15. EWE-Nordseelauf

Schon seit Mitte Januar ist der diesjährige EWE-Nordseelauf ausgebucht. Die 15. Auflage des mehrtägigen Lauf- und Walking-Events führt vom 11. bis 18. Juni über die sieben Ostfriesischen Inseln. Unter den insgesamt 785 Teilnehmern laufen 524 die gesamte Tour – ein Rekord in der 15-jährigen Geschichte des EWE-Nordseelaufs.

Das Lauf-Event ist bei Männern und Frauen jeden Alters beliebt. „Unser jüngster Teilnehmer ist 12 Jahre, der älteste Läufer ist 78 Jahre alt“, sagt Tanja Mehl vom zuständigen Reiseveranstalter Erlebnis Bremerhaven GmbH. Der Laufgemeinschaft schließen sich in diesem Jahr Schweizer, Österreicher, Luxemburger, Franzosen und Niederländer an. „Natürlich kommt der überwiegende Teil unserer Läufer und Walker aus Deutschland. Dennoch ist es schön zu sehen, dass wir auch im Ausland damit Interesse wecken“, sagt Rolf Kopper, Aufsichtsratsvorsitzender der Nordsee GmbH. Laut aktueller Anmeldestatistik nehmen etwa die Hälfte der diesjährigen Läufer und Walker erstmalig am EWE-Nordseelauf teil.

Starkes Event mit starken Partnern

Hauptsponsor EWE AG aus Oldenburg ist mit einer großen Laufgruppe vertreten, sechs von ihnen laufen die gesamte Tour. Seit 15 Jahren begleitet der regionale Energieversorger das maritime Lauf-Event: „Es ist schön ein Projekt von Anfang an zu begleiten und zu sehen, wie es wächst. Der Nordseelauf ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich nachhaltige Förderung auszahlt“, sagt Sponsoring Projektleiter Carsten Niederberger. Der Hobby-Triathlet läuft selbst drei von sieben Etappen mit.

Den sportlich-himmlischen Segen gibt es traditionell von Hartmut Schneider. Der Pastor und Referent für Kirche im Tourismus begleitet die gesamte Tour.

„Über die letzten 15 Jahre hat sich ein gut funktionierendes Organisations-Team entwickelt, welches auch bei einigen Läufern schon bekannt ist“, fasst Amke Behrends von der Nordsee GmbH zusammen. „Trotzdem fiebern alle dem Startschuss entgegen, als ob es der erste wäre.“

Wilhelmshaven: Auf Großseglern mitsegeln

Wenn in Wilhelmshaven ein Großsegler festmacht, gibt es für Schaulustige und Urlauber am Hafen immer viel zu sehen. Einige dieser imposanten Schiffe aus aller Welt bieten sogar die Möglichkeit, für einen Tagestörn mit an Bord zu gehen. “Da wurde mir doch ein bisschen mulmig”, berichtet eine Wilhelmshavenerin, die auf dem russischen Segelschulschiff “Mir” unter 150 Gästen mitsegeln konnte, als sie die schwankenden Planken des 110 Meter langen Dreimasters betrat. Doch das legte sich nach dem Ablegen schnell: “Ein paar Meter hinter der Schleuse strömen alle Passagiere an die Vorderseite des Schiffes. Dort klettern einige Kadetten über dünne Netze nach vorne und beginnen die Segel zu lösen, das war faszinierend.” Auf ein Kommando hin werden die Zwischensegel dann alle gleichzeitig hochgezogen.

