen Kulturgenuss. Ein Spaziergang oder eine Radtour mit Besuch der Aussichtsplattformen im grünen Marschland ist ein echter Insidertipp der Bremerhavenerin Dörte Behrmann im Reise-Blog Aboutcities.de, einem gemeinsamen Online-Portal Bremerhavens mit 17 niedersächsischen Städten: “Ich war erstaunt, wie vielfältig die Natur dort ist. Überall glitzert Wasser, was auf die großen Röhricht- und Wattflächen hinweist, die dort entstanden sind. Ein Tidepolder lässt bei Flut das Wasser auf die Luneplate auflaufen, sodass sich das Brackwasser der Weser in dem verästelten Gebiet verteilt. Bei Ebbe läuft das Wasser wieder ab. Diesem Spiel von Nehmen und Geben zuzuschauen, empfinde ich als lohnenswerte Ergänzung zum Besuch in Klimahaus und Co.”

Unheimliche Klänge sorgen für mörderische Spannung

Eine Mischung aus intensiver literarischer Spannung und kulinarischem Genuss bietet die Krimibuchhandlung „Tatort Taraxacum“ am Sonnabend, 24. September (19 Uhr): Frank Posiadly, unter anderem Drehbuch-Autor der ARD-Serie „Tatort“, stellt seinen neuen Kriminalroman vor. Der Titel: „Die Stille nach dem Tod“.

Zum Inhalt des Romans: Nele Hagen ist Streifenpolizistin in Hamburg St. Georg. Sie ist die erste am Tatort, als eine junge Mutter mit einer schweren Kopfverletzung aufgefunden und ins Krankenhaus gebracht wird. Was zunächst wie ein Haushaltsunfall aussieht, nimmt bald eine dramatische Wendung. Denn ein Unbekannter dringt in die Intensivstation ein und hinterlässt am Bett der sterbenden Frau eine unheimliche Visitenkarte: düstere Musik, die nur aus Geräuschen besteht. Geräuschen, die der Täter aufgenommen hat, als er ihr heimlich nachstellte und sie schließlich brutal in ihrer Wohnung niederschlug.

Bald schon taucht ein zweites Musikstück auf. Der Täter hat es an Nele Hagen geschickt. Ist die junge Polizistin sein nächstes Opfer?

Frank Posiadly, 1967 in Delmenhorst geboren, ist Drehbuchautor und Psychologe. Das Handwerk des Schreibens hat er zunächst an der Axel Springer Journalistenschule und dann in der Drehbuchklasse im Filmstudium Hamburg unter der Leitung von Hark Bohm gelernt. Seine Kurzfilme haben den Deutschen Filmschulpreis in Silber (2002), den Shock Award (2002) und den Short-Tiger (2001) gewonnen. Er hat ebenso für den Tatort wie für das ZDF-Herzkino geschrieben und Serienerfahrungen bei Notruf Hafenkante und Unser Charly gesammelt. Frank Posiadly lebt seit vielen Jahren mit seiner Frau und seinem Sohn in Hamburg.

Die Buchpräsentation findet im Rahmen eines Vier-Gänge-Menüs statt. Der Eintritt incl. Menü kostet 33,- Euro. Karten gibt es in der Krimibuchhandlung „Tatort Taraxacum“ in der Leeraner Altstadt, unter Tel. 0491 / 912 262 86 oder unter buchhandlung@tatort.taraxacum.de

Sanddornlauf auf der Insel Langeoog

Spontane Kurzurlaube auf der autofreien Insel Langeoog lohnen sich immer, ganz besonders jedoch am 17. September 2016. Dann hält der Langeooger Sanddornlauf für alle sportbegeisterten Inselfreunde gleich mehrere Distanzen zur Teilnahme bereit. Wer nicht gleich beim Halb-Marathon dabei sein möchte, der kann auch über die halbe Distanz oder über 5 Kilometer auf die Strecke gehen. Auch Walker und Nordic-Walker sind herzlich eingeladen am 5-Kilometer-Lauf oder am Viertel-Marathon teilzunehmen. Für die Bambinis gibt es einen Lauf über 400 Meter und beim Jugendlauf geht es nach 1.000 Meter zurück ins Ziel.