Kadetten kennen keine Höhenangst

Zum Mittagessen bekommen die Mitsegler das Gleiche wie die Besatzung, in diesem Fall russische Würstchen und Piroggen. “Nach dem Mittagessen folgt mein persönliches Highlight: Nachdem der Segler gewendet hat, klettern einige Kadetten flink an den Netzen nach oben. Völlig ungesichert bewegen sie sich in mehreren Metern Höhe. Unter Höhenangst darf man da auf jeden Fall nicht leiden.” Der Erlebnisbericht ist nachzulesen auf Aboutcities.de, einem gemeinsamen Blog von 17 niedersächsischen Städten. Dort sind auch viele weitere Informationen über Wilhelmshaven zu finden. Die Möglichkeit zum Mitsegeln gibt es beispielsweise vom 9. bis 14. Juni auf dem Toppsegelschoner Banjaard. Auch Anfang Oktober beim JadeWeserPort-Cup, der ältesten Traditionssegler-Regatta an der deutschen Nordseeküste, können Gäste mit an Bord gehen.

Museen und Kaiser-Wilhelm-Brücke

Für Landratten hat Wilhelmshaven auf der Maritimen Meile jederzeit viel Spannendes zu bieten: Am Südstrand schließt sich das Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer an und im Besucherzentrum lernt man seine Besonderheiten kennen. Gleich nebenan lädt das Aquarium zu einer Reise in Unterwasserwelten ein. Im Küstenmuseum Wilhelmshaven erleben die Besucher Geschichten über Sturmfluten, Deicharbeiter, Häuptlinge, Piraten und Schiffe. Das Deutsche Marinemuseum erzählt von den Seestreitkräften. Mit der MS “Harle Kurier” geht es dann raus zur Hafenrundfahrt. Und stets grüßt als größte Sehenswürdigkeit Wilhelmshavens Wahrzeichen: Die Kaiser-Wilhelm-Brücke war mit einer Spannweite von 159 Metern bei ihrer Errichtung 1905 bis 1907 die größte Drehbrücke Europas und ist bis heute die größte ihrer Art in Deutschland.

Museum Helgoland präsentiert „Ente gut – alles gut“

Donald Duck und Micky Maus – zwei Figuren aus der Comic-Welt, die fast jeder kennt. In dieser Ausstellung lernen Sie die drei genialen Künstler hinter den Figuren kennen: Carl Barks,

Al Taliaferro und Floyd Gottfredson. Sie haben die bekanntesten Disney-Comics über Jahrzehnte gezeichnet und fast alle Nebenfiguren um Micky und Donald erfunden. Die Sonderausstellung zeigt über 60 Arbeiten von 1933 bis 1995 aus der Sammlung von Ina Brockmann und Peter Reichelt: wertvolle Originale, Bleistift- und Tuschezeichnungen, Tagesstrips und Sonntagsseiten, Aquarelle und Lithographien. Die Entwicklung des Entenkosmos wird sichtbar und historische Disneydokumente geben einen Einblick in die Produktionsbedingungen dieser Zeit.

Carl Barks, Al Taliaferro und Floyd Gottfredson sind die Urheber einer Figurenwelt, die bis heute Teil unseres kollektiven Gedächtnisses und unserer Alltagskultur ist. Diese drei Künstler haben seit den 1930er Jahren das Genre der Comics im Unternehmen von Walt Disney entscheidend entwickelt und geprägt. Mit den gezeichneten, getexteten und oft mit Sprechblasen versehenen Bildergeschichten wurden ihre Comics ein ökonomisch erfolgreiches Lizenz-Produkt des Disney-Konzerns in Abgrenzung zur Trickfilm-Produktion.

Carl Barks (27. 3.1901 – 25. 8. 2000), der kongeniale Zeichner und Texter, übernahm 1943 die Figur Donald Duck und entwickelte als erster Autor mehrseitige Disney-Comicgeschichten mit mehr als 10 Seiten. Neben seiner romanhaften Phantasie ist sein Zeichenstrich und das Aufbrechen der Seitenarchitektur bis heute legendär. In 24 Jahren erfand er über 850 Disney-Comics und das berühmte Entenhausen mit all seinen Bewohnern, u.a. Dagobert Duck und Daniel Düsentrieb.