Langeoog. Zum Abschluss der Hauptsaison werden auf der Insel Langeoog noch einmal zahlreiche Meter gemacht. „Neben Entspannung und Ruhe soll auch der Sport bei uns ein Thema sein. Wir sind mit dieser Laufserie die sportlichste der Ostfriesischen Inseln“, freut sich Tourismusmanager Hinrik Dollmann über „Langeoog läuft“. Nach dem „Osterlauf“ und dem „Abendlauf“ bildet der „Sanddornlauf“ nun das dritte über das Jahr verteilte Laufevent – und das mit neu zu entdeckenden Strecken.

Der Sanddornlauf begeistert neben der sportlichen Attraktivität der Distanzen auch mit dem speziellen Nordseefeeling, da Streckenabschnitte direkt am Sandstrand an der Wasserkante und nach Dünenlandschaften auch durch den Ortskern führen.

Kurzentschlossene haben noch bis Freitag, 16. September 2016 die Möglichkeit sich in der Tourist-Information im Rathaus Langeoog einen Startplatz im Vorfeld zu sichern. Nachmeldungen können sogar noch am Veranstaltungstag bis 14:30 Uhr bei der Startnummernausgabe am Haus der Insel berücksichtigt werden.

Die Startgelder liegen für Voranmelder bei 12 Euro (5 Km), 16 Euro (Viertel-Marathon) und 20 Euro (Halb-Marathon). Das dritte große Laufevent auf Langeoog bedeutet gleichzeitig den Abschluss der diesjährigen Saison. Um 14:00 Uhr fällt der Startschuss des Sanddornlaufs, gefolgt von dem Viertel-Marathon und dem Halb-Marathon, welche um 15:00 Uhr beginnen. Die abschließende Siegerehrung für alle Teilnehmer gibt es um 19:00 Uhr. Wer den Aufenthalt auf die Teilnahme an dem Lauf beschränken möchte, der kommt als Tagesgast ausnahmsweise sogar noch um 20:00 Uhr ab Inselbahnhof wieder zurück ans Festland.

Weitere Informationen und die direkte Anmeldung finden sich auf der Website www.langeoog-läuft.de inklusive Verlinkungen zu potenziellen Übernachtungsmöglichkeiten für den Kurzurlaub in Verbindung mit der Teilnahme an den Läufen.

Herbst und Winter auf Amrum

Die Tage sind kürzer, aber voller Licht- und Wolkenspielen – wer im Herbst die Nordseeinsel Amrum besucht, kann stundenlang durch unberührte Naturlandschaften wandern, ohne auch nur einer Menschenseele zu begegnen. Stille und Einsamkeit herrschen vor. Nur unterbrochen von den Rufen der Zugvögel, die im Wattenmeer vor ihrer großen Reise noch einmal auftanken.

Auf Tuchfühlung mit der Natur

Im Herbst entfaltet Amrum einen ganz besonderen Reiz: Künstler und Fotografen schätzen diese Zeit, um Motive für neue Bilder zu finden. So bildet die Heide einen schönen Kontrast zum Wald und der gelblichgrünen Geestlandschaft. Naturliebhaber wandern auf Bohlenwegen quer durch die Dünen bis zum kleinen Leuchtturm oder zu einem der vielen anderen Aussichtspunkte. Von hier aus reicht der Blick über den weiten Kniepsand und die schäumende Brandung bis zu den Halligen und den Nachbarinseln Sylt oder Föhr. Wer sich mehr Einblicke in die Flora und Fauna des Wattenmeeres wünscht, schließt sich geführten Wanderungen an, macht noch bis Ende Oktober mit einem Ausflugsschiff eine Tour zu den Seehundbänken oder wandert mit einem Wattenführer übers Meer zur Insel Föhr – ein ganz besonderes Erlebnis gerade im Herbst und Winter. Mehr zur stillen Jahreszeit auf der nordfriesischen Insel gibt es unter www.amrum.de.

Fantastische Naturschauspiele

Im November beginnt die Zeit der Stürme. Wenn atlantische Tiefausläufer den “blanken Hans”, wie die stürmische Nordsee auch genannt wird, entfesseln, kann es passieren, dass der breite Kniepsand bis an die Dünenkante überspült wird und ein fantastisches Naturschauspiel bietet. Regenschauer gehen schnell vorüber und schon bald zeigt sich die Sonne wieder. Mit etwas Glück bilden sich Regenbogen, die Nordsee und Wattenmeer miteinander zu verbinden scheinen. Wetterlagen mit Minusgraden und Ostwind sind erst im Januar und Februar zu erwarten. Durch die Gezeiten dauert es aber eine Weile, ehe sich am Strand Eisschollen bilden, die von heftigen Winden mancherorts zu regelrechten Eisbergen aufgetürmt werden. Bevor Anfang März die ersten Zugvögel zurückkehren und die stille Jahreszeit beschließen, feiern Insulaner und ihre Gäste am 21. Februar das traditionelle Biakefest, bei dem große Feuer am Strand bis spät in die Nacht hinein von Insel zu Insel grüßen.

Papenburg ist geprägt von maritimer Tradition und modernen Ozeanriesen

Schiffe und Kanäle prägen das Stadtbild von Papenburg an der Ems: So kann direkt vor dem Rathaus ein Museumsschiff als Wahrzeichen der Stadt ankern, die Brigg “Friederike von Papenburg”. Daneben schaukeln sechs weitere Nachbauten historischer Schoner, Barken oder Segler auf dem Hauptkanal. Alle zusammen bilden ein wohl bundesweit einmaliges Schifffahrts-Freilicht-Museum und erzählen von der maritimen Tradition in Deutschlands südlichster Seehafenstadt. Die größte Werft der alten Schiffsbauerstadt ist vom Zentrum längst vor die Stadttore umgezogen, aber ein Shuttlebus bringt die Besucher im Rahmen einer Führung direkt hin – und damit zugleich auf eine Zeitreise in die Zukunft des Schiffbaus. Auf der berühmten Meyer Werft erwartet Gäste eine faszinierende Erlebniswelt rund um den Bau modernster Ozeanriesen.

Kreuzfahrschiffe wecken Fernweh

Vom geführten Rundgang durch die Meyer Werft erzählt die Papenburgerin Alexandra Weich auf dem Blog Aboutcities.de, einem gemeinsamen Internetportal von 17 niedersächsischen Städten: “Fasziniert bin ich von dem Blick in das Baudock. Hier wird gerade die ‘Genting Dream’ gebaut. Das Schiff ist so riesig, dass man die Dimensionen im ersten Moment gar nicht richtig erfassen kann.” Mit einer Länge von 335 Metern und einer Breite von fast 40 Metern bietet es Platz für 3.360 Passagiere. Um solche Ozeanriesen in die Nordsee zu überführen, wird zweimal im Jahr die Ems aufgestaut. Im neu inszenierten Besucherzentrum der Werft wird der moderne Schiffbau anschaulich: Ein Film, 20 Schiffsmodelle, eine interaktive Seekarte, Konstruktionen in 3D auf einem übergroßen Bildschirm und vieles mehr geben Einblicke hinter die Kulissen. “Das Fernweh stellt sich dann im Reedereibereich ein, bei einem Blick in die Musterkabinen und auf die schönsten Ziele der Kreuzfahrtschiffe”, berichtet Alexandra Weich.

Wohnen im Wandel der Zeit

Für die stilechte Zeitreise zurück in Papenburgs Geschichte bietet sich eine Bootstour an: Die “Leidi” mit Elektromotor schippert gut zehn Gäste über Kanäle in die Nähe des Freilichtmuseums “Von Velen Anlage”. Hier gibt es Katen, Ställe und Werkzeuge der frühen Siedler, Torfstecher und Schiffsbauer zu sehen. Die Tour führt durch versteckte Kanäle im Grünen, unter niedrigen Brücken hindurch, auf einen großen See und weiter in einen Seitenkanal bis in eine neue ökologische Wohnsiedlung: “Die Fahrt mit der ‘Leidi’ verbindet das Wohnen und Leben aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit dem modernen Leben im 21. Jahrhundert”, meint Bloggerin Alexandra Weich.