Alfred „Al“ Taliaferro (29.8.1905 – 3.2.1969) hat eine namenlose Ente aus der Trickfilmproduktion genommen und aus ihr die uns heute so bekannte Figur Donald Duck entwickelt. Er spendierte ihm neben vielen anderen Verwandten auch die Neffen Tick, Trick und Track. In 38 Arbeitsjahren bei Disney zeichnete er bis zu seinem Tod insgesamt 10.312 Tagesstrips und 2.089 Sonntagsseiten.

Floyd Gottfredson (5.5.1905 – 22.7.1986) ist der eigentliche Vater von Micky Maus und des Mausiversums. Kein Disney-Zeichner hat länger als er kontinuierlich an einer Figur gearbeitet. In diesen knapp über 45 Jahren zeichnete und textete er über 15.000 Tagesstrips und Sonntagsseiten, ausschließlich mit der Micky Maus. Die Identität der Schöpfer von Donald, Micky und ihrer Kollegen wurde über Jahrzehnte hinweg hinter der Corporate Identity des Disney-Konzerns geheim gehalten.

Die künstlerische Arbeit wird nun den wahren Urhebern zugeordnet und das hartnäckige Gerücht aus der Welt geschafft: „gezeichnet Walt Disney!“ Erst kurz vor seinem Tod erkennt Al Taliaferro: „I feel I have been a ghost long enough…“.

Maritime Erlebnisse an der niedersächsischen Nordsee

Ein Sommer voller Hafenfeste, Kutterregatten und Open-Air-Veranstaltungen steht den Besuchern an der niedersächsischen Nordsee bevor. Von Mai bis August gibt es viel zu sehen: vom kleinen Papierboot bis hin zum größten Segelschulschiff der Welt. Es wird hin und wieder nass aber immer genuss- und klangvoll. Multikulturelle Seemannstraditionen geben diesem Sommer einen besonders salzigen Geschmack.

Maritime Pfingsten

Bereits im Mai huldigen die Wangerländer einem schmackhaften Fisch aus der Nordsee. Vom 14. bis 16. Mai finden in Hooksiel die Heringstage statt. Neben leckeren Fischbrötchen gibt es natürlich weitere Köstlichkeiten. Auch für die Ohren wird einiges geboten. Auf mehreren Bühnen am Alten Hafen und in der Langen Straße spielen Bands und Shanty-Chöre an allen Tagen.

Am Pfingstwochenende lohnt sich auch ein Abstecher nach Wilhelmshaven. Dort macht vom 12. bis 17. Mai der polnische Schoner „Kapitan Borchardt“ am Bontekai fest. Am 14. und 15. Mai werden Tagestörns angeboten. Für das 1918 ursprünglich als Frachtsegelschoner gebaute Schiff ist es der erste Besuch in der Jadestadt.

Dicke Pötte zu Gast an der Nordsee

Zum neuen SeeStadtFest in Bremerhaven finden sich vom 26. bis 29. Mai die russische Viermast-Bark „Krusenstern“, das polnische Vollschiff „Dar Mlodziezy“ und die heimische „Alexander von Humboldt II“ ein. Neben maritimen Erkundungstouren durch die Innenstadt, die Havenwelten und auf den Schiffen selbst, erwarten die Besucher echte Genusswelten mit internationalem Flair.

Krabbenkutter laden zum Mitfahren ein

Auch die kleinen bunten Krabbenkutter treffen sich in den Sommermonaten zu den traditionellen Regatten auf der Nordsee. Im beschaulichen Fischerdorf Neuharlingersiel findet in diesem Jahr, vom 22. bis 24. Juli, bereits die 50. Krabbenkutter-Regatta statt. Neben der Besichtigung verschiedener, mitunter historischer Boote wird eine Krabbenpul-Meisterschaft ausgetragen. In der Krummhörn findet der traditionelle Kutterkorso am 23. Juli statt. Wer mitfahren möchte, sollte sich bei der Tourist-Information in Greetsiel Tickets besorgen. Am selben Tag starten die festlich geschmückten Kutter auch von Dornumersiel zu einem kleinen Ausflug auf die Nordsee. Tickets gibt es direkt auf den teilnehmenden Booten.

Paddeln bis zum Untergang

Wesentlich kleinere und zugegebenermaßen recht instabile Wasserfahrzeuge gibt es am 5. August im Hafen der Insel Spiekeroog zu bestaunen. Bei der 11. Papierbootregatta treten die Hobby-Kapitäne in ihren aus Papier, Pappe und Kleister gebauten Booten gegeneinander an. Inmitten der maritimen Kulisse des Spiekerooger Hafens gilt es, den anspruchsvollen Parcours mit Stechpaddel und Schwimmweste zu meistern – natürlich bis zum Untergang.

Abschluss mit Ausblick:

Am 20. und 21. August 2016 findet an der Wurster Nordseeküste das beliebte Leuchtturmfest statt. Bereits zum 9. Mal erwartet Besucher in Dornum-Neufeld ein abwechslungsreiches Programm rund um den Leuchtturm „Obereversand“ mit kostenlosen Besichtigungen. Ebenfalls an der Wurster Nordseeküste und nicht allzu weit vom großen Bruder entfernt, steht der Leuchtturm „Kleiner Preuße“ am Wremer Tief. Nicht nur tagsüber ist der schwarz-weiße Turm ein beschauliches Ausflugsziel. Wer sich am Abend auf einer der Bänke niederlässt, kann einen malerischen Sonnenuntergang erleben.

Pagels` Garten am Sonntag, den 01. Mai 2016

Wir laden Sie wieder herzlich ein zu unserem beliebten Gartenkultur- und Staudenmarkt in Pagels’ Garten, in die Deichstraße 4 in 26789 Leer. Nicht nur für uns Große sondern auch für Ihre Kinder wird es spannend. Denn wir haben es mit hilfreichen Spenden und vielem persönlichen Einsatz geschafft, die bei Ihren Kindern sehr beliebte Kletteranlage an anderer Stelle im Garten wieder aufzubauen. Auf diesem Wege danken wir allen Geld- und Sachspendern sehr, sehr herzlich.

Aber nicht nur das ist bemerkenswert in diesem Jahr. Zu unserem Gartenkultur- und Staudenmarkt haben sich noch mehr Aussteller als im Vorjahr angemeldet. Zudem dürfen wir Sie in diesem Jahr in der Cafeteria der Tagesstätte Tandem Leer bewirten, in einem sehr ansprechenden und gemütlichen Ambiente. Darüber freuen wir uns sehr.

Das Angebot der Aussteller ist sehr vielseitig. Passend zur Saison finden Sie darunter Gemüsejungpflanzen, Kräuter, Stauden und Gräser. Liebhaber von Rosen, Epimedium-Sorten als auch von Bonsais kommen ebenfalls nicht zu kurz. Neben all der Pflanzenfülle bieten die Aussteller zudem Honig vom heimischen Bienenvolk, eine leckere Auswahl an Ziegenkäseprodukten, Gewürzen, Fruchtaufstrichen, selbstgemachte Schleckereien, Parfüme und palmölfreie Seife sowie Handarbeiten aus Wolle, Glas, Keramik oder Ton an. Räucherwerk und Dufthölzer, Pflanzenstecker und Windspiele, Vogelhäuschen und Blechgießkannen, Sämereien und Zwiebeln, verschiedene Gartenaccessoires für jeden Geschmack, all das wartet auf ihre Liebhaber.

Zudem, so hoffen wir, wird für die Hühnerfreunde unter Ihnen der Geflügelzüchterverein aus Leer wieder seine Hühner präsentieren.