Die Nordsee tut bei Neurodermitis gut

Salzwasser, Wind und Sonne sind die entscheidenden Bestandteile des gesundheitsfördernden Reizklimas der Nordsee. “Besonders Menschen mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte verspüren bei einem Nordseeurlaub oft eine deutliche Linderung ihrer Symptome”, erklärt Gesundheitsexpertin Katja Schneider vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Ein Nordseeheilbad wie Neuharlingersiel ist deshalb zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Reiseziel für Hautpatienten. Das dortige “Badewerk” bietet spezielle Anwendungen an, die den positiven Effekt des Meeresklimas auf die Haut noch verstärken.

Schlickanwendungen können die Heilung der Haut fördern

“Viele Gäste kommen in unser Thalasso-Nordseeheilbad, um durch den einzigartigen Naturschlick Linderung für ihre Hautprobleme zu finden”, erklärt Susanne Mäntele vom Kurverein des Fischerdorfes. Neuharlingersiel verfügt über eine unterirdische Schlickblase mit 400 Jahre altem, reinstem Naturschlamm. Er wird zerkleinert, erhitzt und mit dreifach gereinigtem Nordseewasser zu einem natürlichen Gesundheits- und Wellnessprodukt verarbeitet, das dann für Packungen und Dampfbäder eingesetzt wird. Durch seinen hohen Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Tonerde und den sanften Peeling-Effekt kann der Schlick die gereizte Haut beruhigen und die Heilung fördern. Man kann ihn übrigens unter www.badewerk.de/thalasso/unsere-thalasso-produkte.html auch für Anwendungen zu Hause bestellen.

Auch für kleine Hautpatienten geeignet

Die Anwendungen sind auch für kleine Neurodermitis- oder Schuppenflechte-Patienten geeignet. “Auch bei Kindern lässt sich unser Schlick gut nutzen. Viele Familien wählen speziell wegen der Krankheit ihres Kindes Neuharlingersiel als Reiseziel”, so Susanne Mäntele. Der stabilisierende Effekt halte häufig auch nach dem Urlaub noch längere Zeit an, sodass die Betroffenen besser mit ihrem Problem leben könnten. “Viele Besucher kommen angesichts dieser positiven Erfahrungen regelmäßig wieder – einmal oder sogar mehrmals im Jahr”, betont Mäntele.

Carolinensiel-Harlesiel

Welcher Küstenort an der Nordsee hat gleich drei Häfen vorzuweisen? Die meisten dürften dabei zuerst an größere Städte denken – tatsächlich verbirgt sich die Lösung aber im beschaulichen Ostfriesland: Das Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel bietet maritimes Flair satt. Angefangen mit dem Museumshafen, der mit historischen Plattboden-Seglern und dem Deutschen Sielhafenmuseum fasziniert, über den Yachthafen, der Wassersportler anlockt, bis hin zum Außenhafen. Von hier aus nehmen die Krabbenkutter Kurs auf die Nordsee, ebenso wie Ausflugsschiffe zur Insel Wangerooge und zu den Seehundsbänken.

Abwechslung garantiert

Vom ausgedehnten Watt und den Stränden direkt vor der Haustür bis zum reizvollen Hinterland, das vom Flusslauf der Harle geprägt ist, hält der Ort viele weitere Naturschätze bereit. “Carolinensiel-Harlesiel ist vor allem bei Familien ein beliebtes Ferienziel für entspannte Tage an der Nordsee. Zahlreiche Freizeitaktivitäten sorgen für Abwechslung”, berichtet Reisejournalistin Beate Fuchs vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Direkt an das Wattenmeer und den gepflegten Strand mit Spielplatz schließt sich im Ortsteil Harlesiel der Campingplatz an. Noch dichter, direkt an der Mole, logieren die Wohnmobil-Freunde.