Für Ihr leibliches Wohl ist ebenso gesorgt. Sie können wählen zwischen der allzeit beliebten Bratwurst, frisch gebackenen Waffeln in der Cafeteria der Tagesstätte sowie zwischen einer reichen Auswahl selbstgebackener Kuchen. Neben dem Angebot von Kaffee, Tee, Wasser und Saft können Sie verschiedene Weinsorten an zwei Ständen genießen oder ein kühles Bier zu Ihrer Bratwurst.

Wir, der Freundeskreis von Pagels` Garten, freuen uns auf einen schönen Tag mit Ihnen. Der Garten und unser jährlich statt findende Gartenkultur- und Staudenmarkt ist immer einen Ausflug wert.

Als Eintritt wird eine Spende von 2,- € pro Erwachsenen erbeten. Weitere Spenden sind ebenfalls willkommen, denn die Einnahmen dienen dem Erhalt und der Weiterentwicklung dieses schönen Kleinodes, welches allen Bürgern das ganze Jahr über zum Verweilen und Erholen oder zum Feste feiern offen steht.

Info:
Der Freundeskreis Pagels` Garten besteht aus vielen ehrenamtlichen Helfern und Beetnutzern. Wer Pagels` Garten als Erholungsort für Jeden tatkräftig oder mit Spenden unterstützen möchte ist jederzeit herzlich willkommen. Ansprechpartner vor Ort ist Herr Dieter Henrichs, tel. erreichbar unter 0491-9796693 oder auf dem Postweg, Deichstraße 4 in 26789 Leer.

Russisches Segelschulschiff MIR zu Gast in Wilhelmshaven

In diesem Jahr können sich Wilhelmshavener und Gäste, neben den maritimen Großveranstaltungen Wochenende an der Jade und dem JadeWeserPort-CUP, auf einen weiteren Schiffsbesuch am Bontekai freuen.

Über den 1. Mai legt das russische Segelschulschiff „Mir“ am Bontekai an und lädt Besucher zum Mitsegeln ein. Es gilt als der schnellste Rahsegler der Welt und bietet Segelinteressierten die Gelegenheit, dies bei einem Tagestörn am 30. April zu testen. Beim Open-Ship wird es auch Gelegenheit geben, die „Mir“ während der Liegezeit am Bontekai zu besichtigen. Während der Open-Ship-Zeiten sorgen einige Gastronomie-Wagen am Bontekai für das leibliche Wohl der Besucher.

Die „Mir” lief 1987 auf der Danziger Leninwerft vom Stapel und dient der Admiral Makarov State Maritime University als Ausbildungsschiff für zukünftige Nautiker und Schiffsingenieure. Seit Juli 1999 besteht zwischen der “MIR” und der Stadt Wilhelmshaven eine offizielle Patenschaft

Interessierte können unter www.wilhelmshaven-touristik.de oder in der Tourist-Information in der NordseePassage weitere Informationen sowie die Bordkarten erhalten.

Norden-Norddeich erweitert sein Angebot für Krimifans

Dünen, Deiche, dunkle Geheimnisse: mit dem bereits zehnten Fall für Kommissarin Ann Kathrin Klaasen beweist Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf auch 2016 wieder vor allem eines: nirgendwo liegen außergewöhnliche Natur- und Kulturerlebnisse und ein prickelnd-spannendes Lesevergnügen näher beisammen als an Ostfrieslands Küste. Mit neuen Krimibustouren und einem erweiterten Führungsangebot verspricht der bevorstehende Sommer im Nordseeheilbad Norden-Norddeich spannende Aussichten für Freunde von Wellengang und Gänsehaut.

Während das Phänomen Regionalkrimi bundesweit bunte Blüten treibt, geht es in der Kleinstadt im äußersten Nordwesten Deutschlands trotz Ausnahmestatus – keine andere Buchreihe verkauft sich derzeit besser – betont entspannt zu: “Das Abtauchen in diese ganz eigentümliche Welt Ostfrieslands, in der die aus den Geschichten vertrauten Orte, Figuren und Lebenseinstellungen an jeder Ecke lebendig werden können, ist schließlich auch eine Form von Auszeit vom Alltag”, erklärt Kurdirektor Armin Korok. Und dieses – in solch besonderer Umgebung nicht selten auch mal ganz wörtlich gemeinte – Abtauchen vom Alltagsstress hat sich das Nordseeheilbad Norden-Norddeich groß auf die grün-blauen Fahnen geschrieben.

Für Leseratten und zukünftige “Wolfianer” heißt das vor allem: Spüren, wie die Figuren aus der Feder ihres Lieblingsautors in Führungen, Lesungen und weiteren Angeboten zwischen Marzipanseehund und Matjeshappen lebendig werden. Bereits seit vier Jahren wird da im Rahmen einer interaktiven Rätseltour mit Kripochef Ubbo Heide geschmunzelt, erfährt man in der unverblümten Art von Serien-Ekel Rupert mehr über die Heimatstadt seiner ungeliebten Vorgesetzten. “Am Anfang wagten wir uns sehr vorsichtig und natürlich in enger Abstimmung mit Klaus-Peter Wolf an das Thema Küste und Krimi heran, konnten die Nachfrage noch nicht genau einschätzen”, erinnert sich Jens Albowitz vom Norddeicher Tourismus Service. Heute sind die zwischen März und Oktober regelmäßig stattfindenden Führungen durch die Heimatstadt der streitbaren Kommissarin oftmals bereits Wochen im Voraus ausgebucht.

Auch deshalb will man mit den neuen, vorerst an sechs Terminen in 2016 geplanten Bustouren (Start: 15.04.) in Norddeich nun den nächsten Schritt wagen. “Bei unseren Krimiführungen bringen wir mit den Worten Ann Kathrin Klaasens und ihrer Kollegen die Reize der Stadt näher – unsere Bustouren spannen den Bogen weiter, entführen zu den bekannten, aber nicht immer leicht zu findenden Originalschauplätzen ihres ersten Falls OstfriesenKiller”, erklärt Jens Albowitz. Da versteht es sich fast von selbst, dass für Wolf-Fans auch der kulinarische Höhepunkt dieses spannenden Tagesausflugs, ein original ostfriesisches Deichlamm-Essen, nicht unvertraut ist: “In Norddeich gehen der eigentümliche Charme der ostfriesischen Küstenlandschaft, der hohe Unterhaltungswert der Krimis und die vielen in der Realität tatsächlich existierenden Bezugspunkte aus den Büchern eine besonders reizvolle Symbiose ein”, weiß auch Armin Korok.

Da stolpert ein echter Norder Lokalreporter schon einmal im Moor über eine Leiche – und treffen Krimi-Jünger beim Urlaubsbummel durch die idyllische Fußgängerzone unverhofft auf das Traditionscafé ten Cate, Wiege der von Hauptkommissar Ubbo Heide so heißgeliebten Deichgraf-Pralinés. “Bei uns bedeutet ein Urlaub für Eingeweihte deshalb immer auch: Krimi zum Anfassen!”, betonen die Norddeicher Reiseexperten. Unter www.krimikueste.de und www.norddeich.de erfahren Leseratten alles über die neuen Angebote und das ostfriesische Nordseeheilbad.

Im Dornumerland liegen die kleinsten Urlaubsorte der niedersächsischen Nordseeküste

Darauf ist man hier mächtig stolz. Weil die Zeit dadurch einfach einen Tick langsamer vergeht und genug Muße bleibt, um die schönste Zeit des Jahres ganz entspannt zu genießen. Darum lohnt es sich, die kleinen Hafendörfer wie Neßmersiel und Dornumersiel anzusteuern:

– Camping direkt am Meer. Vom Geräusch der Nordseewellen geweckt werden, frische Meeresluft einatmen und Salz auf den Lippen schmecken – der Campingplatz in Dornumersiel liegt unmittelbar am Strand, umgeben von Deichen, Wiesen und dem Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer. Trotzdem ist man dort nicht weit ab vom Schuss: Hafen, die Tourist-Information im “Reethaus am Meer” und der Ortskern mit Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants befinden sich ganz in der Nähe. Die Ausstattung ist modern, morgens gibt es auf Wunsch frische Brötchen – und gratis dazu den Blick aufs Meer. Informationen dazu findet man auf www.dornumerland.de.