Vom Museumshafen bis zum Badespaß

Entlang der Kurpromenade führt der Weg von der Küste nach Carolinensiel, den ehemaligen Fischerort und Handelshafen. Heute erinnert der historische Museumshafen mit den Plattbodenschiffen an die ehemals große Zeit der Carolinensieler Seefahrt. Ebenfalls direkt an der Promenade liegt die Cliner Quelle, eine große Bade- und Saunalandschaft mit vielfältigen Wellnessmöglichkeiten. Besonders beliebt bei den jüngsten Gästen ist neben dem Spaßbad auch der “Carolinchen-Club”. Hier wird nicht nur gebastelt, sondern man ist auch viel gemeinsam unterwegs. Wattwandern oder das Erlangen des Segelscheines stehen auf dem Programm. Eine kleine Seehunddame namens Carolinchen ist Wegbegleiter der Kinder und zugleich Markenzeichen des Clubs. Mehr Informationen zu dem Nordseebad, das Erholung mit Action und ostfriesischen Traditionen verbindet, sind unter www.carolinensiel.de sowie Telefon 04464-94930 erhältlich.

Herbst an der Nordsee

Nachsaison an der Nordsee – das bedeutet noch mehr Platz zum Durchatmen, freie Terminwahl bei erholsamen Wellness-Angeboten und beste Bedingungen für eine entspannte Auszeit. Vor allem die kleinen Küstenorte Neßmersiel und Dornumersiel – nur einen Katzensprung von den ostfriesischen Inseln entfernt – haben sich dem Thema Entschleunigung verschrieben. Dort gehen die Uhren einen Tick langsamer, damit mehr Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens bleibt. Fünf Herbsttipps für Nordsee-Fans:

– Die Kraft des Meeres: Der Herbst ist die richtige Zeit, um dem Immunsystem noch einmal unter die Arme zu greifen, bevor der Winter kommt. Das heilsame Nordseeklima hilft dabei. “Das maritime Aerosol enthält kleinste Salzwassertröpfchen, die die Atemwege befreien”, weiß der Dornumersieler Kurarzt Dr. Enno Wilters. In dem geprüften Thalassobad sorgen außerdem Anwendungen wie Packungen oder Bäder mit Norderneyer Schlick, Algen, Meersalz und Sole für Wohlbefinden. Mehr zum Thema gibt es unter www.dornumerland.de oder unter www.ratgeberzentrale.de.

– Frei wie ein Vogel: Vom 8. bis 16. Oktober 2016 dreht sich an der niedersächsischen Nordseeküste alles um die Zugvögel, die im Herbst zu Tausenden aus dem hohen Norden ins Wattenmeer kommen, um sich vor ihrer Weiterreise in den Süden zu stärken. Das Nationalparkhaus Dornumersiel bietet dann viele Exkursionen, Deich- und Wattwanderungen, Vorträge und Mitmachaktionen zum Thema Vogelzug an. Weitere Informationen gibt es unter www.zugvogeltage.de/veranstaltungen

– Wind um die Nase: Aufs Rad steigen und die weite Landschaft aus Feldern, Wiesen und Moor genießen – auch dafür ist der Herbst an der Küste wie gemacht. Lohnendes Ausflugsziel ist das “Ewige Meer” im Binnenland, Deutschlands größter Hochmoorsee. Wer schwindelfrei ist, steuert Westerholt an und klettert die 297 Stufen der begehbaren Windkraftanlage hinauf. Von dort oben bietet sich ein einmaliger Blick über Ostfriesland.

– Ostfriesland hat auch kulturell einiges zu bieten. Das Städtchen Dornum etwa war im Mittelalter Häuptlingssitz. Noch heute zeugen viele historische Sehenswürdigkeiten wie das Wasserschloss und die Beningaburg von der glorreichen Vergangenheit. Auch Ostfrieslands einzige erhaltene Synagoge, die Bockwindmühle und die Kirche St. Bartholomäus mit der ältesten Häuptlingsgruft der Region lassen sich dort entdecken.

– Spaß hinterm Deich: Einheimische wie Urlauber fiebern Jahr für Jahr den Dornumersieler Strohballen-Rollmeisterschaften entgegen, in diesem Jahr finden sie am 9. Oktober statt. Im Team geht es darum, die riesigen Ballen durch drei unterschiedliche Parcours zu bugsieren. Große und kleine Zuschauer kommen beim bunten Rahmenprogramm auf ihre Kosten. Oder beim Kuhfladen-Bingo, bei dem getippt wird, auf welche Felder zwei echt ostfriesische Kuh-Damen ihre Fladen abladen werden.