– Nostalgie im Schäferwagen: Kurzentschlossene können auf dem Campingplatz in Dornumersiel eine ganz besondere Nacht verbringen – im Schäferwagen. Früher dienten die Gefährte aus Holz tatsächlich Schäfern als mobile Schlafstatt. Zwei der nostalgischen Wagen wurden originalgetreu nachgebaut und bieten Platz für drei Personen. Die Einrichtung ist komfortabel: eine Sitzbank mit absenkbarem Tisch, Betten, Schrank, kleine Teeküche und Außenterrasse – mehr braucht man nicht für ein paar entspannte Tage an der See. Ganz neu sind außerdem sogenannte Pipo-Wagen, die an alte Zirkuswagen erinnern.

– Stellplatz in der ersten Reihe: eingebettet zwischen Drachenwiese und Seedeich liegt der neue Wohnmobilplatz “Nordseeblick” in Dornumersiel. 38 Wohnmobile haben auf den gut ausgestatteten Stellflächen Platz. Getrennt sind sie durch kunstvoll verzierte Holzpfähle, sogenannte Dalben, die maritime Motive zeigen. Gut zu wissen: Wer hier Urlaub macht, hat kostenlosen Eintritt in das beheizte Meerwasserfreibad nebenan.

– Entspannt unterwegs sein: Auch wenn es am Meer noch so schön ist – das Dornumerland hat sehenswerte andere Seiten. Entdecken lassen die sich unter anderem bei einer Segway-Tour, mit dem Elektroauto “Nordseeflitzer” – oder mit dem Fahrrad. Besonders lohnend ist eine Tour ins “Ewige Meer” im Binnenland. Hinter dem geheimnisvollen Namen verbirgt sich Deutschlands größter Hochmoorsee. Ein Holzbohlenweg schlängelt sich durch die Moorlandschaft mit vielen Stationen und Quiztafeln. So erfährt man ganz nebenbei, welche Tiere sich hier heimisch fühlen.

Camping hinterm Deich in Neuharlingersiel

Die warmen Sommermonate zwischen Juni und August sind Hochsaison für Camper – aber selbst dann kann an der Nordsee eine raue Brise wehen. Immer mehr Urlauber wissen zudem aber auch das naturnahe Wohnen im mobilen Heim in der Nebensaison oder sogar im Winter zu schätzen. Gut, wenn dann Zelt oder Wohnwagen windgeschützt hinter dem Deich stehen – wie auf dem Ganzjahres-Campingplatz im Nordseebad Neuharlingersiel. “Dank der günstigen Lage und reichlich Komfort macht Campen hier von Januar bis Dezember Spaß”, meint auch Beate Fuchs, Reiseexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Nur ein paar Schritte zum Meer

Von den Stellplätzen aus ist man in wenigen Schritten auf dem Deich und genießt den Ausblick auf Strand, Nordsee und das Weltnaturerbe Wattenmeer. Noch ein paar Schritte weiter und man hat Sand und Schlick direkt unter den Füßen. Im Sommer bieten sich dann Baden, Buddeln und Faulenzen im Strandkorb an, in der kühleren Jahreszeit kann man wandern und Vögel beobachten, im Winter steht der ostfriesische Nationalsport Boßeln auf dem Programm. Auf dem Platz selbst hat man die Wahl: Ob Zeltwiese für Fahrradcamper, der Wohnwagenplatz mit Strom für die Familie, der Komfortplatz mit eigenen Wasseranschlüssen oder die Stellfläche fürs ganze Jahr – alles ist möglich. Sogar ein eigenes Badezimmer kann man mieten. Moderne Sanitärhäuser, Kinder-Badelandschaften, Waschmaschinen, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und ein Kinderclub machen das Angebot komplett. Unter www.neuharlingersiel.de gibt es mehr Informationen und Buchungsmöglichkeiten.

Krabbenkutter und Thalasso

Nur wenige Gehminuten entfernt lädt der idyllische Fischerhafen mit seiner aktiven Krabbenkutterflotte zum Bummeln, Schauen und Krabbenessen ein. Gleich daneben liegt das “BadeWerk”, wo Meerwasserschwimmbecken, Saunen, Massagen und Thalasso-Anwendungen locken. Als einzige Einrichtung in Niedersachsen wurde sie mit fünf “Medical Wellness Stars” ausgezeichnet, einem Siegel für geprüfte Qualität im Wellnessbereich. Empfehlenswert ist beispielsweise eine wärmende Packung mit dem speziellen naturreinen Neuharlingersieler Naturschlick, die gerade an kühlen Tagen für Entspannung und Wohlgefühl sorgen kann.

Radfahren und Wattwandern an der niedersächsischen Nordseeküste

Flaches Land, gesunde Luft und die weitläufige Natur des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer laden im Frühjahr Fahrradurlauber an die Nordsee ein: Sie radeln auf gut ausgeschilderten Routen vorbei an geringelten Leuchttürmen, alten Mühlen, historischen Gutshöfen und durch urige Fischerdörfer. Dort werden sie mit einem freundlichen “Moin Moin” begrüßt und können sich mit üppig belegten Fisch- oder Krabbenbrötchen stärken. Von Emden im Westen bis Hamburg im Osten verläuft beispielsweise ein Abschnitt des Nordseeküsten-Radwegs, des wohl längsten beschilderten Radwegs der Welt. Er führt auf insgesamt 6.000 Kilometern durch sechs europäische Länder. Seine ostfriesischen Etappen auf autofreien Radwegen und abgelegenen Landstraßen sind auch für Hobbyradler und Familien geeignet.

Radeln entlang der Störtebekerstraße

Entlang der niedersächsischen Nordseeküste gibt es aber noch viele weitere Radrouten und Rundkurse: Bei Krummhörn etwa radelt man durch sogenannte Warfendörfer, vorbei an Häuptlingsburgen und alten Schlössern zum Campener Leuchtturm. Er ist Deutschlands höchster “Wegweiser”, man genießt eine spektakuläre Aussicht übers weite grüne Land. Auch von Wilhelmshaven aus lässt sich das beschauliche Friesland mit den hübschen Städtchen Hooksiel, Jever und Dangast erkunden. Rund um das Nordseebad Cuxhaven führen die Radwege über den Deich an der Elbmündung entlang. Mit einem Abstecher ins Hinterland lassen sich die Melkhüser entdecken, in denen der eigene Akku mit leckeren Milchspezialitäten aufgeladen werden kann. Unter www.reiseland-niedersachsen.de gibt es mehr Tipps und Informationen zu Touren.

Krebse, Muscheln und Wattwürmer

Bei einem Besuch an der ostfriesischen Nordseeküste sollte man eine Wattwanderung nicht verpassen, bei der man den einzigartigen Lebensraum Wattenmeer aus der Nähe erleben kann. Auf den ersten Blick erscheint der Meeresboden karg, doch bei näherem Hinsehen sind unzählige Garnelen, Einsiedlerkrebse, Muscheln und Wattwürmer zu sehen. Geführte Touren durchs Weltnaturerbe Wattenmeer führen beispielsweise in zweieinhalb Stunden von Neßmersiel bis zur Insel Baltrum oder in sportlichen sieben Stunden von Dangast zum Arngaster Leuchtturm. Spezielle Kinderwattwanderungen gibt es in Eckwarderhörne. Und beim “Nordic Walking im Watt” reicht der Blick von Cuxhaven aus bis zur Insel Neuwerk.